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Antrittsbesuch des Koordinators in Polen

24.02.2014 - Artikel

Am 24. Februar hat Dietmar Woidke in Warschau seinen Antrittsbesuch als neuer Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit absolviert.

Am 24. Februar hat Dietmar Woidke in Warschau seinen Antrittsbesuch als neuer Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit absolviert.

Dort kam er mit polnischen Regierungsvertretern zusammen. Im Anschluss an die Gespräche würdigte Woidke durch den Besuch der historischen Räume in der Kanzlei des polnischen Präsidenten mit dem berühmten Runden Tisch von 1989 und einer Kranzniederlegung am Grabmal des Unbekannten Soldaten die besondere Rolle Polens im 20. Jahrhundert.

Gespräch mit Władysław Bartoszewski

Herzliche Begrüßung: Dietmar Woidke und Władysław Bartoszewski
Herzliche Begrüßung: Dietmar Woidke und Władysław Bartoszewski© brandenburg.de

Im Gespräch mit Władysław Bartoszewski, dem Beauftragten des polnischen Premierministers für den internationalen Dialog, ging es unter anderem um die Stärkung des Schüleraustausches zwischen Deutschland und Polen.

Woidke wörtlich: „Das Deutsch-Polnische Jugendwerk fördert nach eigenen Angaben jährlich bis zu 1800 Projekte. Dadurch finden 70 000 junge Deutsche und Polen zueinander.“

"Nachfrage nach Polnisch steigern"

Woidke wies auf das Ungleichgewicht zwischen dem Deutsch-Angebot an polnischen Schulen und dem Polnisch-Angebot an deutschen Schulen hin. Erstrebenswert sei es zunächst einmal, die Nachfrage nach Polnisch bei deutschen Schülern zu steigern. Woidke: „Wir werden hier unkonventionelle Wege gehen müssen.“ In Brandenburg sei es in Einzelfällen möglich, vom Kindergarten bis zum Abitur Polnisch zu lernen. Auszubildende, Feuerwehrleute und auch Polizisten lernten Polnisch. „Da entsteht etwas“, zeigte sich der Ministerpräsident zuversichtlich. Begegnungen, aber auch die Aussicht auf eine berufliche Karriere seien wichtige Motive, andere Sprachen zu lernen.

Stärkung der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit und der Verkehrsverbindungen

Dietmar Woidke spricht mit Staatsekretärin Henryka Mościcka-Dendys
Dietmar Woidke spricht mit Staatsekretärin Henryka Mościcka-Dendys© brandenburg.de

Bei den Treffen mit der Staatssekretärin im Außenministerium, Henryka Mościcka-Dendys, und Jaromir Sokolowski, dem Staatssekretär in der Kanzlei des polnischen Präsidenten, kamen die wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit und die Infrastruktur zur Sprache. Woidke wies darauf hin, dass man heute immer noch über fünf Stunden für eine Zugfahrt von Berlin nach Breslau benötige. Er kündigte an, das Thema auf Bundesebene zu problematisieren.

In der Kanzlei des polnischen Präsidenten besichtigte Woidke den Saal mit dem Runden Tisch, an dem in der Übergangsphase zur demokratischen Republik zwischen dem 6. Februar und dem 5. April 1989 die entscheidenden Gespräche stattfanden. Er erinnerte an den besonderen Beitrag Polens für die friedliche Revolution von 1989. Woidke wörtlich: „Wir in Deutschland sind dankbar für den Mut des polnischen Volkes.“

Quelle: Staatskanzlei Brandenburg

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