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Das Besucherprogramm

Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Themenreise Kulturerhalt

Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Themenreise Kulturerhalt, © AA

Artikel

Das Besucherprogramm ermöglicht es ausländischen Multiplikatoren, sich mit eigenen Augen ein authentisches, aktuelles und differenziertes Bild von Deutschland zu machen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbringen auf Einladung des Auswärtigen Amts in der Regel eine Woche in Deutschland.

In der kurzen Zeit absolvieren sie ein dichtes Programm mit für sie maßgeschneiderten Terminen. Pro Jahr bekommen etwa 1000 hochrangige Persönlichkeiten und junge Nachwuchskräfte aus dem Ausland die Gelegenheit, an einer von rund 150 Informationsreisen teilzunehmen. Die Besucher kommen aus den Bereichen Journalismus, Kultur, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und prägen in ihren jeweiligen Funktionen das Deutschlandbild im Ausland.

Die Teilnehmer werden von den Auslandsvertretungen und der Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin gemeinsam ausgewählt. Je nach Profil der Gäste variieren Art und inhaltlicher Schwerpunkt der Reisen.

Themen-, Einzel- und Gruppenreisen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Themenreise Klimapolitik
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Themenreise Klimapolitik© AA

Ein besonders erfolgreiches Format sind die so genannten Themenreisen. Dafür kommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Ländern und Regionen der Welt zu einem Schwerpunktprogramm nach Deutschland. Themenschwerpunkte im Jahr 2017 waren zum Beispiel die Bundestagswahl, die Rolle Deutschlands in Europa, Einwanderung und Integration in Deutschland, Energiewende und Klimaschutz, die duale Berufsausbildung und das Reformationsjubiläum.

Außerdem bietet das Besucherprogramm Einzelreisen für besonders hochrangige Multiplikatoren sowie Gruppenreisen, die für einen Kreis von Experten aus demselben Land oder derselben Region vorgesehen sind. Darüber hinaus unterstützt das Besucherprogramm auch Hospitanzen für ausländische Journalisten und Nachwuchskräfte in deutschen Redaktionen.

Geschichte der Besucherreisen

Seit den ersten Einladungsreisen für Journalisten im Jahr 1958 waren mehr als 50.000 Meinungsführer im Rahmen des Besucherprogramms zu Gast in Deutschland. Das Auswärtige Amt ist seit 2003 für das Besucherprogramm verantwortlich. Zuvor lag die Zuständigkeit beim Bundespresseamt.

Bis in die 1980er Jahre hinein kam der größte Teil der Gäste aus Europa. Nach der deutschen Wiedervereinigung rückten dann Multiplikatoren auch aus anderen Regionen der Welt in den Fokus des Besucherprogramms.

Seit 2001 nimmt der Dialog über gemeinsame Fragestellungen und globale Themen einen immer größeren Platz in der Konzeption der Reisen ein. Ziel bleibt jedoch, den Gästen Deutschland näher zu bringen – durch eigenes Erleben und gezielte Informationen.

Kontakt: 608-7@auswaertiges-amt.de