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"Versöhner, Gestalter, Visionär": Hans-Dietrich-Genscher-Forum eröffnet

28.03.2017 - Artikel

Im Auswärtigen Amt wurde heute ein Außenminister geehrt, der die deutsche Geschichte maßgeblich geprägt hat: Von 1974 bis 1992 war Hans-Dietrich Genscher Deutschlands oberster Diplomat.

Im Auswärtigen Amt wurde heute ein Außenminister geehrt, der die deutsche Geschichte maßgeblich geprägt hat: Von 1974 bis 1992 war Hans-Dietrich Genscher Deutschlands oberster Diplomat. Mit einem internationalen Symposium in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Einweihung des Genscher-Forums erinnert das Auswärtige Amt an seinen ehemaligen Hausherrn.

Außenminister Sigmar Gabriel betrachtete gemeinsam mit Barbara Genscher die Ausstellung
Außenminister Sigmar Gabriel betrachtete gemeinsam mit Barbara Genscher die Ausstellung© Inga Kjer/photothek.de

Ein "Titan unter den Diplomaten", der wenn es darauf ankam so zäh wie "das Leder eines texanischen Cowboystiefels" sein konnte – so erinnerte sich der ehemalige US-Außenminister James Baker an seinen deutschen Amtskollegen. Für fast zwei Jahrzehnte war Hans-Dietrich Genscher Deutschlands Gesicht in der Welt. Mit seiner weitsichtigen Außenpolitik ebnete er nicht nur den Weg für die deutsche Wiedervereinigung, sondern auch für das Ende der Teilung ganz Europas.

Warum war Genscher als Versöhnungspolitiker so erfolgreich? Was können wir aus seiner Arbeit für eine gesamteuropäische Friedensordnung heute lernen? Diesen Fragen ging das internationale Symposium zu Ehren des langjährigen ehemaligen Außenministers im Auswärtigen Amt nach. Diplomaten, Politiker und Journalisten diskutierten, welche Schlüsse heute aus dem politischen Erbe Genschers gezogen werden können.

Mut und Weitsicht

Die Idee eines toleranten, eines liberalen, eines freiheitlichen und sicher auch sozialen Europas können wir von Genscher mit in die Zukunft nehmen
"Die Idee eines toleranten, eines liberalen, eines freiheitlichen und sicher auch sozialen Europas können wir von Genscher mit in die Zukunft nehmen"© Inga Kjer/photothek.de

"Der Name Hans-Dietrich Genscher steht für Mut und Weitsicht", erklärte Außenminister Gabriel. In Zeiten neuer Herausforderungen auf dem europäischen Kontinent sei Genschers Politik eine besondere Inspiration. "Die Idee eines toleranten, eines liberalen, eines freiheitlichen und sicher auch sozialen Europas können wir von Genscher mit in die Zukunft nehmen", so Gabriel.

"Den guten Lotsen erkennt man an der ruhigen Hand und nicht an der lautesten Stimme"– so lautete ein Leitspruch von Hans-Dietrich Genscher. Für Sigmar Gabriel ist diese Haltung auch heute wegweisend. "Auch Beharrlichkeit und Geduld lehrt uns das Vermächtnis von Hans-Dietrich Genscher", betonte Gabriel. Mit schwierigen Partnern pragmatisch zu verhandeln und sich dabei zugleich von verbindlichen Werten leiten zu lassen, bleibe eine der wichtigsten Herausforderungen der Außenpolitik, so Gabriel.

Vorbild, das Maßstäbe gesetzt hat

Vor Beginn des Symposiums weihte Außenminister Gabriel feierlich das neue Hans-Dietrich-Genscher-Forum ein. Mit seinem Namen wird es die Diplomatinnen und Diplomaten im Auswärtigen Amt stets an ein Vorbild erinnern, das mit seinem Handeln auch für aktuelle Herausforderungen Maßstäbe gesetzt hat.

Zum Weiterlesen:

www.freiheit.org/Genscher

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