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Staatsakt zum Gedenken an Helmut Schmidt

23.11.2015 - Artikel

In Gedenken an Helmut Schmidt fand am Montag in Hamburg ein Staatsakt statt. Das Auswärtige Amt initiiert zu Ehren des früheren Bundeskanzlers zwei Projekte.

In Gedenken an Helmut Schmidt fand am Montag (23.11.) in Hamburg ein Staatsakt statt. Unter den 1800 Gästen war auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier sein. Das Auswärtige Amt initiiert zu Ehren des früheren Bundeskanzlers zwei Projekte.

Familie, Freunde und Politiker aus aller Welt haben am Montag im Hamburger Michel Abschied vom früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt genommen. Mit einem Staatsakt gedachten die Gäste des früheren Bundeskanzlers.

Auswärtiges Amt stiftet Helmut-Schmidt-Programm für globale Fragen

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (Archivbild)
Altbundeskanzler Helmut Schmidt (Archivbild)© Thomas Koehler/photothek.net

Helmut Schmidt war als Politiker und später als Publizist und Autor ein Vordenker der globalen Ordnung. Auf den Schulterschluss Schmidts mit dem französischen Präsidenten Giscard d‘Estaing geht etwa der enge Austausch der wichtigsten Industriestaaten in den G7 zurück. 2007 sagte Helmut Schmidt: "Wir müssen versuchen, den Prozess der Globalisierung gemeinsam mit den anderen großen Staaten zu kanalisieren, seine Vorteile zu nutzen und seinen Gefährdungen entgegenzutreten."

Passend dazu initiiert das Auswärtige Amt nun das "Helmut-Schmidt-Programm für globale Fragen", das junge Diplomaten aus den G20-Staaten zu einem intensiven Austausch zusammenbringen soll. Die inhaltlichen Schwerpunkte des auf zwei Wochen angelegten Programms liegen auf den Chancen und Risiken des Globalisierungsprozesses: Frieden, Sicherheit und Migration, Rohstoffknappheit, Ressourcensicherheit und Energie sowie Abrüstung, Infrastruktur und Terrorismus.

Der diplomatische Nachwuchs aus den Schwellenländern und Industriestaaten der G20 werden eine große Vielfalt an Meinungen in die verschiedenen Seminarformate einbringen. Das Auswärtige Amt will dabei mit Institutionen und Unternehmen kooperieren und plant Workshops und Exkursionen unter anderem nach Hamburg, Bonn oder Brüssel. Der Auftakt für das Programm soll bereits im Mai 2016 sein.

Benennung eines Helmut-Schmidt-Saales im Gästehaus des Auswärtigen Amtes

Zudem wird zu Ehren des früheren Bundeskanzlers der "Große Saal" der Villa Borsig am Tegeler See künftig den Namen Helmut Schmidts tragen. Dies ist der erste Saal der Villa Borsig, der nach einer Person benannt wird, um ihr historisches Wirken wachzuhalten. Der Saal ist regelmäßig Austragungsort wichtiger politischer Verhandlungen und Konferenzen. So trafen dort in den vergangenen Monaten mehrfach die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, der Ukraine und Russlands zusammen, um über die Krise in der Ukraine zu beraten. Auf dem Gelände der Villa liegt auch die Akademie Auswärtiger Dienst zur Diplomatenausbildung.

Helmut Schmidt war am 10. November im Alter von 96 Jahren gestorben. Er war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Tod von Helmut Schmidt

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