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Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands im Dialog

23.10.2015 - Artikel

Am 22.10. wurde in Potsdam der 14. Petersburger Dialog eröffnet. Der Petersburger Dialog ist das hochrangigste Forum für den Austausch zwischen den Zivilgesellschaften von Deutschland und Russland.

Am 22.10. wurde in Potsdam der 14. Petersburger Dialog eröffnet. Der Petersburger Dialog ist das hochrangigste Forum für den Austausch zwischen den Zivilgesellschaften von Deutschland und Russland. Es ist das erste Mal, dass der Dialog nach der von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannten russischen Annexion der Krim tagte.

Außenminister Steinmeier setzt sich immer wieder dafür ein, die verschiedenen Dialogkanäle mit Russland gerade in Zeiten der Krise offenzuhalten. Mit Unterstützung des zwischengesellschaftlichen Austausches, von Jugendbegegnungen, Städtepartnerschaften, dem Erlernen der jeweils anderen Sprache, müsse Tendenzen der Entfremdung zwischen der deutschen und russischen Gesellschaft entgegengewirkt werden.

"Deutschland ist an einer verlässlichen Partnerschaft mit Russland gelegen"

Ronald Pofalla und Wiktor Subkow
Ronald Pofalla und Wiktor Subkow© dpa picture-alliance

Der gestrigen Eröffnungsveranstaltung des Petersburger Dialogs voran gegangen war eine Neuordnung und Erweiterung der deutschen Mitglieder unter dem neuen deutschen Ko-Vorsitzenden, dem früheren Kanzleramtsminister Ronald Pofalla. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in einem Grußwort, das bei der Veranstaltung verlesen wurde, dass Deutschland an einer verlässlichen Partnerschaft mit Russland gelegen sei. Umso wichtiger sei es, die verschiedenen Standpunkte näher zu beleuchten.

An der gestrigen Eröffnung nahmen jeweils hundert Vertreter Deutschlands und Russlands aus den unterschiedlichsten Bereichen teil, darunter Journalisten, Kulturschaffende, Politik-Experten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen. In 8 Arbeitsgruppen werden verschiedene Aspekte der Beziehungen diskutiert. Die Eröffnungsvorträge hielten der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger und der Präsident der russischen Sberbank, der ehemalige Wirtschaftsminister German Gref.

Enger zwischengesellschaftlicher Austausch

Petersburger Dialog in Potsdam Sanssouci
Petersburger Dialog in Potsdam Sanssouci© dpa picture-alliance

Die Veranstaltung fand im sogenannten Kaiserbanhnhof in Potsdam Sanssouci statt. Dort wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts der russische Zar Nikolaus II. von seinem Cousin, Kaiser Wilhelm II., empfangen. Die brandenburgische Hauptstadt Potsdam weist viele deutsch-russische Stätten auf, so wie die weithin bekannte russische ‚Kolonie‘ Alexandrowka.

Neben dem Petersburger Dialog ist das Netz des zwischengesellschaftlichen Austausches zwischen Deutschland und Russland immer noch eng. 1,5 Millionen Russinnen und Russen lernen Deutsch. Es gibt 1000 Schulpartnerschaften mit Deutschland. 11.000 russische Studenten studieren in Deutschland. Am deutsch-russischen Jugendaustausch nehmen jedes Jahr 17.000 Jugendliche teil. Für 2016/17 ist ein deutsch-russisches Jahr des Jugendaustauschs geplant.

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