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„Nicht mit Gewalt, aber durch das Wort“

10.07.2015 - Artikel

Staatsminister Roth hat im Rahmen der Lutherdekade europäischer Botschafterinnen und Botschafter auf die Wartburg eingeladen. Als zentraler Ort der Reformation steht die Wartburg auch für ein Projekt der Gewaltlosigkeit. In Luthers Worten: „sine vi, sed verbo“. Nicht mit Gewalt, aber durch das Wort.

Staatsminister Roth hat im Rahmen der Lutherdekade europäischer Botschafterinnen und Botschafter auf die Wartburg eingeladen. Als zentraler Ort der Reformation steht die Wartburg auch für ein Projekt der Gewaltlosigkeit. In Luthers Worten: „sine vi, sed verbo“. Nicht mit Gewalt, aber durch das Wort.

Wartburg als zentrale Ort der Reformation

Staatsminister Roth mit europäischen Botschafterinnen und Botschaftern vor der historischen Wartburg
Staatsminister Roth lädt auf die Wartburg© Auswärtiges Amt

Gäste aus ganz Europa auf der Wartburg. Im Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017 besuchte der Staatsminister für Europa Michael Roth gemeinsam mit zahlreichen Botschafterinnen und Botschaftern mit der Wartburg einen der zentralen Orte der Reformation. Gemeinsam mit Vertretern der thüringischen Landesregierung konnte Roth auf die zahlreichen geplanten Aktivitäten hinweisen, die mit der Reformation an ein Ereignis erinnern sollen, das „politische, kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen ausgelöst hat, die bis heute spürbar sind“, so Staatsminister Roth.

Gewalt stärkt letztlich nur den Gegner

Staatsminister Roth mit seinen Gästen in der Stiftsruine Bad Hersfeld
Staatsminister Roth lädt auf die Wartburg© Auswärtiges Amt

In seiner Eröffnungsansprache wies der Staatsminister zugleich auf die Aktualität der Denkweise Luthers angesichts vielfältiger brutaler Konflikte weltweit hin: „Auch Luther lehnte Gewalt ab, denn er war überzeugt, dass Gewalt letztlich nur den Gegner stärke. Dieser Gedanke ist in die „Confessio Augustana“ eingeflossen mit der Formel „sine vi, sed verbo“: „nicht mit Gewalt, aber durch das Wort“. Fast liest sich das wie eine Definition für „Diplomatie“. Worte stehen in der Tat nicht zu Unrecht im Zentrum der Diplomatie, sondern auch des reformatorischen Denkens. Selbst lesen können, Verstehen, Nachdenken, sich eine Meinung bilden, Fragen dürfen – das war und das ist revolutionär.“

Und auch beim gemeinsamen abendlichen Besuch der Bad Hersfelder Festspiele im benachbarten Hessen konnten sich die Gäste von der Wirkungsmächtigkeit Luthers überzeugen, der selbst zu Gast in Bad Hersfeld war.

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