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#NousSommesCharlie: Solidarität mit Frankreich

09.01.2015 - Artikel

Auf Einladung von Außenminister Steinmeier haben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auswärtigen Amts den ermordeten Journalisten des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ mit einer Schweigeminute gedacht.

Schweigeminute im Protokollhof des Auswärtigen Amts
Schweigeminute im Protokollhof des Auswärtigen Amts© photothek.net

Außenminister Frank-Walter Steinmeier nennt den Anschlag vom Mittwoch gegen das französische Magazin „Charlie Hebdo“ (07.01.) einen Akt der Barbarei und versichert seinem Amtskollegen Fabius die deutsche Solidarität. Im Auswärtigen Amt und in der Deutschen Botschaft in Paris wehen die Flaggen am Donnerstag (08.01.) auf halbmast.

Bei einem Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris wurden am Mittwoch (07.01.) 12 Menschen getötet, unter ihnen gezielt der Chefredakteur und vier weitere Journalisten. Weltweit gibt es Solidaritätsbekundungen - auch Deutschland stellt sich auf die Seite Frankreichs und der Meinungs- und Pressefreiheit.

Die Bundesregierung verurteilte den Anschlag auf das Schärfste: Bundespräsident Gauck, Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier drückten Frankreich gegenüber ihre Solidarität und ihr Entsetzen über die Grausamkeit des Verbrechens aus. Der Außenminister verurteilte die Attacke gegen „Vertreter einer freien und kritischen Presse“: „Es sei abscheulich und ein frontaler Angriff auf unsere europäischen Werte und die Freiheit unserer Gesellschaften“ erklärte er am Mittwoch.

Eintrag von AM Steinmeier in das Kondolenzbuch
Eintrag von AM Steinmeier in das Kondolenzbuch© photothek.net

Bundesregierung verurteilt Akt der Barbarei

In einem Telefonat am Mittwochnachmittag (07.01.) mit seinem französischen Amtskollegen Laurent Fabius habe Steinmeier versichert, dass Deutschland sich gemeinsam mit Frankreich „diesem Angriff auf Freiheit und Demokratie“ entgegenstellen werde.

Zudem lud Außenminister Steinmeier die Beschäftigten des Auswärtigen Amts am Donnerstagmittag (08.01.) zu einer Schweigeminute ein und betonte:

Fassungslos und entsetzt stehen wir hier nach den Ereignissen von Paris am gestrigen Tage. Der feige mörderische Anschlag auf die Redaktion von 'Charlie Hebdo' ist ein Akt grenzenloser Barberei. Wir trauern um die Toten. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir sind in Gedanken und mit dem Herzen bei ihnen.

Wir trauern mit Frankreich und dem französischen Volk und wir wissen gleichzeitig: Der Terroranschlag von Paris war ein brutaler Angriff auf die Werte unserer Demokratie. Er war ein Angriff auf Freiheit und Demokratie im Herzen des Landes, das Freiheit und Demokratie für Europa historisch errungen hat.

Im Anschluss ging es für den Außenminister in die französische Botschaft in Berlin, wo er sich in das Kondolenzbuch eintrug.

Staatstrauer in Frankreich - Flaggen am Auswärtigen Amt auf halbmast

Auch ordnete Außenminister Steinmeier an, die Flaggen des Auswärtigen Amts und der Deutschen Botschaft in Paris auf halbmast zu setzen - gemeinsam mit Frankreich, das heute einen Tag der Staatstrauer begeht. Der deutsche Außenminister fügte abschließend hinzu:

Als Freunde Frankreichs und als Freunde der Freiheit sagen wir: Wir sind 'Charlie Hebdo'. Nous sommes 'Charlie Hebdo'.

Beileidsbekundungen vor der französischen Botschaft
Beileidsbekundungen vor der französischen Botschaft© Photothek.net

Aber nicht nur im Auswärtigen Amt wird der Opfer des Anschlags gedacht: Auch die Berlinerinnen und Berliner zeigen ihre Solidarität und Trauer. Bereits am Mittwochabend (07.01.) kamen spontan mehrere Hundert Menschen am Brandenburger Tor zu einer Kundgebung vor der französischen Botschaft zusammen. Viele trugen ein kleines schwarzes Plakat mit sich, das nur die Aufschrift „Je suis Charlie“ ('Ich bin Charlie' - in Anlehnung an den Titel der Zeitschrift „Charlie Hebdo“) trug. Als Zeichen der gemeinsamen Trauer und des Gedenkens hinterließen sie vor der Botschaft Blumen und Kerzen.

Sich solidarisch zeigen, gemeinsam trauern und der Angst die Stirn bieten: Viele Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie Politikerinnen und Politiker in Deutschland äußern ihre Trauer und ihre Wut über die Gewalttat auch in den sozialen Netzwerken und sagen: #JeSuisCharlie.

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