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Heiko Maas ist neuer deutscher Außenminister

14.03.2018 - Artikel

Am Mittwoch, den 14. März, hat Heiko Maas das Amt des Bundesaußenministers von seinem Vorgänger Sigmar Gabriel übernommen. Beide warnten in ihren Reden davor, sich angesichts internationaler Krisen abschotten zu wollen.

Übergabe der Ernennungsurkunde durch Bundespräsident Steinmeier an Außenminister Maas im Schloss Bellevue.
Bundespräsident Steinmeier und Außenminister Maas bei der Ernennung© Thomas Trutschel/photothek.net

Mit Heiko Maas übernimmt der siebte deutsche Außenminister seit der Wiedervereinigung die Leitung des Auswärtigen Amts. Er gehörte bereits der letzten Bundesregierung in der Rolle des Bundesministers für Justiz und Verbraucherschutz an. In seiner Antrittsrede dankte er seinem Vorgänger Sigmar Gabriel insbesondere für dessen Engagement zur Freilassung Deniz Yücels und anderer politischer Gefangener in der Türkei.

Gabriel warnt vor Abschottung

Sigmar Gabriel hatte das Amt seit dem 27. Januar 2017 inne und wird künftig als Abgeordneter im Deutschen Bundestag vertreten sein. Im Rückblick auf seine Amtszeit hob Gabriel bei der Amtsübergabe die zahlreichen weltweiten Krisen hervor: „Die eigentliche Leistung der letzten Regierung ist es gewesen, das Schiff trotz hoher Wogen auf Kurs zu halten.“ Eindringlich warnte er Europa und den Westen vor dem Irrglauben, sich angesichts der Probleme in der Welt einigeln und abschotten zu können. Eine zentrale Erkenntnis nehme er aus seiner Amtszeit mit: „Nur eine einige und handlungsfähige EU kann uns auf die sichere Seite der internationalen Entwicklung bringen.“

Sigmar Gabriel verabschiedet sich im Weltsaal des Auswärtigen Amts
Sigmar Gabriel verabschiedet sich im Auswärtigen Amt© Thomas Imo/photothek.net

Wert der offenen Gesellschaft

Mit Blick auf die aktuelle Weltlage stellte der neue Außenminister Maas fest: „Es gibt einen Riss zwischen denen, die für Weltoffenheit eintreten, und denen, die zurück zu Abschottung und Nationalismus wollen.“ Dieser Riss werde auch die deutsche Außenpolitik der nächsten Jahre prägen. Dabei sei klar: „Die offene Gesellschaft ist noch immer die beste Basis für Frieden, Menschenrechte, Wohlstand und Entwicklung.“ Und dafür dürfe man die Auseinandersetzung auch dann nicht scheuen, wenn diese Grundwerte innerhalb der Europäischen Union in Frage gestellt würden. Direkt nach der Amtsübergabe machte sich Außenminister Maas auf den Weg zu seiner ersten Antrittsreise – für deutsche Außenminister traditionell in die französische Hauptstadt Paris.

Feierliche Zeremonie im Weltsaal

Antrittsrede des neuen Außenministers Heiko Maas im Weltsaal des Auswärtigen Amts
Antrittsrede des neuen Außenministers Heiko Maas© Thomas Imo/photothek.net

Die feierliche Zeremonie im Weltsaal des Auswärtigen Amts wurde eröffnet von Staatssekretär Walter J. Lindner. Er bedankte sich im Namen des ganzen Hauses bei Sigmar Gabriel, den er „einen der letzten Rock&Roller der deutschen Politik“ nannte. Seine Energie und sein Elan, die er 14 Monate lang in den Dienst der deutschen Außenpolitik gestellt hat, seien beeindruckend gewesen, so Lindner.

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