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X. Symposium 2005

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Im Fokus standen am 22. und 23.04.2005 die medizinische Bedeutung der Instrumente wie Internet, Epidemiologie und professionelles Katastrophenmanagement, die klassische Tropenmedizin wie auch neue Aspekte der letzten Jahre (Beispiel "Migranten-Medizin").

Stand: April 2005

Reisemedizin, Katastrophen und Pandemien: Das X. Symposium Reise- und Impfmedizin im Auswärtigen Amt widmet sich wieder der Internationalen Gesundheit in voller Breite. Im Fokus stehen die medizinische Bedeutung der Instrumente wie Internet, Epidemiologie und professionelles Katastrophenmanagement, die klassische Tropenmedizin wie auch neue Aspekte der letzten Jahre (Beispiel "Migranten-Medizin").

Diese Themen sind nicht nur in Bezug auf die Reisenden wichtig, vielmehr stehen – auch im Interesse der Reisenden - die örtliche Bevölkerung und das Basisgesundheitswesen mit seinen Möglichkeiten vor Ort im Mittelpunkt. So spannt sich der Bogen der Reisemedizin inzwischen weit in andere Fächer wie "Tropen-", aber auch "Ethno-Medizin" hinein, sowie in die angepasste Medizintechnik in Krankenhäusern armer Länder.

Denn nach wie vor gilt: Wer als Reisemediziner nicht die Verhältnisse vor Ort und an den großen Trampelpfaden der Welttouristik auch aus eigener Anschauung kennt, sollte rasch dem eigentlich globalen Anspruch der Reisemedizin näher kommen.

Das Symposium Reise- und Impfmedizin im Auswärtigen Amt ist inzwischen eine Traditionsveranstaltung des Gesundheitsdienstes im Auswärtigen Amt für Fachleute aus dem deutschsprachigen Raum. Das Wissen, die Erfahrung und die exklusiven Ortskenntnisse der Dozenten und der Ärzte und Ärztinnen des Auswärtigen Dienstes werden hier ausgetauscht, aktualisiert und kommuniziert. Als Fachkongress hat das Symposium die Aufmerksamkeit der Fachszene. Das Feld der Teilnehmer hat sich von anfänglich 50 Teilnehmer auf jetzt mehr als 1.200 Fachleute erweitert und hat damit die Kapazitätsgrenze erreicht.

Der Gesundheitsdienst des AA ist als arbeitsmedizinische Einheit für die Diplomaten und ihre Familien im Auswärtigen Amt gesetzlich verankert. Er setzt aber auch vielfältige Impulse und Effekte außerhalb des eigenen Betriebes. Dazu gehört die Bündelung der deutschen Reisemedizin. Sie nutzt neben dem einzelnen Reisenden auch z.B. der deutschen Exportwirtschaft. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes ist die einzige fachkundige Evaluierungseinheit für Medizin-Ausland an einer Obersten Bundesbehörde. Er hilft, wenn möglich, vor Ort über die Regionalärztinnen und Regionalärzte, die Qualität der Versorgung, den Sinn einer Projektarbeit oder die humanitäre Hilfe in der Peripherie durch Qualitätskontrolle und Beratung oder aktive Intervention mit abzusichern.

Das Programm kann auch 2005 nicht erschöpfend sein, ist aber so breit und mit so viel Tiefgang wie möglich angelegt. Wir freuen uns über alle Fachleute, die dies nutzen und die mit uns zusammen das Symposium in seiner zweiten Dekade weiter zu dem zentralen deutschen Kongress für Internationale Medizin entwickeln wollen. Die Anmeldung kann - wie im Programm angegeben - erfolgen über www.rg-web.de. Bitte beachten Sie auch die übrigen sicherheitsrelevanten Hinweise zur Ausweiskontrolle und den Verzicht auf Handgepäck, um eigene Probleme zu vermeiden.

Dr. med. Gunther von Laer

Leitender Medizinaldirektor Auswärtiges Amt, Gesundheitsdienst

Die Beiträge der Konferenzteilnehmer finden Sie rechts zum Download.

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