Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

VIII. Symposium Reise- und Impfmedizin 2003

Artikel

„Bioterror und Pocken - Prophylaxe, Klinik, Therapie“ lautete neben aktuellen Fragen der Reisemedizin das Thema des VIII. Symposiums, das am 16. und 17. Mai 2003 stattfand.

Stand: Mai 2003

Was ist neu in der Reisemedizin im Jahr 2003?

Sicher einige fachliche Punkte, einige Problemlösungen und viele zusätzliche Aufgaben bei schwindenden Möglichkeiten. Mit Sicherheit alt sind dagegen grundsätzliche Probleme, die als sensationell gelten, ohne neu zu sein: So gibt es Biowaffen schon seit Jahrhunderten, dramatische Unfallgefahren - auch „Großschadensereignisse“ – sind stete Begleiter der Menschheit; und Seuchen draußen zu halten, das haben die Alten uns schon vor Jahrhunderten zunehmend effektiv vorgemacht.

So gilt es, auch unser versandetes Wissen zu den alten Gefahren sachlich wieder aufzufrischen. Dazu bringt uns allein schon das öffentliche Interesse. Zusätzlich aber sind wir „Scouts“ für unsere Klienten, Kundschafter in Sachen „Prävention“: Wir Reise- und Tropenmediziner müssen offensiv die Gefahrenquellen geradezu suchen. Die daran anschließende Querschnittsaufgabe, wirksame Vermeidungsstrategien zu vermitteln und wirksam werden zu lassen, macht diese Tätigkeit so hocheffizient, so befriedigend und so kostengünstig. Das dazu notwendige transkulturelle Verständnis für den Umgang mit den Fremden nutzen wir Ärzte selber in der täglichen Routine. Der Durchschnittsreisende aber sieht sich oft ohne Vorbereitung und “last minute„ binnen Stunden vom heimischen Herd in eine exotische Welt versetzt, mit der er so nicht gerechnet hat: Er kann es nicht fassen, macht Fehler und wird - manchmal - krank.

Die deutsche Tropenmedizin hat im wesentlichen drei Säulen, die alle aus der Kolonialmedizin hervorgegangen sind: die Tropenmedizin der Militärs, die wissenschaftliche und klinische Tropenmedizin mit dem historischen Hamburger Tropeninstitut und den regionalen Tropeninstituten und die zivile Tropen- und Reisemedizin mit dem Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts. Die frühe globale Orientierung des Fachgebietes zahlt sich heute aus: Während andere Fachleute noch „im web stochern“ und sich auf ungeprüfte und unüberprüfbare Fremdinformationen stützen müssen, haben wir alle ja täglich internationalen Austausch mit uns bekannten (!) Fachkollegen in aller Welt, deren seriöses Urteil für uns persönliche Autorität hat.

Ein kleines Beispiel für solch ein hierarchisch optimiertes Netzwerk haben wir im Gesundheitsdienst mit den Regionalärzten des Auswärtigen Amts verwirklicht. Über ihre Arbeit wird berichtet, sie sind im Saal.

Ich freue mich - wie immer - auf Ihre lebhafte auch kritische Teilnahme an unserem Symposium

Dr. med. Gunther von Laer

Die Beiträge der Konferenzteilnehmer finden Sie rechts zum Download.

Weitere Informationen

nach oben