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Reisewarnungen anlässlich der COVID-19-Pandemie

Grafik: Reise- und Sicherheitshinweisen anlässlich von Covid-19

Grafik zu Reisewarnungen und Reise- und Sicherheitshinweisen anlässlich Covid-19, © colourbox.de

11.06.2021 - Artikel

Aufgrund der COVID-19-Pandemie wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in eine Vielzahl an Ländern derzeit gewarnt. Seit dem 1. Oktober 2020 gelten dabei wieder länderspezifische Reise- und Sicherheitshinweise.

Länderspezifische COVID-19-bedingte Reisewarnungen

Seit dem 1. Oktober 2020 gelten wieder umfassend differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise bzw. Reisewarnungen für einzelne Länder. Sie lösen damit die pauschale Reisewarnung für außereuropäische Länder ab, die bis zum 30. September bestand.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder hatten mehrfach und zuletzt am 22. März 2021 alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, jeden nicht notwendigen Kontakt zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben.
Auch alle nicht zwingend erforderlichen beruflichen und privaten Reisen, insbesondere touristische Reisen auch ins Ausland sollten vermieden werden.

Als Grundregel für die Reisewarnung gilt dabei im Hinblick auf COVID-19:

  • Eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen gilt grundsätzlich weiterhin für alle Länder, die von der Bundesregierung als Risikogebiet (Virusvarianten-, Hochinzidenz- oder „einfaches“ Risikogebiet) eingestuft sind.
  • Für Länder, die die nicht als Risikogebiet eingestuft sind, in denen die Einreise aber nur eingeschränkt möglich ist, eine Quarantäne nach Einreise vorgesehen ist oder die in einer Gesamtschau keinen uneingeschränkten Reiseverkehr zulassen, wird von nicht notwendigen, touristischen Reisen abgeraten.
  • Gleiches gilt entsprechend für Länder, bei denen sowohl das Infektionsgeschehen gering ist als auch uneingeschränkte Reisemöglichkeiten bestehen und keine sonstigen Gründe dagegensprechen, wird die Reisewarnung aufgehoben und zu besonderer Vorsicht geraten.

Änderungen ab 1. Juli 2021

Die Verbesserung der epidemiologischen Lage in Deutschland und weiten Teilen Europas, die voranschreitenden Impfungen und die Einführung des Digital COVID-Certificates (DCC) zum 1. Juli 2021 erleichtern Reisen. Daher werden auch die Reisewarnungen ab dem 1. Juli angepasst.

Ab dem 1. Juli 2021 gelten folgende Änderungen:

  • Eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen gilt grundsätzlich für Länder, die von der Bundesregierung als Hochinzidenzgebiet oder als Virusvariantengebiet eingestuft sind.
  • Für Länder, die zwar als Risikogebiet – aber weder als Hochinzidenz noch als Virusvariantengebiet – eingestuft sind, wird von nicht notwendigen, touristischen Reisen abgeraten, sofern nicht eine sicherheitsrelevante strengere Empfehlung gilt.
  • Für Länder mit erheblichen Einschränkungen im Reiseverkehr und in der Bewegungsfreiheit wird auch ohne Einstufung als Risikogebiet von nicht notwendigen Reisen abgeraten.
  • Für EU-Länder/Regionen, für Schengen-assozierte Länder/Regionen (Schweiz, Norwegen, Liechtenstein, Island) sowie für Drittstaaten ohne Reisebeschränkungen wird zu besonderer Vorsicht geraten – soweit diese nicht als Risikogebiet eingestuft sind oder eine sicherheitsrelevante strengere Empfehlung gilt.

Mehr zur Reisewarnung und deren Bedeutung finden Sie in unseren FAQ.

COVID-19-Hinweise für Reisende

Eine ausführliche Liste mit Hinweisen zu COVID-19 finden Sie hier. Reisende während der Pandemie sollten insbesondere folgende Punkte beachten:

  • Die Bundesregierung prüft fortlaufend, inwieweit Länder oder Gebiete als Risikogebiete einzustufen sind. Daher kann es auch zu kurzfristigen Änderungen, insbesondere zu einer Erweiterung dieser Liste kommen.
  • Planen Sie entsprechend vorausschauend und seien Sie bei allen Reisen in das Ausland weiterhin besonders vorsichtig. Eine neuerliche Rückholaktion wird es nicht geben.
  • Erkundigen Sie sich über COVID-19-Maßnahmen sowohl für Ihr Transportmittel als auch an Ihrem Reiseziel z.B. über Re-open EU.
  • Entscheiden Sie sich für umbuchbare und stornierbare Reisen und lassen Sie sich Flugverbindungen und Beförderungsbedingungen vor Reiseantritt von Ihrem Beförderungsunternehmen bestätigen.
  • Halten Sie sich über die epidemiologische Entwicklung in Ihrem Reiseland informiert, z.B. über das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).
  • Überprüfen Sie die Gültigkeit und den Leistungsumfang Ihres Reisekrankenversicherungsschutzes und erweitern Sie diesen gegebenenfalls.
  • Achten Sie auf einen ausreichenden Vorrat an notwendigen Medikamenten auch für den Fall eines verlängerten Aufenthalts im Ausland wie einer angeordneten Quarantäne.
  • Beachten Sie unsere ausführlichen COVID-19-Hinweise für Reisen, die Informationen im medizinischen Merkblatt COVID-19 sowie auf den Seiten der WHO, des RKI sowie der BZgA einschließlich der dortigen Hinweise zu weltweiten Pandemielage.
  • Beachten Sie bei Rückkehr nach Deutschland die geltenden Anmelde- Nachweis- und Quarantänepflichten unter unseren Informationen zu Einreisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen. Ausführliche Fragen und Antworten zu Einreisen aus Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten bietet das Bundesministerium für Gesundheit.

Bedeutung der Reisewarnung für Reisende

Bei einer Reisewarnung handelt es sich um einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, entsprechende Reisen nicht zu unternehmen. Die Reisewarnung ist kein Reiseverbot. Reisende entscheiden in eigener Verantwortung, ob sie eine Reise antreten.

Das Bestehen einer Reisewarnung kann jedoch mittelbar rechtliche Auswirkungen haben, beispielsweise für die Gültigkeit einer Reisekrankenversicherung. Hierzu sollten sich Reisende mit ihrem Versicherungsdienstleister in Verbindung setzen.

Auch wenn für ein Land keine Reisewarnung besteht, sollten sich Reisende stets über die Reise- und Sicherheitshinweise informieren. Diese enthalten auch wichtige Informationen zu Einreisebeschränkungen, Quarantänevorschriften für Einreisende und weitere Einschränkungen.

Die Infektionslage in einem Land kann sich auch schnell ändern. Reisende sollten sich daher auch während einer Reise informiert halten.

Aussprache und Rücknahme der Reisewarnung

Die Warnung vor nicht notwendigen und touristischen Reisen aufgrund von COVID-19 hängt stark mit der Einstufung eines Landes als Risikogebiet zusammen. Überschreitet ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten 7 Tagen, kann eine Einstufung als Risikogebiet erfolgen und in der Folge auch eine Reisewarnung ausgesprochen werden. Umgekehrt hängt die Aufhebung der Reisewarnung von einer Besserung der Infektionslage ab. Dabei kommt es nicht auf Momentaufnahmen an, sondern auf einen stabilen Trend in den Zahlen.

Neben den Zahlen spielen bei der Einstufung auch weitere Kriterien eine Rolle. Hierzu gehören  zum Beispiel die Art des Ausbruchs (lokal begrenzt oder flächendeckend), die Testkapazitäten, die Anzahl der durchgeführten Tests pro Einwohner, die Rate der positiv Getesteten sowie in den Staaten ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens (Hygienebestimmungen, Kontaktnachverfolgung etc.). Reisende sollten sich auch bei den Behörden ihres Bundeslandes über mögliche Quarantänevorschriften bei Rückkehr informieren. Eine Liste der zuständigen Landesbehörden finden Betroffene hier.

Hinweise anlässlich von COVID-19

Quarantäne und Test-/Nachweispflicht bei Einreise aus Risikogebieten

Mit der neuen Einreiseverordnung wurden einheitliche Regelungen zu Anmelde-, Quarantäne- und Test-/Nachweispflicht getroffen. 

Grundsätzlich ist bei einem Aufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland eine Registrierung unter www.einreiseanmeldung.de vorzunehmen.

Bei einem Voraufenthalt in einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiete oder bei Einreise auf dem Luftweg ist außerdem ein Nachweis über ein negatives COVID-19-Testergebnis, eine vollständige COVID-19-Impfung oder eine Genesung von einer COVID-19-Infektion erforderlich. Bei einem Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet ist immer zwingend ein negatives COVID-19-Testergebnis erforderlich.

Nach einem Voraufenthalt in einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiet ist grundsätzlich eine Quarantäne von 10 Tagen einzuhalten, die unter gewissen Voraussetzungen verkürzt werden kann. Nach einem Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet beträgt die Quarantäne 14 Tage und kann nicht verkürzt werden.

Weitergehende Informationen dazu finden Sie hier und auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums. 

Quarantänemaßnahmen im Ausland und Rückreisen

Reisende sollten Fragen der Rückreise gegebenenfalls direkt mit ihrem Reiseveranstalter besprechen. Auch stehen die deutschen Auslandsvertretungen bereit, um Reisende im Einzelfall zu unterstützen, wo dies erforderlich und möglich ist.

Wenn eine Infektion festgestellt wird, entscheiden die Behörden des jeweiligen Landes, welche Maßnahmen ergriffen werden. Die Behörden können dabei wie auch in Deutschland Quarantänemaßnahmen anordnen. Diese gelten auch für Reisende und müssen befolgt werden. Eine Rückreise ist während dieser Zeit in der Regel nicht möglich.

Die Art der Maßnahmen richtet sich dabei an den jeweiligen Umständen und Entwicklungen im Einzelfall aus. Reisende sollten daher die Reise- und Sicherheitshinweise beachten und sich auch während ihres Aufenthaltes im Ausland informiert halten - zum Beispiel über die Sicher Reisen-App oder über die Newsletter auf dieser Webseite.

Bei der Einreise aus Risikogebieten, Gebieten mit besonders hohen Fallzahlen (Hochinzidenzgebieten) und Gebieten, in denen sich Mutationen des Coronavirus verstärkt verbreiten (Virusvariantengebieten) müssen Einreisen vorab angemeldet , Test- und Nachweispflichten beachtet, sowie eine Quarantäne nach der Einreise eingehalten werden. Einen Überblick über die Regelungen finden Sie hier.

Gesundheitliche Prävention und Behandlung

Auch im Ausland sollten Reisende die Präventionsmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, die Nies- und Hustenetikette beachten. Empfehlungen, um eine mögliche Infektion zu vermeiden finden Reisende unter anderem in dem Merkblatt zum Coronavirus, beim Robert Koch-Institut oder der Weltgesundheitsorganisation sowie unter www.infektionsschutz.de.

Sollten Reisende Erkrankungssymptome habe, sollten Sie auch im Ausland telefonisch einen Arzt oder medizinische Einrichtung kontaktieren. Hierbei können unter anderem auch Reisebegleiter, das Reiseunternehmen oder das Hotel behilflich sein.

Wann kann eine Pauschalreise kostenfrei storniert werden?

Gemäß den gesetzlichen Regelungen können Kunden eine Pauschalreise kostenfrei stornieren, wenn am Urlaubsort oder in dessen unmittelbarer Nähe „unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände“ auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Zielort erheblich beeinträchtigen.

Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist dafür ein mögliches Indiz, aber nicht zwingend notwendig. Auch ohne Reisewarnung können die Voraussetzungen für eine kostenfreie Stornierung gegeben sein.

Wer eine Reise nicht antreten möchte, sollte sein Reisebüro bzw. seinen Reiseveranstalter kontaktieren. Neben Alternativen wie Umbuchungen lässt sich so auch die Möglichkeit einer kostenfreien Stornierung auf Kulanzbasis besprechen.

Ausführliche Informationen zu Reiserücktritten finden Sie hier und auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Wo finde ich weitere Informationen?

Neue Einreiseverordnung (Quarantäne, Test-/Nachweispflicht)

Häufige Fragen zur weltweiten Reisewarnung

Pressemitteilung zur Verlängerung der Reisewarnung bis zum 31.08.

Häufige Fragen zur Einreise aus Risikogebieten

www.zusammengegencorona.de

Reise- und Sicherheitshinweise

Merkblatt zum Coronavirus

Übersicht über die Informationsangebote der Bundesregierung

Informationen des Bundesgesundheitsministeriums

Informationen des Bundesinnenministeriums

www.infektionsschutz.de

Robert Koch-Institut

Weltgesundheitsorganisation

Deutsche Botschaften und Konsulate im Ausland

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