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Indien

Beziehungen zwischen Indien und Deutschland

Stand: Mai 2015

Politische Beziehungen

Indien beendete nach dem Zweiten Weltkrieg als erster Staat den Kriegszustand mit Deutschland und zählte zu den ersten Staaten, die die Bundesrepublik Deutschland diplomatisch anerkannten. Die deutsche Wiedervereinigung wurde von Indien mit Sympathie und Unterstützung begleitet. Indien sieht im vereinten Deutschland einen wichtigen Partner auf der Suche nach seiner neuen weltpolitischen und regionalen Rolle.

Der anhaltende beiderseitige Besucheraustausch gibt den Beziehungen starke Impulse. Vom 4. bis 9. Februar 2014 stattete Bundespräsident Gauck Indien einen Staatsbesuch ab. Premierminister Modi stattete Deutschland vom 12. bis 14. April 2015 einen offiziellen Besuch anlässlich der Hannover Messe mit Indien als Partnerland ab. Er traf dabei u.a. mit der Bundeskanzlerin, dem Vizekanzler und Minister und Wirtschaft und Energie Gabriel und Außenminister Steinmeier zusammen. Diese Besuche stehen in einer langen Reihe hochrangiger Begegnungen seit der Reise des ersten indischen Premierministers Jawaharlal Nehru 1956 nach Deutschland.

Die vom deutschen und vom indischen Außenminister unterzeichnete "Agenda für die Deutsch-Indische Partnerschaft im 21. Jahrhundert" vom Mai 2000 (seitdem durch gemeinsame Erklärungen fortgeschrieben) beschreibt Felder für die weitere Vertiefung der bilateralen Beziehungen. Diese Partnerschaft sieht neben der engeren politischen Abstimmung – regional wie global, z. B. zu Afghanistan, Iran, Abrüstung, Terrorismusbekämpfung, Klimaschutz und Reform der Vereinten Nationen - einen deutlichen Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Energie, Wissenschaft und Technologie sowie Verteidigung vor.

Im Mai 2011 hielten Bundeskanzlerin Merkel und der damalige Premierminister Singh in New Delhi die ersten Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen ab. Die Bundeskanzlerin wurde von sieben Ministern und Staatsministern begleitet. Indien ist – abgesehen von Israel – der erste außereuropäische Staat, mit dem diese Form der engen partnerschaftlichen Zusammenarbeit praktiziert wird. Die nächsten bilateralen Regierungskonsultationen sind für das zweite Halbjahr 2015 vorgesehen.


Wirtschaft

Deutschland ist Indiens wichtigster Handelspartner innerhalb der EU und (in absoluten Zahlen) viertwichtigster Handelspartner im weltweiten Vergleich. Seit Beginn der indischen Reformpolitik 1991 hat das bilaterale Handelsvolumen rasant zugenommen. Aufgrund der Wachstumsschwäche der indischen Wirtschaft war der bilaterale Handel in den letzten Jahren allerdings leicht rückläufig. So schrumpfte das bilaterale Handelsvolumen 2013/2014 im Vergleich zum Vorjahr um 7,5% auf 16,1 Mrd. €.

Im ersten Quartal 2014 sank das bilaterale Handelsvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,8%. Deutsche Ausfuhren sanken um 11,4%, während Einfuhren aus Indien um 1,8% stiegen.

In der Rangfolge der deutschen Handelspartner steht Indien auf Platz 24, bei Ein- und Ausfuhren auf Platz 25. Umgekehrt steht Deutschland in Indien als Lieferant an 9. Stelle und als Abnehmer indischer Waren an 8. Stelle. Der Anteil der deutsch-indischen Handelsbeziehungen am deutschen Gesamthandelsvolumen beträgt jedoch  weniger als 1%. Der nach wie vor bestehende deutsche Handelsüberschuss von rund 3,4 Mrd. € (2012/13) basiert auf hoher indischer Nachfrage insbesondere nach deutschen Investitionsgütern (Maschinen, die etwa ein Drittel am Gesamtexport nach Indien ausmachen, sowie Elektrotechnologie, Metallwaren, Chemie, Automobile und Automobilteile).

Der Schwerpunkt indischer Exporte nach Deutschland liegt im Textilbereich, gefolgt von chemischen Erzeugnissen, Elektrotechnologie, Metallwaren, Leder und Nahrungsmitteln.

Zu den wichtigsten deutsch-indischen Wirtschaftsabkommen zählen:

  • Sozialversicherungsabkommen von 2009;
  • Doppelbesteuerungsabkommen, am 19.12.1996 in Kraft getreten;
  • Investitionsschutzabkommen, im Juli 1998 in Kraft getreten;
  • Handelsabkommen vom 31.03.1955;
  • Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung von 1971 und 1974.

Die Bedeutung der Wirtschaftsbeziehungen zu Indien wurde in den letzten Jahren durch hochrangige Besuche auf politischer Ebene unterstrichen. Bundesaußenminister Steinmeier wurde bei seinem Indien-Besuch im September 2014 von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet, Bundesfinanzminister Schäuble war im Januar 2015 zu Gesprächen in Delhi. Im April 2015 war Indien Partnerland der Hannover Messe. Die Messe wurde von Premierminister Modi und Bundeskanzlerin Merkel eröffnet.


Deutsche Direktinvestitionen

Deutschland zählt seit Jahrzehnten zu den 10 wichtigsten ausländischen Direktinvestoren in Indien und liegt dabei derzeit mit einer Höhe von über 6 Mrd. US-Dollar seit April 2000 u.a. nach Mauritius, Singapur, Großbritannien, Japan, den USA, Niederlanden und Zypern auf Platz 8. Schwerpunktbereiche der Investitionen waren die Verkehrs-, Elektro- und Metallbranche. Über die letzten Jahre führte der Dienstleistungssektor mit einem ca. 26-prozentigen Anteil (insbesondere Versicherungen), gefolgt von der Bauwirtschaft und der Automobilindustrie. Die neuen Direktinvestitionen im Finanzjahr 2013/14 aus Deutschland betrugen rund 1 Mrd. US-Dollar (im Vorjahr: 860 Mio. US-Dollar). Diese Zahl steht für unmittelbare Geldflüsse. Sie umfasst keine indirekten Investitionen und entspricht damit bei weitem nicht dem tatsächlichen Engagement deutscher Firmen.


Entwicklungszusammenarbeit

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit Deutschlands mit Indien ist ein wichtiger Bestandteil der bilateralen Beziehungen. Indien ist ein Land extremer wirtschaftlicher und sozialer Gegensätze. Ein Drittel der indischen Bevölkerung lebt immer noch in tiefer Armut: Nach Weltbankdefinition haben 32,7% der Bevölkerung rund 1,25 US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Die rasante wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte, verbunden mit Industrialisierung und Urbanisierung, führt zudem zu gravierenden Umweltschäden, Indien ist inzwischen weltweit drittgrößter Emittent klimaschädlicher Gase.

In ihrem Bemühen, die Leistungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) möglichst effizient gestalten, konzentriert sich die Arbeit der Bundesregierung in Absprache mit der indischen Regierung auf die folgenden Sektoren:

  • Energie: Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Zugang zu Energie zur Armutsminderung
  • Umwelt- und Ressourcenschutz: Anpassung an den Klimawandel, Biodiversität, industrieller und städtischer Umweltschutz
  • nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung: Soziale Sicherungssysteme, (ländliche) Finanzsystementwicklung,  Beschäftigungsförderung

Deutschlands Ansatz einer innovativen Entwicklungszusammenarbeit liegt vor allem darin, in Deutschland bewährte Konzepte und Strategien aufzuzeigen und anzubieten sowie zu einem erweiterten Verständnis zum Schutz von Umwelt, Klima und Stabilität beizutragen.

Maßnahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit werden im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (Entwicklungsbank der KfW-Gruppe) durchgeführt. Daneben fördert das BMZ Vorhaben der zivilgesellschaftlichen Kräfte wie politische Stiftungen, Kirchen und  private Träger. Unterstützt wird auch die Kooperation  mit der Wirtschaft, hervorzuheben sind die in 2009 eingeführten Entwicklungspartnerschaften, 'Private Public Partnerships' (PPP), zwischen privaten Unternehmen und staatlichen Entwicklungsakteuren.

Der entwicklungspolitische Dialog wird auf Regierungsebene im Rahmen der jährlichen entwicklungspolitischen Regierungskonsultationen und Regierungsverhandlungen geführt. 2014 wurde mit Neuzusagen von rund 1,2 Mrd. EUR ein neuer Höchststand in der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit erreicht.


Bildung und Kultur

In Indien gibt es sechs Goethe-Institute (GI), die unter dem Namen "Max Mueller Bhavan“ – benannt nach dem deutschen Indologen Max Müller (1823 – 1900) - arbeiten. Die Institute leisten Programm-, Sprach- und Informationsarbeit in New Delhi, Kalkutta, Chennai, Bangalore, Mumbai und Pune. Das Institutsnetzwerk wird ergänzt durch fünf Goethe-Zentren in Ahmedabad, Chandigarh, Coimbatore, Hyderabad und Trivandrum. Neben der Veranstaltung und Organisation von Kulturprogrammen bildet die Spracharbeit einen wichtigen Schwerpunkt. Derzeit nehmen jährlich etwa 15.000 Personen an Deutschkursen der Goethe-Institute und -Zentren in Indien teil. Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) konnten das Goethe-Institut und die Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA) in Indien 56 Schulen gewinnen, an denen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird. Die Zahl der Deutschschüler an diesen Schulen liegt bei ca. 14.200. Mit der landesweit tätigen Schulkette Kendriya Vidyalaya Sangathan arbeitet das GI eng zusammen, um die Einführung von Deutsch als Unterrichtsfach an den über 1.000 Schulen der Kette zu unterstützen. An rund 500 Schulen wird Deutsch bereits unterrichtet, 78.500 Schüler/innen nehmen daran teil.

Um der Nachfrage nach Deutschunterricht in Indien gerecht zu werden, arbeiten die deutsche und die indische Seite an der Einführung einer universitären Deutschlehrerausbildung (Bachelor of Education).

Die Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in New Delhi fördert die bilaterale Hochschul- und Forschungskooperation und bietet Stipendienprogramme und Studienberatung an. Dazu gehören alle regulären Förderprogramme sowie eine Reihe von indienspezifischen, zum Teil ko-finanzierten Sonderprogrammen. Im Wintersemester 2013/14 waren rund 9.600 indische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Das entspricht einer Steigerung um fast 28% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl deutscher Studenten an indischen Hochschuleinrichtungen wird auf etwa 1.000 geschätzt.

Momentan sind 5 Lektoren (4 Deutschlektoren, 1 Fachlektor) und 5 DaF (Deutsch als Fremdsprache)-Sprachassistenten in Indien tätig.

Das Südasien-Institut der Universität Heidelberg ist seit 1962 mit einer Außenstelle in New Delhi vertreten und hat eine wichtige Brückenfunktion für Indologen deutscher und indischer Forschungsinstitutionen.

Es gibt in New Delhi eine bis zum Abschluss der 12. Klasse (Deutsche Internationale Abiturprüfung - DIAP) führende anerkannte Deutsche Auslandsschule.

Die deutschen Auslandsvertretungen in Indien tragen im Rahmen des Programmes für Kulturerhalt zur Restauration indischer Kulturgüter bei. In den letzten Jahren wurden Arbeiten am Mughal Grabmal Chausath Khamba in New Delhi und am Avalokitesvara Tempel in Ladakh sowie die Restaurierung des Schwarzen Pavillons im Mogulgarten Shalimar Bagh in Srinagar gefördert.


Wissenschaft und Technologie

Die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit mit Indien reicht bis Ende der fünfziger Jahre zurück und gründet unter Anderem auf zwei Regierungsabkommen von 1971 und 1974. Die indische Wissenschaft genießt in Deutschland einen sehr guten Ruf (vor allem Raumfahrt, IT und Biotechnologie) und umgekehrt. Seit den neunziger Jahren finden regelmäßig Treffen auf Staatssekretärsebene statt, bei denen wichtige Projekte und Prioritäten der Zusammenarbeit besprochen werden. Die letzte Sitzung fand im November 2014 in New Delhi statt. Weiterhin wurde im November 2014 die erste Sitzung der Arbeitsgruppe im Bereich „Higher Education“ organisiert.

Im Oktober 2012 wurde in New Delhi das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) eingeweiht. Die Zusammenführung deutscher Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen unter einem Dach soll indischen und deutschen Wissenschaftlern und Studierenden den Aufbau von Kontakten erleichtern und die Sichtbarkeit Deutschlands als Wissenschafts- und Forschungsstandort erhöhen. Die Entscheidung des Auswärtigen Amts, in Delhi eines von sechs Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäusern/-zentren (DWIH/DWZ) weltweit einzurichten, unterstreicht den hohen Stellenwert, der Indien als Partner für Wissenschaft und Forschung beigemessen wird. Mit seinen 15 Konsortialmitgliedern ist das DWIH in New Delhi das größte der sechs Häuser.

Die Bedeutung Indiens als Partner bei der Zusammenarbeit im Wissenschaftsbereich zeigt sich auch bei hochrangigen Besuchen. Neun der elf bilateralen Vereinbarungen, die bei  den ersten deutsch-indischen Regierungskonsultationen im Mai 2011 geschlossen wurden, stammten aus den Bereichen Bildung und Forschung. Im Mittelpunkt standen bilaterale Forschungskooperationen in Biotechnologie, Umwelt und Materialwissenschaften sowie Berufsbildung. Anlässlich der 2. Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen am 11. April 2013 wurden eine Absichtserklärung zum Aufbau strategischer Hochschulpartnerschaften sowie Vereinbarungen zwischen einzelnen Universitäten und Forschungsinstituten unterzeichnet.

Mit Indien unterhält Deutschland sein weltweit einziges bilaterales Forschungsförderzentrum. Dieses „Indo-German Science and Technology Center“ (IGSTC) in Gurgaon wird von 2008 bis 2017 von Deutschland und Indien zu gleichen Teilen mit jährlich je 2 Mio. € finanziert. Es fördert bilaterale, anwendungsorientierte Forschungsprojekte unter Einbeziehung von Unternehmen auf beiden Seiten.

Indien ist an mehreren Großforschungseinrichtungen in Deutschland maßgeblich beteiligt. Der indische Beitrag zum multinationalen Teilchenbeschleuniger FAIR in Darmstadt beträgt rund 30 Mio. €. Auch in Nutzungsrechte des Teilchenbeschleunigers DESY in Hamburg hat Indien erheblich investiert.

Für Indien ist Deutschland weltweit der zweitwichtigste Forschungspartner hinter den USA. Das zeigt die große Zahl gemeinsamer deutsch-indischer wissenschaftlicher Publikationen.

In Deutschland bilden über 1.000 indische Doktoranden die zweitgrößte Gruppe ausländischer Promotionsstudenten hinter China. Um den akademischen Austausch zwischen Deutschland und Indien weiter zu vertiefen, legte die damalige Bundesbildungsministerin Schavan bei ihrem Indienbesuch 2008 das Stipendienprogramm „A New Passage to India“ auf. Das jährlich mit 4,3 Mio. € unterlegte Programm wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) umgesetzt und zielt insbesondere darauf ab, die Indienkompetenz deutscher Nachwuchswissenschaftler zu stärken.

Die Zusammenarbeit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) mit Indien entwickelt sich auf Grundlage eines Abkommens mit dem indischen Forschungsministerium sehr dynamisch: Im Jahr 2013 nahmen über 730 indische Wissenschaftler an Forschungsaufenthalten an Max-Planck-Instituten teil, ein Anstieg um 40% in den vergangenen sieben Jahren. An den Doktorandenprogrammen, den International Max Planck Research Schools, stellte Indien im Jahr 2011 mit 120 Teilnehmern die größte ausländische Gruppe. Die MPG unterhält zwei deutsch-indische Forschungszentren: Das Indo-German Max Planck Centre for Computer Science (IMPECS) am Indian Institute of Technology in New Delhi und das Indo-German Max Planck Center on Lipid Research am National Center of Biological Sciences in Bangalore.

Bei der Alexander-von-Humboldt-Stiftung nimmt Indien im Rahmen der Stipendienprogramme und Preisvergaben an ausländische Forscher nach den USA, China, Großbritannien, Italien, und Frankreich einen prominenten Platz ein.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist seit 2006 mit Büros in Neu-Delhi und Hyderabad vertreten. Im Rahmen der Forschungszusammenarbeit zwischen DFG und der Indian National Science Academy (INSA) hielten sich bis dato etwa 490 indische Wissenschaftler in Deutschland auf.

Im November 2012 hat das Fraunhofer Institut eine permanente Repräsentanz in Bangalore eröffnet.


Umwelt

Indien steht vor massiven Herausforderungen hinsichtlich des städtischen und industriellen Umweltschutzes. Der langfristige und nachhaltige Schutz der Böden, des Wassers und der Luft sowie der Erhalt der Artenvielfalt sind Fragen von globaler Bedeutung. Indien und Deutschland arbeiten gemeinsam daran, international vereinbarte Umweltziele zu erreichen.

Angesichts der drängenden Herausforderungen im Umweltbereich setzt Deutschland auf einen verstärkten politischen Dialog mit Indien. Vom 28.-29. Januar 2015 fand das 2. Deutsch-Indische Umweltforum in New Delhi statt. Es wurde von Bundesumweltministerin Dr. Hendricks und ihrem indischen Amtskollegen eröffnet.

Die Bereiche Umwelt- und Klimaschutz sind traditionell Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit. Im Mittelpunkt der Klimaschutzmaßnahmen stehen dabei Vorhaben zur Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Die Zusammenarbeit im Bereich des Umweltschutzes beinhaltet z.B. Maßnahmen im Bereich der Abfall- und Abwasserentsorgung in Ballungsräumen.

Im Rahmen der 2008 von der Bundesregierung ins Leben gerufenen, internationalen Klimaschutzinitiative werden Projekte in Indien gefördert. Diese beschäftigen sich ebenfalls mit erneuerbaren Energien und biologischer Vielfalt. Die Mittel hierfür stammen aus der Versteigerung von Emissionszertifikaten in Deutschland.

Als erstes großes Schwellenland trat Indien im März 2009 der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) bei. Ergänzend zur IRENA-Mitgliedschaft ist Indien Gründungsmitglied des im Juni 2013 in Berlin gegründeten „Clubs der Energiewendestaaten“.


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