Hauptinhalt

Philippinen

Außenpolitik

Stand: November 2016

Grundlinien der Außenpolitik

Staatspräsident Rodrigo Duterte hat sich eine unabhängige Außenpolitik zum Ziel gesetzt. Die traditionell enge Partnerschaft zu den USA soll gelockert, die Beziehungen zu China und zu Russland sollen verbessert werden. Nach wie vor große Bedeutung hat für die Philippinen die regionale Zusammenarbeit im Rahmen der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN), deren Präsidentschaft sie im kommenden Jahr turnusgemäß übernehmen werden. 2017 ist zudem der 40. Jahrestag der Aufnahme  der Beziehungen zwischen der EU bzw. ihrer Vorgängerinstitutionen und ASEAN.

Der Handel mit der Gruppe der ASEAN-Mitgliedsstaaten lag neben China, USA und Japan an der Spitze der Handelspartner der Philippinen. Wichtige Foren für die philippinische Außenpolitik im Rahmen von ASEAN sind neben den ASEAN-Gipfeltreffen das mit sicherheitspolitischen Fragen befasste ASEAN Regional Forum (ARF, seit 1994) und, über die südostasiatische Region hinausgehend, die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftskooperation (APEC). Die Philippinen waren der Gastgeber für den jährlichen Gipfel der APEC im November 2015 in Manila.


Beziehungen zu den USA

Die USA sind der wichtigste Verbündete und nach China der zweitwichtigste Handelspartner der Philippinen. Das enge Verhältnis gründet auf gemeinsamer Geschichte (Kolonialzeit von 1898 bis 1945, Zweiter Weltkrieg), der Zahl von etwa 2 Millionen Menschen mit philippinischen Wurzeln in den USA und den engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Die politische und wirtschaftliche Elite der Philippinen ist auf die USA hin orientiert, hat dort studiert und unterhält vielfältige Geschäftsbeziehungen dorthin.

Die militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern hat durch das Auftreten Chinas im Südchinesischen Meer eine neue Dimension erhalten. Im Zusammenhang mit dem Besuch von Präsident Obama im April 2014 haben die USA und die Philippinen das sogenannte Enhanced Defense Cooperation Agreement unterzeichnet, das den US-Streitkräften die Nutzung von Militärstützpunkten auf philippinischem Boden ermöglicht.


Beziehungen zu islamisch geprägten Staaten

Die Philippinen pflegen die Beziehungen zu den islamisch geprägten Staaten Süd- und Südostasiens, aber auch zu den arabischen Ölländern, in denen etwa die Hälfte der philippinischen Gastarbeiter (insgesamt circa 10 Mio.) beschäftigt ist. Bedeutung haben diese Beziehungen auch für die Friedensregelung mit den moslemischen Rebellen im Südwesten Mindanaos.


Beziehungen zu den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union

Die EU ist der viertgrößte Handelspartner der PHL (Handelsvolumen ca. 12,5 Mrd. Euro p.a.) und einer der wichtigsten Geber in der Entwicklungszusammenarbeit. Das Europäisch-Philippinische Partnerschafts- und Kooperationsabkommen (PCA) wurde am 11. Juli 2012 zwischen der Hohen Repräsentantin der EU für Außenpolitik, Lady Catherine Ashton, und dem Außenminister der Philippinen, Albert del Rosario, gezeichnet. Erste Sondierungsgespräche über ein Freihandelsabkommen der EU mit den PHL haben begonnen. Die EU beteiligt sich am Bangsamoro Friedensprozess. Sie ist im „International Monitoring Team“ vertreten, das die Einhaltung der Vereinbarungen zwischen der philippinischen Regierung und der muslimischen Rebellengruppe MILF überwacht. Durch den Bangsamoro Development Fund unterstützt die EU zudem die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der muslimischen Teile Mindanaos. 

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Mit den Philippinen findet themenbezogene Entwicklungs­zusammenarbeit im Bereich Friedensentwicklung und Konfliktbearbeitung aus regionalen Mitteln statt. Mehr dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere