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Riesenerfolg der Deutsch-Chinesischen Promenade in Wuhan. Abschiedsgeschenk an die Stadt will bleibendes Zeichen setzen.

Mit einem Konzert des preisgekrönten Erfurter Popsängers Clueso endete am 31. Oktober die Deutsch-Chinesische Promenade, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ neun Tage lang in der zentralchinesischen Stadt Wuhan zu Gast war und dort 600.000 Besucher zählte. Regen Zulauf fanden auch die weiteren Veranstaltungen der Station, darunter das Eröffnungskonzert mit einer Aufführung von Tan Duns Werk „Himmel-Erde-Mensch“, eine Konferenz zum Thema nachhaltige Entwicklung, ein Workshop zur Zukunft von Ökostädten, ein Forum über die Aufgabe kultureller Einrichtungen in Megastädten und die bisher größte deutsch-chinesische Ausstellung mit Werken zeitgenössischer Kunst, die rund 40.000 Menschen besuchten. „Dies war eine großartige und unsere beste Station“, sagte Projektleiter Michael Kahn-Ackermann dem Publikum zum Abschluss und fügte hinzu: „Zum Dank und als ein bleibendes Zeichen schenken wir der Stadt unseren Kulturpavillon.“

Der vom Goethe-Institut China bespielte Kulturpavillon, den der in Peking und Berlin lebende Künstler Li Jiwei eigens für „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ entworfen hat, versteht sich als Ort der Begegnung zwischen den Kulturen und als eine Plattform für den Meinungsaustausch. Interaktiver Deutsch-Unterricht fand hier während der Deutsch-Chinesischen Promenade ebenso statt wie Symposien beispielsweise über die Rolle der Frau in der Gesellschaft, über Denkmalschutz oder über die soziale Bedeutung von Rebellion und Subkultur. „In den Diskussionen habe ich erlebt, dass eine Zivilgesellschaft bei uns möglich ist“, sagte ein Besucher im Anschluss an eine der Konferenzen. „Nun ist es an Ihnen“, ermunterte Michael Kahn-Ackermann Repräsentanten und Bürger der Stadt, „den Pavillon mit Inhalten zu füllen.“

Neben dem Kulturpavillon waren vom 23. bis 31. Oktober im zentral gelegenen Jiangtan-Park 16 Bambus-Pavillons des Münchner Installationskünstlers Markus Heinsdorff aufgebaut. Deutsche Unternehmen und Institutionen, Ministerien, Bundesländer und Kommunen stellten darin ihre jeweiligen Ideen zu urbanen Fragen vor. Ein facettenreiches Platzprogramm - von Grafitti über den auf Stelzen laufenden Clown Chicco bis hin zu musikalischen Aktionen zum Mitmachen - sowie das abendliche Popmusikfestival mit insgesamt 400 Mitwirkenden ermöglichten die Erfahrung von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum. Ein Biergarten sorgte für das leibliche Wohl.

Hubei/Wuhan war nach Nanjing, Chongqing, Kanton und Shenyang bereits die fünfte und die bislang bestbesuchte Station von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“. Die Deutsch-Chinesische Promenade in Wuhan war von Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder eröffnet worden. An der Eröffnung nahmen u. a. auch der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Hans-Georg Knopp, sowie APA-Repräsentant und BASF-Vorstandsmitglied Martin Brudermüller teil.

Seit Beginn der Veranstaltungsreihe im Herbst 2007 haben etwa 1,3 Millionen Bürger Chinas die Programmangebote aus Wirtschaft, Stadtplanung, Kultur und Bildung zum Thema „Nachhaltige Urbanisierung“ genutzt. 2010 wird „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“, die bislang größte deutsche Veranstaltungsreihe im Ausland, auf der Expo in Shanghai vertreten sein.

Schirmherren von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ sind Bundespräsident Horst Köhler und der chinesische Staatspräsident Hu Jintao. Träger ist das Auswärtige Amt. Kooperationspartner sind der Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA), die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Goethe-Institut, das zugleich die Projektleitung innehat. Offizielle Partner sind Allianz, BASF, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Post DHL und Siemens. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Unternehmen und Institutionen beteiligt. Auf chinesischer Seite sind Provinz- und Stadtregierungen Partner von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“.


Stand 16.11.2009

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