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Tonga

Beziehungen zwischen Tonga und Deutschland

Stand: September 2013

Politische Beziehungen

Die bilateralen Beziehungen sind traditionell freundschaftlich. Sie reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Am 1. November 1876 schloss das deutsche Kaiserreich einen Freundschaftsvertrag mit Tonga ab, der am 1. Juni 1977 erneuert wurde. Diplomatische Beziehungen bestehen seit dem 1. Mai 1976. König Taufu-Ahau Tupou IV war 1976 zu einem medial viel beachteten Staatsbesuch in Deutschland. Im Juni 2006 besuchte der tongaische Außenminister Berlin.

Anlässlich der Eröffnung der James Cook Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn wurde Prinzessin Frederica Tuita im August 2009 von der Bundesregierung nach Bonn, München und Berlin eingeladen.

Der stellvertretende Premierminister Bill Tangi folgte im Vorfeld der Kopenhagen Konferenz Ende 2009 einer Einladung der Bundeskanzlerin nach Berlin/Potsdam.

Wirtschaftliche Beziehungen

Die Wirtschaftsbeziehungen zu Tonga sind nicht sehr ausgeprägt. Für Tonga hat jedoch die Beschäftigung von Seeleuten auf deutschen Schiffen eine gewisse Bedeutung. Der bilaterale Warenverkehr mit Deutschland ist gering und statistisch nicht beziffert.

Entwicklungszusammenarbeit

In der Vergangenheit hatte Deutschland im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit unter anderem den Kauf von Schiffen (Containerschiffs “MV Fuakavenga”, Inselfähre “MV Olovaha”) und die Einrichtung einer Ausbildungsstätte für Seeleute unterstützt. 

Die deutsche Regierung hat 2008 eine Schuldenumwandlung zugunsten eines entwicklungspolitisch relevanten Vorhabens angeboten. Tonga muss danach die Summe der Deutschen Entwicklungsbank nicht zurückzahlen, sondern für die Unterstützung von Projekten nutzen. Im Januar 2009 hat Tonga vorgeschlagen, die Schuldenumwandlung für den Ausbau eines Damms zwischen den beiden Hauptinseln der Ha’apai-Inselgruppe zu verwenden. Diesem Vorschlag hat die Bundesregierung zugestimmt.

Deutschland unterstützt Tonga zudem durch die Durchführung von Kleinstprojekten. In den letzten Jahren wurden schwerpunktmäßig Schulen und Gesundheits­einrichtungen unterstützt.

Tonga profitiert überdies von den regionalen Projekten Deutschlands. Zwischen 1994-2008 förderte Deutschland über die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Kooperation mit dem „Secretariat of the Pacific Communities“ (SPC) das Projekt „Förderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft in pazifischen Inselstaaten“.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH führt zudem verschiedene Projekte auf den pazifischen Inselstaaten durch, von denen auch Tonga profitiert. Das derzeitige Regionalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ soll zwischen 2009 und -2015 durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region stärken. Das Fördervolumen für die Gesamtlaufzeit bis Ende 2015 beträgt 19,2 Mio. Euro.

Ansonsten trägt Deutschland über seine Beiträge zum Europäischen Entwicklungsfonds der EU (deutscher Anteil zwischen 20 und 30 Prozent) und an internationale Organisationen zur Entwicklung Tongas bei.

Kulturelle Zusammenarbeit

Im Rahmen des „Just Play“ Programms des Ozeanischen Fußballverbandes (OFC) und der Tongaischen Fußballvereinigung (TFA) hat Deutschland 350 Fußballausstattungen, einschließlich Fußbällen, Schuhen und Trikots im Wert von 10.000 Euro zur Förderung des Schulsports zur Verfügung gestellt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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