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Lateinamerika

Lateinamerika als strategisch wichtige Region

Die Beziehungen Deutschlands zu Lateinamerika und der Karibik nehmen im Gefüge der internationalen Staatenbeziehungen eine Sonderstellung ein. Gemeinsame Werte und gleichgerichtete Interessen wie auch die historisch gewachsene, enge kulturelle Verbundenheit schaffen eine einzigartige Grundlage für die Gestaltung der Zusammenarbeit – sowohl bilateral zum gemeinsamen Vorteil, als auch multilateral in gemeinsamer Verantwortung.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben sich Lateinamerika und die Karibik in vielfältiger Hinsicht gewandelt: Sie haben nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch an Gewicht gewonnen, was sich in einem neuen selbstbewussten Auftreten im Weltgeschehen widerspiegelt.Andererseits münden in einigen lateinamerikanischen Staaten neue politische Strömungen und Kräfteverhältnisse in eine Neuausrichtung des politischen Handelns. Viele Staaten Lateinamerikas suchen und finden zudem zahlreiche zusätzliche Partner in anderen Weltregionen, vor allem in Asien, aber auch in Afrika.

Um die traditionellen Gemeinsamkeiten und Bindungen im deutsch-lateinamerikanischen Verhältnis auf Dauer zu garantieren, wird Deutschland sich stärker in Lateinamerika engagieren und sich als verlässlicher und dauerhafter Partner präsentieren.

Lateinamerika- und Karibik-Konzept der Bundesregierung

Lake Pekoe

Lake Pekoe in Chile
© dpa / picrtue-alliance

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Lake Pekoe

Lake Pekoe

Lake Pekoe in Chile

Um dem Wandel in Lateinamerika Rechnung zu tragen, hat die Bundesregierung ein ressortübergreifendes Konzept zur langfristigen Ausgestaltung der deutschen Lateinamerikapolitik erarbeitet, das am 4. August 2010 von Außenminister Guido Westerwelle vorgestellt wurde.

Das Konzept trägt dem wachsenden wirtschaftlichen und politischen Gewicht des Subkontinents Rechnung und verleiht den deutsch-lateinamerikanischen Beziehungen eine neue Qualität.

Das Lateinamerika- und Karibik-Konzept identifiziert drei Schwerpunkte des gemeinsamen Handelns:

  1. Zusammenarbeit bei globalen Herausforderungen wie dem Umwelt- und Klimaschutz, dem Kampf gegen Organisierte Kriminalität und Drogen sowie der Gestaltung der globalen Finanzarchitektur
  2. Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen und Förderung von Investitionen und Handel in beide Richtungen und zum beiderseitigen Vorteil
  3. Grenzüberschreitende Vernetzung von Wissenschaft, Forschung, Bildung und Kultur.

In all diesen drei Bereichen bietet das gemeinsame Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten eine besondere Grundlage für erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Festigung und Stärkung dieser gemeinsamen Werte ist daher von grundlegender Bedeutung für die deutsche Lateinamerikapolitik.

Die Umsetzung des Konzepts erfordert die Zusammenarbeit aller politischen und zivilgesellschaftlichen Akteure, die bereits bei der Erarbeitung mitgewirkt haben. Dabei werden konkrete Maßnahmen und Projekte entworfen, die nicht nur auf Kooperation mit den „großen“ lateinamerikanischen Staaten abzielen, sondern auch die Interessen und Bedürfnisse kleinerer und mittlerer Nationen in den Vordergrund stellen. Die im Konzept enthaltenen politikleitenden Grundsätze bilden den Rahmen für die Vorhaben der einzelnen Ressorts. 


Stand 23.01.2013

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