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"Mehr Deutsch, please!"

Beitrag von Harald Leibrecht, Koordinator für die transatlantische zwischen­gesellschaftliche, kultur- und informations­politische Zusammenarbeit zur Präsentation des Sonderprogramms USA zur Förderung von Deutsch als Fremdsprache. Erschienen in der Welt vom 04.06.2012

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Die USA sind unser wichtigster Partner außerhalb Europas. Dieser Leitsatz deutscher Außenpolitik gilt seit der Gründung der Bundesrepublik. Die Zeiten und die Themen auf der transatlantischen Agenda haben sich während der letzten 60 Jahre verändert, aber die Bedeutung der Beziehungen ist geblieben. Deutschland hat ein essentielles Interesse daran, diese Beziehungen zukunftsgerichtet zu gestalten.

Dazu gehört auch, dass wir das Interesse der Amerikaner an unserem Land wach halten und ein zeitgemäßes Deutschlandbild vermitteln.

Der Deutschunterricht hat in den US-Klassenzimmern zunehmend einen schweren Stand. Die Zahl der Deutschprogramme an US-Schulen ist seit längerem rückläufig. Darauf müssen wir reagieren. Wir haben ein vitales Interesse daran, dass auch junge Menschen in den USA eine Verbindung zu Deutschland und der deutschen Kultur aufbauen. Der erste Schritt hierzu wird oft in der Schule gemacht, in der mit der Sprache auch das Interesse an Land und Leuten vermittelt wird.

Das Auswärtige Amt macht die USA deshalb in den kommenden Jahren zu einem Schwerpunktland der Förderung von Deutsch als Fremdsprache.

Bereits jetzt verfügen wir mit fünf deutschen Auslandsschulen und weiteren 85 Partnerschulen über ein solides Netzwerk. Mit Austauschprogrammen kommen jedes Jahr mehr als 10.000 Schüler, 1.500 Studierende und mehrere Hundert amerikanische Schul- und Hochschullehrer über den Atlantik nach Deutschland. Dieser direkte Kontakt mit der deutschen Sprache und Kultur ist prägend für eine moderne, lebendige Vermittlung der deutschen Sprache.

Aber auch die rund 500.000 Schüler, die in amerikanischen Schulen Deutsch lernen und noch nie in Deutschland oder Europa waren, wollen wir vor Ort in den USA erreichen – etwa über moderne Medien oder „Summer Language Camps“.

Wir müssen uns dabei der Realität stellen: Die uns zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind begrenzt. Umso wichtiger ist es, dass wir die vorhandenen Mittel sowohl inhaltlich als auch regional zielgerichtet einsetzen und neue, innovative Ideen entwickeln.

Dabei können wir auf die Zusammenarbeit mit vielen hervorragenden deutschen und amerikanischen Partnern zählen. Wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, können wir für die deutsche Sprache und die deutsch-amerikanischen Beziehungen viel erreichen.

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