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Intensiver Dialog mit wichtigem afrikanischen Partner

Die Bundesregierung will ihre Zusammenarbeit mit Angola vertiefen. Im Auswärtigen Amt ist dazu jetzt die deutsch-angolanische Binationale Kommission gegründet worden.

Delegationen beider Länder kamen dazu am 15. Februar Delegationen unter Leitung von Emily Haber, Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, und ihrem angolanischen Amtskollegen Manuel Domingos Augusto zusammen. Es gehe darum, "die Richtung festzulegen, die unsere Partnerschaft nehmen wird", erklärte Staatssekretärin Haber.

Die Gründung der Binationalen Kommission geht auf eine Gemeinsame Absichtserklärung zurück, die im Juli 2011 in Luanda im Anschluss an einen Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnet worden war. Merkel hatte Angola als erste deutsche Regierungschefin besucht. Vorausgegangen war im Februar 2009 ein Deutschlandbesuch von Angolas Staatspräsident dos Santos.


"Einzigartiger Moment" in den Beziehungen

Mitglieder der angolanischen Delegation

Mitglieder der angolanischen Delegation
© AA

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Mitglieder der angolanischen Delegation

Mitglieder der angolanischen Delegation

Mitglieder der angolanischen Delegation

Staatssekretärin Emily Haber nannte es eine "beeindruckende Entwicklung", dass beide Seiten nur wenige Monate nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung an einem Tisch säßen, um die Partnerschaft mit Leben zu füllen. Die Bereiche der möglichen Zusammenarbeit seien dabei vielfältig: "Wir werden globale Herausforderungen wie Frieden, Sicherheit und Klimapolitik genauso intensiv bearbeiten wie die Themen von bilateralem Belang."

Staatssekretär Augusto sprach von einem "einzigartigen Moment" in den deutsch-angolanischen Beziehungen, die nun mit noch mehr Inhalt gefüllt werden könnten - im bilateralen und multilateralen Kontext genauso wie bei der "Einschätzung globaler Probleme, vor denen die Welt steht".

Die deutsch-angolanischen Beziehungen haben sich in den vergangenen Jahren intensiviert; besondere Dynamik haben die Wirtschaftsbeziehungen. So ist Angola in kurzer Zeit zum drittwichtigsten Wirtschaftspartner Deutschlands in Subsahara-Afrika geworden. Deutschland importiert aus Angola fast ausschließlich Rohöl, Erdgas und Mineralölerzeugnisse. Hingegen exportiert es vor allem Fahrzeuge und Ausrüstungslieferungen.


An der konstituierenden Sitzung der deutsch-angolanischen Binationalen Kommission haben neben Vertretern von AA und Bundeskanzleramt folgende Ministerien teilgenommen: Bundesverteidigungsministerium (BMVg), Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ),  Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).


Stand 15.02.2012