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Botsuana

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Oktober 2013

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Botsuana und Deutschland sind gut. Sie sind geprägt von gegenseitigem Respekt und Einvernehmen in internationalen Angelegenheiten. Seit dem Staatsbesuch des damaligen Bundespräsidenten Köhler in Botsuana im April 2006 haben sich die Beziehungen stetig verstärkt. Im Herbst 2013 hat Botsuana seine erste eigene Botschaft in Berlin eröffnet.

Im Mai 2011 haben acht Mitglieder des deutschen Bundestages Botsuana besucht. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, kam im August 2011 anlässlich der Eröffnung des Sekretariatsbüros für das grenzübergreifende Kavango-Zambesi-(KAZA)-Naturschutzgebiet zu einem Besuch.

Im Februar 2012 hat der botsuanische Präsident Seretse Khama Ian Khama Deutschland einen offiziellen Besuch abgestattet. Er wurde begleitet vom Außenminister Phandu Skelemani, dem damaligen Umweltminister Kitso Mokaila (jetzt Minister für Bodenschätze, Energie und Wasserversorgung) sowie Wirtschafts-und Handelsministerin Dorcas Makgethu-Malesu. Präsident Khama traf mit Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff in Berlin zusammen. Außerdem nahm er an zwei Unternehmertreffen in Berlin und einem in Hamburg teil.

Im Februar 2013 würdigte der persönliche G8-Afrika Beauftragte der Bundeskanzlerin, Günther Nooke, die Entwicklungserfolge Botsuanas im Rahmen eines viertägigen Besuchs. Im Mittelpunkt standen die Themen Naturschutz, Nutzung der natürlichen Ressourcen, Energieversorgung und Handel.

Wirtschaftsbeziehungen

Der deutsch-botsuanische Handelsverkehr und die deutschen Direktinvestitionen in Botsuana sind gering. Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zufolge betrug das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Botsuana 2012 um 46,6 Millionen Euro, davon 46,1 Mio. Euro deutsche Exporte nach Botswana . Im Februar 2010 hat eine Wirtschaftsdelegation des Afrika Vereins der Deutschen Wirtschaft Botsuana besucht.
Botsuana bezieht 80 Prozent seiner Einfuhren aus Südafrika, damit auch vielfach Produkte deutscher Unternehmen (die in der bilateralen Handelsstatistik nicht auftauchen). Ausländische Investoren verhalten sich aufgrund des relativ kleinen Marktes und der günstigen Einfuhrmöglichkeiten aus Südafrika zurückhaltend. Gleichwohl könnte Botsuana auch für die deutsche Wirtschaft aufgrund seiner innenpolitischen Stabilität, seiner geographischen Lage in der Region und seiner soliden Finanzlage interessant sein. Der deutsch-botsuanische Investitionsschutz- und -fördervertrag ist im August 2007 in Kraft getreten.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Aufgrund der beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung Botsuanas dank seiner Diamantenvorkommen („Upper Middle Income Country“) wurde 1992 die bilaterale Finanzielle Zusammenarbeit eingestellt. Die bilaterale Technische Zusammenarbeit wurde 2004 weitestgehend eingestellt.
Aufgrund einer gesonderten Vereinbarung vom März 2004 wird die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit seither mit Fokussierung auf den Bereich der beruflichen Bildung fortgesetzt, und zwar mit einer Ko-Finanzierung (zu 50%) der Regierung von Botsuana. Derzeit sind ca. 20 Entwicklungshelfer in Botsuana in der bilateralen Zusammenarbeit tätig. Das aktuelle Programm endet 2014. Verhandlungen über eine Fortsetzung über diesen Zeitpunkt hinaus mit einer weiter wachsenden finanziellen Beteiligung Bostsuanas laufen. Botsuana profitiert daneben von der umfangreichen Entwicklungszusammenarbeit der EU sowie Deutschlands mit der SADC und ihrem Sekretariat in Gaborone.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.