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Botsuana

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Januar 2017

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Botsuana und Deutschland sind gut. Sie sind geprägt von gegenseitigem Respekt und Einvernehmen in internationalen Angelegenheiten. Seit dem Staatsbesuch des damaligen Bundespräsidenten Köhler in Botsuana im April 2006 haben sich die Beziehungen stetig verstärkt. Im Herbst 2013 hat Botsuana erstmals eine Botschaft in Berlin eröffnet.

Im Februar 2012 hat der botsuanische Präsident Seretse Khama Ian Khama Deutschland einen offiziellen Besuch abgestattet. Dabei traf er mit Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff zusammen. Außerdem nahm er an zwei Unternehmertreffen in Hamburg teil.

Delegationsreisen von Bundestagsabgeordneten der parlamentarischen Freundschaftsgruppe SADC-Staaten fanden zuletzt im Mai 2011 und im Juni 2015 statt. Der persönliche Afrika-Beauftragte der Bundeskanzlerin, Günther Nooke, vertrat die Bundesrepublik bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum fünfzigsten Jahrestag der Unabhängigkeit Ende September 2016. Kurz zuvor, im August 2016, war die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Maria Böhmer in Botsuana zu Gast. Hauptthemen ihres Aufenthalts waren die bilaterale Kooperation in der Berufsbildung, die Förderung der Rolle von Frauen und das botsuanische UNESCO-Weltkulturerbe.

Wirtschaftsbeziehungen

Der deutsch-botsuanische Handelsverkehr und die deutschen Direktinvestitionen in Botsuana sind gering. Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zufolge betrug das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Botsuana 2015 circa 77,2 Millionen Euro, davon 74,5 Millionen Euro deutsche Exporte nach Botsuana. Wichtigstes Exportgut Botsuanas nach Deutschland sind Fleischwaren; Deutschland liefert hauptsächlich Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Metallwaren, chemische Erzeugnisse, Holz- und Papierprodukte. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Botsuana den größten Teil seiner Einfuhren aus Südafrika bezieht, darunter auch vielfach Produkte deutscher Unternehmen. Diese Einfuhren deutscher Produkte aus Südafrika erscheinen nicht in der bilateralen Handelsstatistik.

Ausländische Investoren verhalten sich aufgrund des relativ kleinen Marktes und der günstigen Einfuhrmöglichkeiten aus Südafrika zurückhaltend. Gleichwohl könnte Botsuana auch für die deutsche Wirtschaft aufgrund seiner innenpolitischen Stabilität, seiner geographischen Lage in der Region und seiner soliden Finanzlage interessant sein. Der deutsch-botsuanische Investitionsschutz- und -fördervertrag ist im August 2007 in Kraft getreten.

Im März 2017 wird Botsuana, als erstes Land des südlichen Afrika überhaupt, offizielles Partnerland der Internationalen Tourismusbörse Berlin sein.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Aufgrund der beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung Botsuanas  und seines mittlerweile erreichten Status eines Landes mit gehobenem mittleren Einkommen wurde 1992 die bilaterale Finanzielle Zusammenarbeit eingestellt. Die bilaterale Technische Zusammenarbeit endete 2004.

Aufgrund einer gesonderten Vereinbarung vom März 2004 wird die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit seither mit Fokussierung auf den Bereich der beruflichen Bildung fortgesetzt, und zwar mit einer Ko-Finanzierung der Regierung von Botsuana wie auch der nationalen Bergbaukammer (zu insgesamt 70 Prozent). Derzeit sind 24 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in Botsuana in der bilateralen Zusammenarbeit tätig. Das Programm läuft voraussichtlich noch bis Ende 2017. Botsuana partizipiert daneben an der umfangreichen Entwicklungszusammenarbeit der EU sowie Deutschlands mit der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika, SADC.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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