Hauptinhalt

Botsuana

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Oktober 2014

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Botsuana und Deutschland sind gut. Sie sind geprägt von gegenseitigem Respekt und Einvernehmen in internationalen Angelegenheiten. Seit dem Staatsbesuch des damaligen Bundespräsidenten Köhler in Botsuana im April 2006 haben sich die Beziehungen stetig verstärkt. Im Herbst 2013 hat Botsuana seine erste eigene Botschaft in Berlin eröffnet.

Im Mai 2011 haben acht Mitglieder des deutschen Bundestages Botsuana besucht. Der damalige Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, kam im August 2011 anlässlich der Eröffnung des Sekretariatsbüros für das grenzübergreifende Kavango-Zambesi-(KAZA)-Naturschutzgebiet zu einem Besuch.

Im Februar 2012 hat der botsuanische Präsident Seretse Khama Ian Khama Deutschland einen offiziellen Besuch abgestattet. Präsident Khama traf mit Bundeskanzlerin Merkel und dem damaligen Bundespräsidenten Wulff in Berlin zusammen. Außerdem nahm er an zwei Unternehmertreffen in Hamburg teil.

Im Februar 2013 besuchte der persönliche Afrika-Beauftragte der Bundeskanzlerin, Günther Nooke, Botsuana. Im Mittelpunkt der viertägigen Reise standen die Themen Naturschutz, Nutzung der natürlichen Ressourcen, Energieversorgung und Handel.

Wirtschaftsbeziehungen

Der deutsch-botsuanische Handelsverkehr und die deutschen Direktinvestitionen in Botsuana sind gering. Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zufolge betrug das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Botsuana 2013 circa 37,6 Millionen Euro, davon 33 Millionen Euro deutsche Exporte nach Botsuana. Botsuana bezieht 80 Prozent seiner Einfuhren aus Südafrika, damit auch vielfach Produkte deutscher Unternehmen. Diese Einfuhren deutscher Produkte aus Südafrika erscheinen nicht in der bilateralen Handelsstatistik.

Eine Wirtschaftsdelegation des Afrika-Vereins der Deutschen Wirtschaft besuchte Botsuana im Februar 2010.

Ausländische Investoren verhalten sich aufgrund des relativ kleinen Marktes und der günstigen Einfuhrmöglichkeiten aus Südafrika zurückhaltend. Gleichwohl könnte Botsuana auch für die deutsche Wirtschaft aufgrund seiner innenpolitischen Stabilität, seiner geographischen Lage in der Region und seiner soliden Finanzlage interessant sein. Der deutsch-botsuanische Investitionsschutz- und -fördervertrag ist im August 2007 in Kraft getreten.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Aufgrund der beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung Botsuanas dank seiner Diamantenvorkommen ("Upper Middle Income Country") wurde 1992 die bilaterale Finanzielle Zusammenarbeit eingestellt. Die bilaterale technische Zusammenarbeit endete 2004.

Aufgrund einer gesonderten Vereinbarung vom März 2004 wird die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit seither mit Fokussierung auf den Bereich der beruflichen Bildung fortgesetzt, und zwar mit einer Ko-Finanzierung  der Regierung von Botsuana (zu 50 Prozent). Derzeit sind 24 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in Botsuana in der bilateralen Zusammenarbeit tätig. Das aktuelle Programm endet 2014. Derzeit laufen Verhandlungen über eine Fortsetzung mit einer weiter wachsenden finanziellen Beteiligung Bostsuanas. Das Land profitiert daneben von der umfangreichen Entwicklungszusammenarbeit der EU sowie Deutschlands mit der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika, SADC.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere