Hauptinhalt

G20 - Gruppe der Zwanzig

Die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) trafen sich am 15. und 16. November 2014 in Brisbane, Australien zu ihrem 9. Gipfeltreffen. Schwerpunktthemen des Gifels waren das Wachstum der Weltwirtschaft, die Regulierung der Finanzmärkte und der internationale Klimaschutz.

Bis 2018 soll das gemeinsame Wirtschaftswachstum der Mitgliedsländer im Vergleich zum Jahr 2013 um 2,1% steigen. Dies soll mit über 800 Einzelmaßnahmen in den G20-Staaten erreicht werden. Im Rahmen der Finanzmarktregulierung wurde außerdem ein Fahrplan für die Bankenregulierung vereinbart, nach dem bis 2016 eine bessere Aufsicht über Schattenbanken, Hedgefonds und andere Kredithändler außerhalb der regulären Bankenwelt erreicht werden soll. 

Die G20 setzen sich auch nachhaltig für den Klimaschutz ein: Neben Deutschland kündigten auch die USA und Japan die Einzahlung von Mitteln in den "Grünen Klimafonds" zum Schutz der ärmsten Länder gegen den Klimawandel an. Weiterhin verabschiedeten die G20 Energieprinzipien (u.a. über den Zugang zu Energie und zur Förderung von marktbasierten Instrumenten) und beschlossen einen Aktionsplan für Energieeffizienz.

Auch aktuelle Krisen spielten eine Rolle auf dem Gipfel: Die Staats- und Regierungschefs würdigten in einer Erklärung die Anstrengungen der westafrikanischen Staaten zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie und riefen die internationale Gemeinschaft nachdrücklich zu einem umfassenden Engagement zur Überwindung der Ebola-Krise auf. 

Der nächste G20-Gipfel wird unter türkischer Präsidentschaft am 15. und 16. November 2015 in Antalya stattfinden.

Wer gehört zu den G20?

Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Brisbane

Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Brisbane
© dpa/picture alliance

Bild vergrößern
Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Brisbane

Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Brisbane

Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel in Brisbane

Der Gruppe der Zwanzig (G20) gehören 19 Staaten sowie die EU an. Neben Deutschland sind dies: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika. 

Die EU-Kommission und der Präsident des Europäischen Rats teilen sich den gemeinsamen EU-Sitz. An den G20-Gipfeln haben zudem folgende Internationale Organisationen teilgenommen: Internationaler Währungsfonds (IWF), Weltbank (WB), Financial Stability Board (FSB), Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Welthandelsorganisation (WTO), Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und Vereinte Nationen (VN). 

Darüber hinaus kann das Vorsitzland weitere Staaten und Regionalorganisationen einladen. In Brisbane waren dies Spanien, Singapur, Neuseeland, Mauretanien für die Afrikanische Union (AU), Myanmar für den Verband südostasiatischer Nationen (ASEAN) sowie Senegal für die Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (NEPAD).

Als Reaktion auf die Finanzkrise der neunziger Jahre in Asien wurde 1999 die Einrichtung der G20 als Gruppe der Finanzminister und Notenbankchefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in einem Treffen der G7-Finanzminister beschlossen. Das Gründungstreffen fand im Dezember 1999 in Berlin unter deutschem Vorsitz statt.

Weitere Informationen

Gipfelerklärung der G20 in Brisbane (15./16.11.14, englisch)

Gemeinsames Statement der G20 zu Ebola (15./16.11.14, englisch)

Webseite der amtierenden G20-Präsidentschaft


Stand 02.12.2014

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere