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Ägypten hat gewählt
In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen haben die Ägypter am 23./24. Mai über ein neues Staatsoberhaupt abgestimmt. Laut Beobachtern liefen die Wahlen ruhig ab. Die beiden Erstplatzierten, Muhammed Mursi und Ahmed Schafik, treten am 16./17. Juni in einer Stichwahl gegeneinander an.
Ägyptische Frauen nach der Wahl
© picture-alliance/Zumapress.com
In Berlin begrüßte Außenminister Guido Westerwelle am 25. Mai "den ganz überwiegend augenscheinlich friedlichen Verlauf" der Wahl. Millionen von Menschen in Ägypten hätten "ein bemerkenswert klares Ausrufezeichen für eine demokratische Entwicklung des Landes gesetzt", so der Minister.
Es sei wichtig, dass der Weg der Demokratie fortgesetzt werde. Dafür seien die Wahlen eine "ganz bedeutende Wegmarke". Deutschland setze darauf, dass es bei dem vereinbarten Fahrplan bleibe und dass der Oberste Militärrat, der derzeit die Staatsgewalt inne hat, bis zum 30. Juni für die endgültige Übergabe der Macht in demokratisch legitimierte Hände sorgt, so Westerwelle.
Die Lage im Land bleibt allerdings fragil, wie die Ausschreitungen nach der Wahl Ende Mai zeigen. Deutschland unterstützt den Demokratisierungsprozess in der arabischen Welt aktiv. Ägypten ist dabei ein Schlüsselland. Insgesamt stehen für die sogenannten "Transformationspartnerschaften" 2012/2013 100 Millionen Euro bereit. Daraus werden zahlreiche Projekte finanziert.
Lesen Sie hier mehr über die deutsche Unterstützung für den demokratischen Wandel in Ägypten
Stand 29.05.2012
