Hauptinhalt

Brückenbauer in Europa: Deutschland und Slowakei vertiefen Zusammenarbeit

Außenminister Sigmar Gabriel und sein slowakischer Kollege Miroslav Lajčák haben am Freitag (04.08.) eine Absichtserklärung zur vertieften bilateralen Zusammenarbeit unterzeichnet. Im Gespräch der beiden ging es auch um die Zukunft der EU und die Stärkung der Vereinten Nationen. Lajčák übernimmt ab September die Präsidentschaft der UN-Generalversammlung.

Gemeinsame Erklärung: Partnerschaft vertiefen

Bereits jetzt verbinde Deutschland und die Slowakei vieles, betonte Außenminister Gabriel beim Treffen mit seinem Kollegen Miroslav Lajčák. In Zukunft soll diese Verbindung ausgebaut werden: ein umfassender Dialog soll zwischen den beiden Ländern aufgebaut werden, der das gesamte Feld der Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft und Bildungspolitik abdeckt. Bis zum kommenden Frühjahr soll nun ein gemeinsamer Fahrplan für diesen Dialog entwickelt werden.

Brückenbauer in der EU

Doch nicht nur im bilateralen Kontext seien Deutschland und die Slowakei enge Partner, ergänzte Gabriel. Auch im Rahmen der EU mit Blick auf die notwendigen Reformen in der Gemeinschaft spiele die Slowakei eine wichtige Rolle.

 „So wichtig die Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich ist: Europa besteht aus 28, bald 27, gleichberechtigten Ländern“, betonte Gabriel. In den aktuellen Debatten über die Zukunft der EU dürfe nicht in Vergessenheit geraten, dass die EU nicht überleben wird, wenn sich nur zwei oder drei große Länder zusammentun. Nur wenn alle Länder gemeinsame Vorstellungen von Werten, Wirtschaft und Gesellschaft weiterentwickeln, könne die Zukunft der EU gesichert werden.

Zusammenarbeit vertiefen: Gabriel und sein slowakischer Kollege Lajčák

Zusammenarbeit vertiefen: Gabriel und sein slowakischer Kollege Lajčák
© Gottschalk/photothek.net

Bild vergrößern
Zusammenarbeit vertiefen: Gabriel und sein slowakischer Kollege Lajčák

Zusammenarbeit vertiefen: Gabriel und sein slowakischer Kollege Lajčák

Zusammenarbeit vertiefen: Gabriel und sein slowakischer Kollege Lajčák

Vor allem gehe es darum, eine Spaltung der Gemeinschaft in west- und osteuropäische Länder zu vermeiden. Hier komme der Slowakei eine wichtige Rolle als Partner und Brückenbauer zu, so Gabriel.

Sicherheit durch Stabilität: Rolle der UN stärken

Auch in einem weiteren Kontext werden Deutschland und die Slowakei bald eng zusammenarbeiten: Miroslav Lajčák übernimmt Mitte August das Amt des Präsidenten der 72. UN-Generalversammlung.  Die Rolle der Vereinten Nationen müsse gestärkt werden, so Gabriel. Mit Blick auf die aktuelle globale Sicherheitslage dürfe nicht nur über Aufrüstung geredet werden, sondern vor allem über Stabilisierung und nachhaltige Entwicklung. Die Slowakei könne bei ihrer Präsidentschaft auf Deutschland Unterstützung zählen, schloss Gabriel.

Zum Weiterlesen:

Slowakei

Beziehungen zu Deutschland


Stand 04.08.2017

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise und Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere