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Ein Logo für die Menschenrechte

Es sieht fast aus wie eine Hand, die bereit zum Abflug ist - filigran und schwebend leicht. Und das ist kein Zufall, denn der Erschaffer des Gewinnerlogos hat die universell bekannten Symbole Hand und Vogel miteinander kombiniert. Predrag Stakić heißt der Gewinner des weltweiten Wettbewerbs um ein Menschenrechtslogo, der im September 2011 in New York ausgezeichnet worden ist.

Mit der Kür des Entwurfs von Stakić ist ein internationaler Wettbewerb zu Ende gegangen, der  Menschen weltweit mobilisiert hat. Das Ziel: ein global gültiges Symbol für die Menschenrechte zu schaffen. Denn zwar weiß fast jeder, dass ein Herz für die Liebe steht und eine weiße Taube für den Frieden - für die Menschenrechte gab es ein solches Logo bisher aber eben noch nicht.

Prominente Unterstützer des neuen Menschenrechts-Logos

Prominente Unterstützer des neuen Menschenrechts-Logos
© humanrightslogo.net

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Prominente Unterstützer des neuen Menschenrechts-Logos

Prominente Unterstützer des neuen Menschenrechts-Logos

Prominente Unterstützer des neuen Menschenrechts-Logos

Dabei hat ein Logo für Menschenrechte weit mehr als nur eine visuelle Bedeutung: es schafft auch Aufmerksamkeit für Menschenrechtsverletzungen und gibt den Betroffenen eine Stimme. Ein Logo bedeutet Wiedererkennungswert – so unterstützt es eine stärkere Identifikation mit Menschenrechten in der Bevölkerung. Ein Logo transportiert aber auch schnell und wortlos Botschaften über alle Sprachgrenzen hinweg – das ist in Zeiten der Informationsflut durch Fernsehen und Internet heute wichtiger denn je!

Außenminister Westerwelle, der die Schirmherrschaft über den Wettbewerb hatte, nannte die Preisverleihung an den jungen Gewinner aus Serbien einen "emotionalen Moment". Die Idee sei es gewesen, ein Logo zu suchen, das in allen Ländern von Menschen verschiedener Kulturkreise und Sprachen verstanden werde. Nun sei ein Logo "von den Menschen für die Menschen" gefunden worden.

Den Startschuss für den weltweiten Wettbewerb hatte Außenminister Guido Westerwelle am 3. Mai in Berlin gegeben. Gerade "in Zeiten, die sehr stark von Bildern geprägt werden", sei ein weltweit wiedererkennbares Symbol für Menschenrechte wichtig, sagte Westerwelle zu diesem Anlass. Menschen aus mehr als 190 Ländern sind diesem Aufruf gefolgt und haben insgesamt 15.369 Logo-Entwürfe eingesandt. 

Weltweite Abstimmung

Durch eine Online-Abstimmung wurden 100 Einsendungen für eine engere Auswahl bestimmt. Aus dieser wiederum wählte eine international besetzte Jury die zehn Finalisten aus. Jury-Mitglieder waren unter anderem die Friedensnobelpreisträger Aung San Suu Kyi, Jimmy Carter, Muhammed Yunus und Shirin Ebadi, der chinesische Künstler Ai Weiwei oder der kolumbianische Musiker Juanes. Über die von der Jury ausgewählten zehn Finalisten konnten Menschen aus aller Welt unter www.humanrightslogo.net online für ihren Favoriten abstimmen. 

Wie geht es weiter?

Stakić (r.) und Westerwelle bei der Preisverleihung

Stakić (r.) und Westerwelle bei der Preisverleihung
© Photothek/Imo

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Stakić (r.) und Westerwelle bei der Preisverleihung

Stakić und Westerwelle bei der Preisverleihung

Stakić (r.) und Westerwelle bei der Preisverleihung

Das universelle Logo für Menschenrechte kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Menschenrechte überall in der Welt langfristig zu stärken - wenn es jetzt international verbreitet und bekannt gemacht wird. Unter http://humanrightslogo.net/download kann dazu jeder Besucher verschiedene Formate des Logos, Vorlagen für den Druck von Merchandise-Artikeln, Presseerklärungen sowie Foto- und Filmmaterial rund um die Initiative herunterladen. 

Seit Januar 2013 gibt es nun auch die Möglichkeit, selbst "Menschenrechtsbotschafter" zu werden. Dazu kann man ein Foto von sich selbst mit dem Logo auf der Seite www.humanrightsambassador.net hochladen und sich somit für den Schutz von Menschenrechten und die Verbreitung des Menschenrechtslogos einsetzen.

Weitere Informationen unter "humanrightslogo" bei Facebook und Twitter.


Stand 02.04.2013