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Staatsministerin Böhmer nimmt Urkunde zur Erweitertung der Bauhaus-Welterbestätte entgegen

Staatsministerin Böhmer, die Sonderbeauftragte des Auswärtigen Amts für UNESCO-Welterbe, nahm am 26.09. in Paris die Urkunde für die Erweiterung der Welterbestätte Bauhaus entgegen. Die Urkunde wurde von Frau Isabelle Anatol-Gabriel übergeben, der Leiterin für Europa und Nordamerika im Welterbezentrum der UNESCO. Das UNESCO-Welterbekomitee hatte am 9. Juli 2017 im polnischen Krakau die Erweiterung der Welterbestätte beschlossen: Neben den 1996 aufgenommenen Bauten in Weimar und Dessau zählen nun auch die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau und fünf Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau dazu.

Meilensteine der modernen Architekturgeschichte

Staatsministeirn Böhmer sagte dazu: "Die Erweiterung der Welterbestätte ist konsequent und stärkt den außergewöhnlichen universellen Wert des Bauhauses. Die Bauwerke des Meisterarchitekten Hannes Meyer werden als Meilensteine der modernen Architekturgeschichte angemessen gewürdigt."

Das Welterbekomitee der UNESCO hat die seit 1996 bestehende Welterbestätte in Dessau und Weimar um die Laubenganghäuser in Dessau-Törten und die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Bernau erweitert.

Zwischen 1919 und 1933 revolutionierte das zunächst in Weimar und dann in Dessau ansässige Bauhaus die architektonischen und ästhetischen Konzepte für Bauen und Wohnen. Deshalb wurden die Bauhausbauten in Dessau und Weimar 1996 in die Welterbeliste eingetragen. Hannes Meyer, der 1927 von Gropius als Leiter der Bauabteilung an das Bauhaus berufen wurde und von 1928 – 1930 Direktor des Bauhauses war, prägte die Ausbildung der Architekten am Bauhaus maßgeblich. Deshalb wurde die bestehende Welterbestätte um die Laubenganghäuser in der Siedlung Dessau-Törten und die Bundesschule des ADGB in Bernau erweitert, die Hannes Meyer zusammen mit der Bauabteilung des Bauhauses entworfen hat.

42 deutsche Welterbestätten

Das UNESCO-Welterbekomitee setzt sich aus 21 gewählten Vertragsstaaten der Welterbekonvention zusammen und entscheidet jährlich über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste sowie über Schutzmaßnahmen für bestehende Welterbestätten. Deutschland verzeichnet nun 42 Welterbestätten. Kriterien für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte und ein Managementsystem, das die Erhaltung des Erbes für zukünftige Generationen sicherstellt. Mit der Einschreibung in die Welterbeliste verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Welterbestätten auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu schützen und somit für künftige Generationen zu bewahren.

Zum Weiterlesen:

Die UNESCO


Stand 29.09.2017

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