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Comedians Zarganar und Mittermeier im AA
Außenminister Westerwelle mit Zarganar und Mittermeier
© AA
Die Comedians Michael Mittermeier und Zarganar haben am 19. Juni Außenminister Westerwelle getroffen. Zarganar ist der bekannteste Comedian Myanmars - wegen seiner Kritik am Militärregime saß er jahrelang im Gefängnis. Mittermeier hatte sich unter anderem im Rahmen eines Filmprojekts für ihn eingesetzt.
Bei dem Treffen würdigte Westerwelle den politischen Aufbruch in Myanmar. "Das ist eine große Chance für Ihr Land", sagte er. Deutschland wolle den Wandel nach Kräften untersützen. Westerwelle hatte erst Ende April als erster deutscher Außenminister Myanmar besucht und war dort unter anderem Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi, aber auch Regierungsvertretern zusammengetroffen.
Komödiantischer Austausch der Kulturen
Gemeinsamer Auftritt in Berlin
© AA / N. Senftleben
Die Comedians Mittermeier und Zarganar kamen auf Einladung von Markus Löning, dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, zu einem komödiantischen Austausch der Kulturen im Berliner Chamäleon-Theater zusammen. Unter dem Motto "Mittermeier meets Zarganar" ging es um ihr Kennenlernen und die Lage in Myanmar.
Zarganar war dort zu 59 Jahren Haft verurteilt worden, weil er Witze über das Militärregime erzählt hatte. Er wurde im Oktober 2011 im Rahmen einer Amnestie für politische Gefangene aus dem Gefängnis entlassen. Mittermeier, persönlich vom Schicksal Zarganars berührt, wirkte bei der Dokumentation "The prison where I live" des Regisseurs Rex Bloomstein mit. Das Projekt konnte unter schwierigen Bedingungen realisiert werden, doch blieben Mittermeier und Zarganar auch während der Dreharbeiten in Myanmar durch Gefängnismauern getrennt.
Myanmar, das frühere Birma, wurde 23 Jahre lang von einer Militärjunta regiert. Seit vergangenem Jahr verfolgt die Regierung unter Präsident Thein Sein einen vorsichtigen Kurs der Öffnung und politischer Reformen. Deutschland verfolge eine "Politik der ausgestreckten Hand", hatte Außenminister Westerwelle bei seinem Besuch im April deutlich gemacht: Einerseits drücke man die Erwartung aus, dass der Reformweg weiter beschritten werde, andererseits werde die politische Führung ausdrücklich zu weiteren Schritten in Richtung Demokratie ermutigt.
Stand 19.06.2012
