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San Marino

Wirtschaft

Stand: April 2015

San Marino bildet mit den Staaten der Europäischen Union eine Zollunion. Besondere Regeln gelten zudem für die Wirtschaftsbeziehungen zu Italien, die durch eine Vielzahl von Verträgen geregelt sind. Hierbei sind folgende Bestimmungen hervorzuheben:

  • Die Währung von San Marino ist mit der italienischen identisch (Euro), das Land darf gleichwohl Euromünzen mit nationaler Rückseite prägen.
  • Verzicht auf den Erlass von Gesetzen und Vorschriften, die auf das Steuersystem in Italien Einfluss haben oder die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank beeinträchtigen könnten.
  • Verzicht auf den Tabakanbau und die Herstellung von Tabakwaren sowie auf Spielbanken.
  • Ein im August 2013 mit Italien geschlossenes Doppelbesteuerungsabkommen ist  am 1.1.2014 in Kraft getreten.

Seit dem 16.03.2005 ist ein Abkommen mit der EU ratifiziert über die Besteuerung von Einkommen aus Sparanlagen von Personen ohne Wohnsitz in San Marino. 2010 unterzeichnete San Marino zusammen mit mehreren großen Industrienationen, darunter auch Deutschland, das „Tax Information Exchange Agreement“. Es gelang dem San Marino somit, große Fortschritte bei Transparenz-Standards im Bankenbereich zu erzielen, die international auch anerkannt wurden.

San Marino zählt statistisch mit 56.112 USD pro Kopf (2013) zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Allerdings macht sich auch in San Marino die Krise bemerkbar: Die Arbeitslosigkeit stieg 2014 auf 8,7% . Das Wirtschaftswachstum (2012: -7,5%; 2013: -4,5%) ist 2014 zwar mit -1,0 noch negativ, nähert sich aber zusehends wieder dem positiven Bereich. Die Nettoneuverschuldung (ggü. BIP)  ist ebenfalls in einer positiven Entwicklung begriffen (2012: -2,6%; 2013: -1,5%; 2014: -1,1%).

Einer der Hauptwirtschaftszweige ist traditionell der Tourismus, mit dem San Marino geschätzte 25 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Jährlich besuchen San Marino ca. 2 Millionen Touristen. Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind die Kleinindustrie (Textil-, Elektronik- und Keramikbranche) sowie der Dienstleistungssektor (Banken). Haupthandelspartner San Marinos ist Italien (90 Prozent des Austausches).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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