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Staatsministerin Böhmer besucht Fundort der „Venus vom Hohle Fels“

Staatsministerin Böhmer, Sonderbeauftrage des Auswärtigen Amts für UNESCO-Welterbe, UNESCO-Kulturkonventionen und UNESCO-Bildungs- und Wissenschaftsprogramme, besuchte am 28. August die Eiszeithöhle „Hohle Fels“ nahe Schelklingen in der Schwäbischen Alb. Die Eiszeitkunst in dieser und vier weiteren Höhlen im Ach- und Lonetal wurde vergangenen Monat zum Weltkulturerbe gekürt. Die in den Höhlen gefundenen Objekte sind zwischen 32 000 und 43 000 Jahre alt - und stellen damit die ältesten Kunstartefakte der Menschheit dar.

Kultur- und Naturerbe weltweit schützen

Staatsministerin Böhmer sagte dazu: „Diese frühesten Zeugnisse der Menschheitsgeschichte sind atemberaubend: Hier wurden nicht nur die 'Venus vom Hohle Fels', die älteste Frauendarstellung der Welt, gefunden, sondern auch zahlreiche weitere Kunstwerke und mehrere Musikinstrumente. Die Funde sind Zeugnisse des ersten, großen Kultursprungs des Menschen. Der Welterbetitel ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Verpflichtung, für das Kulturerbe von außergewöhnlichem universellen Wert einzutreten. Wir wollen das Kultur- und das Naturerbe weltweit schützen. Das ist eine Aufgabe, bei der wir in Deutschland und in der internationalen Gemeinschaft gemeinsam an einem Strang ziehen müssen.“

Kontinuierliche Forschungsarbeit

Eiszeithöhle "Hohle Fels"

Eiszeithöhle "Hohle Fels"
© picture alliance/S. Puchner/dpa

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Eiszeithöhle "Hohle Fels"

Eiszeithöhle "Hohle Fels"

Eiszeithöhle "Hohle Fels"

In ihrer Ansprache dankte Staatsministerin Böhmer allen, die sich für die Anerkennung als Weltkulturerbe eingesetzt hatten, und sprach den Schelklingern ihre Glückwünsche aus. Sie hob den Wert der langen Forschungstradition im Ach- und Lonetal hevor: In der Höhle „Hohle Fels“ waren erstmals in den 1860er Jahren Ausgrabungen durchgeführt worden. Ohne diese kontinuierliche Forschungsarbeit hätte die außergewöhnliche universelle Bedeutung der Höhlen nicht nachgewiesen werden können.

Die Herausforderung bestehe nun darin, die Stätten und die Forschungsergebnisse den vielen interessierten Besuchern zugänglich zu machen, ohne dass die archäologischen Stätten Schaden nehmen. Deshalb seien gute Besucherzentren und mehrere kleine Museen in der Region sehr wichtig.

Aufnahme in die UNESCO-Welterbe-Liste

Auf der 41. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees am 9. Juli in Krakau war die einstimmige Entscheidung zur Einschreibung der „Höhlen und Eiszeitkunst auf der schwäbischen Alb“ in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt gefallen. Damit handelt es sich um die jüngste von mittlerweile 42 UNESCO-Welterbestätten in Deutschland. In den sechs Höhlen waren die weltweit ältesten bislang entdeckten Belege figürlicher Kunst und Musikinstrumente aus Elfenbein und Knochen entdeckt worden, darunter die „Venus vom Hohle Fels“ als älteste Frauendarstellung, das Elfenbein-Mammut aus der Vogelherdhöhle und der Löwenmensch aus dem Hohlenstein-Stadel.


Stand 04.09.2017

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