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Kolumbien

Beziehungen zwischen Kolumbien und Deutschland

Stand: Februar 2016

Politik

Zwischen Deutschland und Kolumbien bestehen seit langem freundschaftliche und zunehmend enge Beziehungen, zu denen die deutsche Wirtschaft, Wissenschaftsaustausch, kulturelle Einrichtungen und die entwicklungspolitische Zusammenarbeit beitragen.

Außenminister Steinmeier besuchte Kolumbien im Februar 2015. Der kolumbianische Präsident Santos war zuletzt im November 2014 in Deutschland zu Besuch.


Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland ist größter Handelspartner Kolumbiens in der EU. Der bilaterale Handelsaustausch verzeichnete in den letzten Jahren deutliche Steigerungsraten.

Eine Reihe deutscher Großunternehmen ist mit eigenen Produktionsstätten in Kolumbien vertreten.

Die wichtigsten wirtschafts- und entwicklungspolitischen Abkommen zwischen Kolumbien und Deutschland sind:

  • Handelsabkommen vom 9. November 1957
  • Kapitalschutzabkommen vom 08. April 1962
  • Verschiedene Abkommen über Finanzielle Zusammenarbeit seit 1965
  • Doppelbesteuerungsabkommen für Schifffahrts- und Luftfahrtunternehmen vom 10.September1968
  • Luftverkehrsabkommen vom 25. November 1968
  • Rahmenabkommen über Technische Zusammenarbeit vom 26. Mai 1998
  • Rahmenabkommen über Finanzielle Zusammenarbeit vom 12. Juli 2012

Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit sind „Friedensentwicklung und Krisenprävention“ sowie „Umwelt- und Ressourcenschutz“. 2012 kam ein dritter Schwerpunkt, „nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ hinzu. In der Entwicklungszusammenarbeit kommen neben Zuschüssen und technischer Zusammenarbeit auch Entwicklungskredite zum Einsatz. In den Regierungsverhandlungen im Dezember 2014 wurden insgesamt 327,5 Millionen Euro zugesagt. Neben dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist in Kolumbien auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit Projekten im Umwelt- und Klimaschutz engagiert. Kolumbien ist ein Schwerpunktland der Internationalen Klimaschutzinitiative.

Zudem zeichnet sich die Entwicklungszusammenarbeit mit Kolumbien durch ein sehr umfangreiches Engagement von mit deutschen öffentlichen Mitteln geförderten zivilgesellschaftlichen Organisationen (Kirchen, Nichtregierungsorganisationen, politische Stiftungen, Stipendien, Expertenentsendung) aus.


Bildung und Kultur

Die wissenschaftlichen Beziehungen sind eng. Davon zeugen rund 2.600 kolumbianische Studierende an deutschen Universitäten sowie Universitätspartnerschaften, der Austausch von Wissenschaftlern und Dozenten und die Zusammenarbeit im Rahmen von Stipendienprogrammen. Der DAAD ist mit einem Informationszentrum in Bogotá, Lektoren in Cali, Barranquilla und Medellín, sowie 10 Sprachassistenten vertreten. Eine wachsende Zahl deutscher Akademiker und Forscher arbeitet an Universitäten und Forschungseinrichtungen in Kolumbien.

Leuchtturm der akademischen Beziehungen ist das im Oktober 2010 eingeweihte Exzellenzzentrum für Meereswissenschaften CEMARIN in Santa Marta. Die Max-Planck-Gesellschaft baut mit zwei kolumbianischen Universitäten und der Forschungsbehörde COLCIENCIAS Forschungsgruppen zu tropischen Krankheiten und zur nachhaltigen Nutzung der Biodiversität auf. Zu den bilateralen Kooperationsschwerpunkten zählen Biodiversität, Biotechnologie, Bioökonomie, Meeresforschung und Gesundheitsforschung. Zudem unterstützt Deutschland Kolumbien bei der beruflichen Bildung. Die Deutsche Schulen in Barranquilla, Bogotá, Cali und Medellín wurden als Exzellenzschulen zertifiziert und genießen einen hervorragenden Ruf. Sechs weitere PASCH-Schulen bieten in Bogotá, Medellín und Barranquilla verstärkten Deutschunterricht an.

Das Goethe-Institut bietet ein umfangreiches Kulturprogramm und zahlreiche Sprachkurse. Die Kulturgesellschaften in Cartagena, Cali und Medellín bringen deutsche Kultur und deutsche Sprache in die Regionen Kolumbiens.


Entwicklungs­zusammenarbeit

Kolumbien ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungs­zusammen­arbeit. Schwerpunkt der kolumbianisch-deutschen Zusammenarbeit ist die Friedensentwicklung und Krisenprävention. Mehr dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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