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Kolumbien

Beziehungen zwischen Kolumbien und Deutschland

Stand: März 2014

Politische Beziehungen

Zwischen Deutschland und Kolumbien bestehen seit langem freundschaftliche und zunehmend enge Beziehungen, zu denen die deutsche Wirtschaft, Wissenschaftsaustausch, kulturelle Einrichtungen und die entwicklungspolitische Zusammenarbeit beitragen.

Intensivierung des hochrangigen bilateralen Besuchsaustauschs seit 2007: Besuch des Bundespräsidenten in Kolumbien im März 2007, der Bundeskanzlerin im Mai 2008, von Bundesministerin Schavan im März 2009 und Oktober 2012, Bundesminister Niebel im November 2010, Bundesminister Westerwelle im Juli 2011; von Präsident Uribe in Berlin im Januar 2009, von Präsident Santos vor Amtsantritt im August 2010 und im April 2011. Bundespräsident Gauck besuchte Kolumbien vom 8. bis 12. Mai 2013.

Wirtschaftliche Beziehungen / Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Deutschland ist größter Handelspartner Kolumbiens in der EU. Der bilaterale Handelsaustausch verzeichnete in den letzten Jahren deutliche Steigerungsraten.

Eine Reihe deutscher Großunternehmen ist mit eigenen Produktionsstätten in Kolumbien vertreten.

Die wichtigsten wirtschafts- und entwicklungspolitischen Abkommen zwischen Kolumbien und Deutschland sind:

  • Handelsabkommen vom 9. November 1957
  • Kapitalschutzabkommen vom 08. April 1962
  • Verschiedene Abkommen über Finanzielle Zusammenarbeit seit 1965
  • Doppelbesteuerungsabkommen für Schifffahrts- und Luftfahrtunternehmen vom 10.September1968
  • Luftverkehrsabkommen vom 25. November 1968
  • Rahmenabkommen über Technische Zusammenarbeit vom 26. Mai 1998

Bei den Regierungsverhandlungen über Entwicklungszusammenarbeit im November 2012 wurde „nachhaltige Entwicklung“ als neuer Schwerpunkt vereinbart, der neben die bisherigen Schwerpunkte Friedensentwicklung und Krisenprävention sowie Umwelt- und Ressourcenschutz tritt. Das Volumen der Entwicklungszusammenarbeit beträgt für 2013 und 2014 insgesamt 129 Millionen Euro. Neben dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist in Kolumbien auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit Projekten im Umwelt- und Klimaschutz engagiert.

Außerdem fließen in großem Umfang deutsche öffentliche Mittel über private Organisationen (Kirchen, Nichtregierungsorganisationen, politische Stiftungen, Stipendien, Expertenentsendung) sowie über multilaterale Institutionen (EU, Vereinte Nationen und ihre Unterorganisationen) nach Kolumbien.

Kulturelle Beziehungen

Die wissenschaftlichen Beziehungen sind eng. Davon zeugen ca. 1900 kolumbianische Studierende an deutschen Universitäten, Universitätspartnerschaften, der Austausch von Wissenschaftlern und Dozenten und die Zusammenarbeit im Rahmen von Stipendienprogrammen. Der DAAD ist mit einem Informationszentrum in Bogotá Lektoren in Cali, Barranquilla und Medellín, sowie zehn Sprachassistenten vertreten.. Eine wachsende Zahl deutscher Akademiker und Forscher arbeitet an Universitäten und Forschungseinrichtungen in Kolumbien.

Leuchtturm der akademischen Beziehungen ist das im Oktober 2010 eingeweihte Exzellenzzentrum für Meereswissenschaften in Santa Marta.

Die Deutsche Schulen in Barranquilla, Bogotá, Cali und Medellín wurden als Exzellenzschulen zertifiziert und genießen einen hervorragenden Ruf. Das Goethe-Institut bietet ein umfangreiches Kulturprogramm und zahlreiche Sprachkurse.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Kolumbien ist ein Partnerland der deutschen Entwicklungs­zusammen­arbeit. Schwerpunkt der kolumbianisch-deutschen Zusammenarbeit ist die Friedensentwicklung und Krisenprävention. Mehr dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.