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Enge kulturelle und gesellschaftliche Verbindungen

Deutschland und die USA sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Eine wichtige Ebene des Austauschs sind die engen gesellschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA. Austauschprogramme für Schüler, Studierende, Wissenschaftler und Sportler haben eine lange Tradition.

Gesellschaftliche Verflechtung

Die gesellschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA sind besonders vielfältig. Deutschland verdankt den USA viel. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Vereinigten Staaten Deutschland und Europa mit dem Marshall-Plan unterstützt. Auch bei der Wiedervereinigung Deutschlands spielten sie eine entscheidende Rolle. 

Heute besuchen Amerikaner und Deutsche nicht nur als Touristen das jeweils andere Land. Die zahlreichen Austauschprogramme für Schüler, Studierende, Künstler, Wissenschaftler und Sportler vermitteln den Teilnehmern einen tiefen Einblick in die Kultur des Gastlandes. Allein 2014/15 waren über 10.000 deutsche Studierende an US-Hochschulen eingeschrieben und 11.000 amerikanische Studenten waren zu Kurz- und Langzeitaufenthalten in Deutschland.

Auch über ihre Arbeitgeber werden die Menschen an die Kultur des Partners auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks herangeführt. Hunderttausende Amerikaner arbeiten in Niederlassungen deutscher Unternehmen in den USA und umgekehrt.

Seit über 70 Jahren bringen amerikanische Soldaten mit ihren Familien den "American way of life" nach Deutschland und vermitteln nach ihrer Rückkehr in die USA dort zumeist ein positives Bild von Deutschland. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs haben über 17 Millionen amerikanische Soldaten mit ihren Familien in Deutschland gelebt.

Die Verbundenheit hat tiefe historische Wurzeln. Ca. 15 Prozent aller Amerikaner geben an, deutscher Abstammung zu sein. Deutsch-Amerikaner stellen aber keine geschlossene Gruppierung dar, die Einfluss auf das politische Leben in den USA nimmt. Es gibt in den USA eine große Anzahl deutsch-amerikanischer Vereine, die sich der Brauchtumspflege widmen.

Jüdische Organisationen

Die Bundesregierung, Bundestag, Parteien und Stiftungen pflegen enge Kontakte mit den jüdischen Organisationen in den USA. Hochrangige Treffen finden regelmäßig statt

In den letzten Jahren hat das Interesse amerikanisch-jüdischer Organisationen an Deutschland deutlich zugenommen. Dieses Interesse ist auch eine Anerkennung für das enge deutsch-israelische Verhältnis. Als erste deutsche Regierungschefin sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel 2006 vor den höchsten Vertretern des American Jewish Committee in Washington. Im Dezember 2011 hielt Außenminister Westerwelle beim New Yorker Leo Baeck Institut die Laudatio auf den Preisträger der Leo-Baeck-Medaille, Anselm Kiefer. Im Mai 2012 war er Ehrengast beim "Global Forum" des American Jewish Committee in Washington. Bundeskanzlerin Merkel erhielt im März 2014 den "Joseph Prize for Human Rights" der Anti Defamation League und im April 2017 den Elie Wiesel Award des United States Holocaust Memorial Museum. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit traf Außenminister Gabriel im Februar 2017 mit Vertretern der Jüdischen Organisationen in den USA zusammen.

Auch privat haben viele amerikanische Juden in den letzten Jahren über ihre Familiengeschichte ihre Verbundenheit zu Deutschland wiederentdeckt. Sie interessieren sich für den Umgang Deutschlands mit der Geschichte der Shoa, aber auch für die deutsche Gegenwart. Davon zeugt das erfolgreiche Austauschprogramm "Germany Close Up", das gezielt junge jüdische Amerikaner nach Deutschland einlädt.


Stand 04.05.2017

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