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Mali

Kultur- und Bildungspolitik, Medien

Stand: Dezember 2013

Bildungssystem

Das französischsprachige Bildungssystem erreicht nicht alle Kinder im Schulalter. Die Analphabetenquote der Über-15-Jährigen wird auf rund 70 Prozent geschätzt.

Im Fremdsprachenunterricht ist Englisch die erste Fremdsprache. Deutsch ist die zweitwichtigste Fremdsprache in Mali. Mehr als 100.000 Schülern werden landesweit von über 200 Lehrern unterrichtet.

Das malische Bildungswesen leidet seit Jahren unter den häufigen Streiks des Lehrkörpers oder der Studenten. Zusätzlich gibt es Probleme mit durch Korruption erworbenen Abschlüssen.

Die Regierung des 2013 neu gewählten Staatspräsidenten Keita hat Bildung als einen Schwerpunktbereich der Amtszeit definiert. Ziel ist es, bessere Voraussetzungen für die Bildung der gesamten Bevölkerung zu schaffen. 

Kunst

Der malische Film (z.B. die Werke von Souleymane Cissé und Abderrahmane Sissoko) findet auch in Europa ein Publikum. Auch die malische Musik ist weit über Mali und Westafrika hinaus bekannt. Die Musikszene ist eine der großen des afrikanischen Kontinents mit einem spezifisch malischen Stil, der durch Künstler wie Salif Keita, Ali Farka Touré, Habib Koité, Oumou Sangaré auch internationalem Publikum bekannt ist. In Mali finden regelmäßig Kulturfestivals in den Bereichen Tanz, Musik und Fotografie statt.

Medien

In Mali gibt es bisher lediglich das staatliche Fernsehen ORTM, das die meisten größeren Ortschaften des Landes erreicht. Ein gemeinsam mit einigen Nachbarstaaten produziertes Programm 'Africable' ist nur in der Hauptstadt zu empfangen. In Bamako können über private Anbieter auch ausländische Sender über Richtantenne empfangen werden (verschiedene englisch- und französischsprachige Sender, u.a. TF 1, TV 5, France 24). Wichtigstes Informationsmedium ist der staatliche Radiosender Radio Mali, der im ganzen Land zu hören ist, sowie zahlreiche (über 400) kleinere private Rundfunksender, die teilweise auch auf UKW senden. In Bamako senden RFI (Radio France Internationale) und BBC auf UKW.

Die Printmedien haben wegen der hohen Analphabetenrate, der großen Armut der Bevölkerung und der schlechten Infrastruktur nur eine geringe Reichweite. 

Die Meinungsvielfalt der Schriftpresse -auch nach dem Putsch- ist ein Zeugnis der Pressefreiheit in Mali. Kritische Berichterstattung ist möglich, entspricht aber nicht immer europäischen Vorstellungen hinsichtlich Qualität und Ausgewogenheit.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Mali ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: