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Guinea-Bissau

Wirtschaft

Stand:  Oktober 2014

Wirtschaftsstruktur

Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei dominieren Guinea-Bissaus Ökonomie. Etwa zwei Drittel aller Jobs sind in diesen Branchen angesiedelt. Von den rund eine Million Hektar potentieller Anbaufläche werden nur etwa die Hälfte bewirtschaftet, zumeist als Subsistenzwirtschaft. Die Küstengewässer sind fischreich.

Exportprodukte sind Cashewnüsse, der Devisenbringer Nummer eins, zudem Fisch, Erdnüsse, Palmkerne und Holz. Cashew-Nüsse werden zum großen Teil nach Indien zur dortigen Weiterverarbeitung exportiert. Importiert werden vor allem Nahrungsmittel, Maschinen und Ölprodukte.

Die Bodenschätze des Landes, vor allem Phosphate und Bauxite, werden vor allem von angolanischen und chinesischen Firmen abgebaut. Auch wird vermutet, dass Guinea-Bissau unterseeische Erdölvorkommen besitzt. Diese sind aber bislang nicht erschlossen. Mineralölförderung oder –verarbeitung findet nicht statt.  Die Bijagos-Inseln vor der Küste Guinea-Bissaus sind malerisch und fischreich, werden aber touristisch kaum genutzt. Es sind keine deutschen Firmen in Guinea-Bissau präsent.

Aktuelle Wirtschaftslage

Die wirtschaftliche Entwicklung in Guinea-Bissau wurde durch den Putsch vom April 2012 stark beeinträchtigt. Die  Regierung wurde von wichtigen internationalen Partnern  als nicht legitim angesehen, nicht-humanitäre Entwicklungshilfeprojekte großer Geber wurden zurückgestellt . Die Cashewnuss verkaufte sich in Folge des Putsches von 2012 im Jahre 2013 wesentlich schlechter als erwartet, die Wirtschaft schrumpfte deshalb in den vergangenen beiden Jahren. .  Stattdessen florierten Korruption und Schmuggel sowie der Handel mit illegal geschlagenen Edelhölzern. Seit Mitte 2014 (nach den Wahlen) erfolgt eine langsame Wiederbelebung der Wirtschaft. Der IWF prognostiziert für 2014 ein Wachstum von ca. 1,5 %.

Guinea-Bissaus Indikatoren sozialer Entwicklung gehören zu den niedrigsten weltweit. Beim jüngsten Index für die menschliche Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen belegt Guinea-Bissau den 176. von 187 Plätzen. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 48 Jahre. Dies liegt unter dem afrikanischen Durchschnitt.

Auf internationaler Ebene besteht  Besorgnis darüber, dass noch immer ein Teil des Drogenhandels von Lateinamerika nach Europa über Guinea-Bissau verläuft. Die Regierung hat intensivere Anstrengungen auf diesem Gebiet zugesagt.

Quellen: Weltbank Länderprofile, UNDP Development Report, CIA-World Factbook, IWF

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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