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Internationale Diplomatenausbildung
Bundesaußenminister Guido Westerwelle im Gespräch mit Frau Dina Heikal, eine der ägyptischen Teilnehmerinnen am 10. Lehrgang für Diplomaten aus dem Nahen und Mittleren Osten
© Dirk Enters
Bundesaußenminister Guido Westerwelle im Gespräch mit Frau Dina Heikal, eine der ägyptischen Teilnehmerinnen am 10. Lehrgang für Diplomaten aus dem Nahen und Mittleren Osten
Bundesaußenminister Guido Westerwelle im Gespräch mit Frau Dina Heikal, eine der ägyptischen Teilnehmerinnen am 10. Lehrgang für Diplomaten aus dem Nahen und Mittleren Osten
© Dirk Enters
Füreinander, Miteinander, weltweit - die Ausbildung für internationale Diplomaten ist eine Erfolgsgeschichte: Innerhalb kürzester Zeit ist das Angebot der Programme von drei auf achtzehn pro Jahr gestiegen. Beste Voraussetzungen für ein diplomatisches Netzwerk der Zukunft.
Füreinander
Deutsche Außenpolitik ist Friedenspolitik. Weltweit setzt sie sich für Demokratie und Menschenrechte ein. Und das in dem Bewusstsein, dass die Herausforderungen unserer Zeit nicht im Alleingang, sondern nur gemeinsam gemeistert werden können. In einer zusammenwachsenden, sich vernetzenden Welt ist nicht nationale Interessenpolitik, sondern Zusammenarbeit gefragt. Genau hier setzt die Internationale Diplomatenausbildung an.
Die Internationale Diplomatenausbildung ist eine Einladung an unsere Partner in der Welt, schon am Beginn ihrer Karriere mit uns Erfahrungen auszutauschen, Positionen zu vergleichen und Gemeinsamkeiten zu erkennen. Sie richtet sich an junge ausländische Diplomatinnen und Diplomaten, die in der Außenpolitik wie wir auf Weltoffenheit, Rechtstaatlichkeit und Partnerschaft setzen.
Ins Leben gerufen wurde die Internationale Diplomatenausbildung 1992 nach dem Ende des Kalten Krieges, als mit Programmen für Diplomaten aus Mittel- und Osteuropa der Aufbau Auswärtiger Dienste in den jungen Demokratien gestärkt werden sollte. Später folgten Lehrgänge für Afghanistan, Irak, den Nahen und Mittleren Osten, für Afrika, Asien, Lateinamerika, China, Belarus, Ukraine und Westbalkan. Insgesamt werden inzwischen achtzehn Kurse für über 170 Länder angeboten. Die Internationale Diplomatenausbildung reagiert auf aktuelle Entwicklungen: so werden 2011/2012 Lehrgänge für junge Nachwuchskräfte aus Tunesien und Ägypten und für den neugegründeten Staat Südsudan eingerichtet.
Das International Diplomats Programme im Gespräch mit Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt
© 1-DA
Miteinander
Seminare und Workshops, Begegnungen mit deutschen Nachwuchsdiplomaten, Hospitationen im Auswärtigen Amt, Sprachkurse, Besichtigungen wie Studienfahrten nach Brüssel, Genf, Den Haag, Wien und innerhalb Deutschlands sind Teil des Programms. Die Seminarleitung übernehmen zumeist ehemalige, mit der jeweiligen Region vertraute Botschafter.
Die jungen Diplomaten kehren als Freunde Deutschlands in ihre Länder zurück. Inzwischen haben etwa 1900 Nachwuchsdiplomaten aus mehr als 170 Ländern an den Fortbildungsprogrammen teilgenommen. In den vergangenen Jahren ist das Angebot noch einmal gestiegen: Von drei Programmen 2005 über acht im Jahr 2008 werden 2012 achtzehn Diplomatenlehrgänge angeboten. Jedes Jahr sind etwa 300 Nachwuchsdiplomaten aus aller Welt unsere Gäste in Berlin. Und immer noch übersteigt die Nachfrage bei weitem die Kapazitäten.
Teilnehmer des 4. Lehrgangs für Lateinamerika/Karibik bei der Abschlussfeier
© Dirk Enters
Weltweit
Zu den Weiterbildungsprogrammen gehören nicht nur die jährlichen Fortbildungslehrgänge beispielsweise für Teilnehmer aus dem Nahen und Mittleren Osten, Lateinamerika, Afrika und Asien, die sich in den vergangenen Jahren etabliert haben. Auch berufsbegleitende Seminare für junge Diplomaten aus den Botschaften in Berlin im deutschsprachigen Diplomatenkolleg sowie im englischsprachigen International Diplomats Programme gehören zum Angebot der Akademie Auswärtiger Dienst. 2010 wurde darüber hinaus ein EU-Kolleg mit einem europapolitischem Informationsangebot für in Berlin akkreditierte Diplomatinnen und Diplomaten aus den EU-Mitgliedstaaten eingerichtet.
Darüber hinaus gibt es regelmäßig Alumni-Veranstaltungen. Einmal jährlich wird für alle Ehemaligen, die in Deutschland postiert sind, ein Tagesprogramm in Berlin organisiert. Zurzeit sind etwa 150 Alumni an ihren jeweiligen Auslandsvertretungen in Deutschland tätig, darunter mehrere als Botschafter. Zudem gibt es 2012 zwei weitere Alumni-Treffen: In Tiflis für die Alumni des Diplomatenkollegs sowie in Berlin speziell für die Alumni des deutschsprachigen Internationalen Diplomatenlehrgangs bzw. des Lehrgangs für Diplomaten aus Mittel- und Osteuropa, wie er 1992 hieß, als er als erster Lehrgang die Geschichte der Internationalen Diplomatenausbildung begründete.
"Diplomacy by Networking" bedeutet, ein weltweites Netzwerk von persönlichen Beziehungen unter den jungen Diplomaten zu schaffen und so zu einem Miteinander des Vertrauens und der Kooperation beizutragen. Dieses Netzwerk unter Berufskollegen ist für das Auswärtige Amt eine wertvolle Ressource.
Das Diplomatenkolleg in der Tagesschau Redaktion
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Partner
Zu den Kooperationspartnern des Auswärtigen Amts gehören die Robert Bosch Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt, die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, das Goethe Institut und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie verschiedene Hochschulen
Akademie Auswärtiger Dienst
Die Teilnahme an der Internationalen Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amts ist kostenlos. Die Entsendestaaten tragen lediglich die Reisekosten der Teilnehmenden. Die Kandidaten werden auf Einladung von ihren Außenministerien benannt. Voraussetzung sind je nach Lehrgang gute Deutsch-, Französisch- oder Englischkenntnisse. Bei allen Diplomatenlehrgängen gehören auch Deutsch-Kurse zum Programm.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.diplomatie.de
Internationale Diplomatenausbildung (1-DA)
11013 Berlin
Tel. +49 (0)30 1817 4830
Fax +49 (0)30 1817 4888
E-Mail: 1-DA-S(at)diplo.de
Stand 20.02.2012
