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Togo

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: April 2014

Kultur

In Togo leben rund 40 Ethnien mit unterschiedlichen sozialen, sprachlichen und kulturellen Eigenheiten und einem großen kulturellen Reichtum.

Das staatliche, kirchliche und private Schulwesen ist insbesondere in städtischen Regionen relativ gut entwickelt. Die Schulbesuchsquote liegt bei 77,1 Prozent (73 Prozent bei Mädchen, 80 Prozent bei Jungen). Allerdings haben knapp 7 Prozent der Kinder im schulfähigen Alter keinen Zugang zu einer Schule und brechen 23 Prozent der Schüler ihre Schullaufbahn vor Ende der Grundschule ab.Die Analphabetenrate bei Erwachsenen (15 Jahre und älter) liegt bei 47 Prozent. Allerdings ist die Alphabetisierung stark vom sozioökonomischen Umfeld und auch vom Geschlecht geprägt. Während die Alphabetisierungsquote unter Männern bei über 70 Prozent liegt, beträgt sie bei Frauen nur etwa 40 Prozent.

Seit für den Besuch der Vor- und Primarschulen kein Schulgeld mehr erhoben wird, ist es  zu einem signifikanten Anstieg der Schülerzahlen gekommen. Auf dem Gebiet der technischen Ausbildung gibt es große Defizite, da es an entsprechenden Berufsbildungseinrichtungen fehlt. Der Schulbeginn wurde in den letzten Jahren regelmäßig verschoben.

Togo hat zwei staatliche Universitäten, Lomé und Kara. An der Universität von Lomé, die für 6.000 bis 7.000 Studenten ausgelegt ist, studieren mittlerweile fast 44.000 Studierende (davon 73 Prozent Männer und 27 Prozent Frauen) mit entsprechend schwierigen Studienbedingungen. An der Universität von Kara gibt es ca. 13.000 eingeschriebene Studenten. Seit 2009 wird an den beiden Universitäten nach und nach ein dreigliedriges Studiensystem (Licence, Master und Doctorat, kurz: LMD) nach dem Vorbild der europäischen Bologna-Reform eingeführt. Die LMD-Reform konzentriert sich bisher vor allem auf die strukturelle Ebene. Inhaltliche Reformen sowie hochschuldidaktische Neuerungen sind bisher erst in Ansätzen zu erkennen.
Es ist in den letzten Jahren immer wieder zu Unruhen an den Universitäten wegen Kritik an der Studienreform, schlechter Studienbedingungen und zur Durchsetzung finanzieller Hilfen für Studenten gekommen. Die Arbeitsplatzprobleme für Hochschulabgänger sind groß.

Die Kulturszene hat infolge der langen Jahre politischer Instabilität und sozio-ökonomischer Krise sehr gelitten. Es gibt zwar zahlreiche togoische Künstler im Bereich von Musik (King Mensah), Tanz, Literatur sowie der bildenden Künste, die aufgrund mangelnder Mittel sowie geringem öffentlichen Interesse an Kultur nur wenig Förderung erfahren.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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