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Kap Verde

Wirtschaft

Stand: März 2013

2008 hat das Land die Gruppe der am wenigsten entwickelten Staaten verlassen und ist in die Gruppe der Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen aufgestiegen. Auf der Grundlage des Cotonou-Abkommens ist Ende November 2007 ein Partnerschaftsabkommen mit der EU unterzeichnet worden, das die gegenseitigen Beziehungen verstärkt. Im Juli 2008 ist Kap Verde als 153. Mitglied der Welthandelsorganisation beigetreten. Seit Februar 2011 ist Kap Verde Mitglied des OECD-Zentrums für Entwicklung.

Wichtigste Wirtschaftszweige sind Dienstleistungen, insbesondere Tourismus (zusammen 76 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) sowie Fischfang. Die Regierung möchte den Dienstleistungssektor weiter ausbauen und sich zu einer Drehscheibe zwischen Europa, Afrika und Lateinamerika entwickeln (Banken, Transport).

Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2012 rund 1,9 Milliarden US-Dollar, das Wirtschaftswachstum 4,8 Prozent im Vergleich zu 2011 (5,2 Prozent). Das Leistungsbilanzdefizit betrug 2012 auf -9,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Inflationsrate sank in 2012 auf 2,4 Prozent verglichen mit 4,5 Prozent 2011. Die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank gestaltet sich – von wenigen Ausnahmen abgesehen – vorbildlich.

Die kap-verdische Volkswirtschaft ist durch hohe Importabhängigkeit für die meisten Güter, besonders für Nahrungsmittel gekennzeichnet (circa 82 Prozent). Die klimatischen und geographischen Bedingungen (geringe Niederschläge, eingeschränkte Anbaufläche, schlechte Qualität der Böden) benachteiligen den Agrarsektor, der mit nur knapp 8,1 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Bodenschätze sind nicht vorhanden. Eine einheimische Industrie existiert auf schwachem Niveau (15,8 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt).

Kap Verde setzt bei der Verbesserung der Stromversorgung auf die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien. Von derzeit 25 Prozent soll der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromversorgung bis 2020 auf 50 Prozent steigen.

Wegen der schlechten wirtschaftlichen Bedingungen emigrierten seit Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Kap-Verdier in die USA und nach Europa. Die heute im Ausland lebenden rund 700.000 Kap-Verdier stellen mit ihren regelmäßigen Überweisungen zusammen mit der bilateralen und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit eine der wichtigsten Devisenquellen des Landes dar. Allerdings ist aufgrund der allgemeinen Wirtschaftsschwäche ein leichter Anstieg der Rückkehrer nach Kap Verde zu verzeichnen, vor allem aus Portugal.



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Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.