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Beziehungen zu Deutschland
Stand: Oktober 2012
Politische Beziehungen
Die Beziehungen zwischen Botsuana und Deutschland sind gut. Sie sind geprägt von gegenseitigem Respekt und gutem Einvernehmen. Seit dem Staatsbesuch des damaligen Bundespräsidenten Köhler in Botsuana im April 2006 haben sich die guten Beziehungen stetig verstärkt.
Der bis zum 31. März 2008 amtierende Präsident Festus Mogae weilte mehrfach zu Besuchen in Deutschland.
Im Mai 2011 haben acht Mitglieder des deutschen Bundestages Botsuana besucht. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, hat Botsuana im August 2011 anlässlich der Eröffnung des Sekretariatsbüros des Kavango-Zambesi-(KAZA)- Naturschutzgebietes besucht.
Im Januar 2012 hat der botsuanische Staatspräsident Seretse Khama Ian Khama im Rahmen eines offiziellen Besuches Deutschland besucht. Er wurde begleitet vom Außenminister Phandu Skelemani, dem damaligen Umweltminister Kitso Mokaila (jetzt Minister für Bodenschätze, Energie und Wasserversorgung) und Wirtschafts-und Handelsministerin Dorcas Makgethu-Malesu. Präsident Khama traf mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Bundespräsidenten in Berlin zusammen und besuchte Hamburg. Außerdem nahm er an zwei Unternehmertreffen teil.
Wirtschaftsbeziehungen
Der deutsch-botsuanische Handelsverkehr und die deutschen Direktinvestitionen in Botsuana sind gering. Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zufolge betrug das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Botsuana 2011 um 21,5 Millionen Euro. Die deutschen Exporte nach Botsuana machten davon etwa 19,6 Millionen Euro aus. Im Februar 2010 hat eine Wirtschaftsdelegation des Afrikavereins der Deutschen Wirtschaft Botsuana besucht.
Botsuana bezieht 80 Prozent seiner Einfuhren aus Südafrika, damit auch vielfach Produkte deutscher Unternehmen. Ausländische Investoren verhalten sich aufgrund des relativ kleinen Marktes und der günstigen Einfuhrmöglichkeiten aus Südafrika zurückhaltend. Gleichwohl könnte Botsuana auch für die deutsche Wirtschaft aufgrund seiner innenpolitischen Stabilität, seiner geographischen Lage in der südafrikanischen Region und seiner soliden Finanzlage interessant sein. Der deutsch-botsuanische Investitionsschutz- und -förderungsvertrag wurde im Mai 2000 unterschrieben und ist am 6. August 2007 in Kraft getreten.
Entwicklungspolitische Zusammenarbeit
Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung Botsuanas dank seiner Diamantenvorkommen wurde 1992 die bilaterale Finanzielle Zusammenarbeit eingestellt. Die bilaterale Technische Zusammenarbeit wurde 2004 eingestellt.
Weiterhin gültig ist das Rahmenabkommen vom 1. Dezember 1974 über die Entsendung von Entwicklungshelfern (ehemals DED). Aufgrund des Zusatzabkommens vom 4. März 2004 wird dieser Einsatz heute zu großen Teilen aus dem botsuanischen Staatshaushalt selbst finanziert. Derzeit sind 20 Entwicklungshelfer vor allem im Bildungsbereich tätig.
Weitere Einsatzgebiete sind das Erziehungs- und Ausbildungswesen, die Bekämpfung von HIV/AIDS und der Umwelt- und Naturschutz. Botsuana profitiert daneben von der umfangreichen Entwicklungszusammenarbeit der EU sowie von Deutschlands Zusammenarbeit mit der SADC.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
