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Burundi

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Dezember 2015

Politische Beziehungen

Die deutsch-burundischen Beziehungen sind grundsätzlich freundlich. Deutschland war einer der ersten Partner der Entwicklungszusammenarbeit nach der Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1962 und genießt aufgrund seiner Verdienste für die Entwicklung Burundis einen guten Ruf. Nach langjähriger Instabilität des Landes hatten die Beziehungen seit 1993 an Intensität verloren und konnten erst nach Verbesserung der Sicherheitslage nach den Wahlen 2005 wiederbelebt werden.

Die Ereignisse seit Staatspräsident Nkurunzizas Entscheidung für eine dritte Amtszeit sind besorgniserregend. Zentrales Interesse der Bundesregierung und ihrer Partner in der Internationalen Gemeinschaft ist es, eine weitere Eskalation der Gewalt in Burundi zu verhindern und die Konfliktparteien zu einem politischen Dialog an einen Tisch zu bringen.  


Entwicklungszusammenarbeit

Angesichts der politischen Entwicklung in Burundi suspendierte die Bundesregierung alle regierungsnahen Aktivitäten der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit mit Burundi und setzte die für Ende 2015 geplanten Verhandlungen mit der burundischen Regierung über Neuzusagen bis auf weiteres aus. Maßnahmen, die unmittelbar der burundischen Bevölkerung zu Gute kommen, werden fortgeführt.


Wirtschaftliche Beziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind schwach. Burundi lag im Jahr 2013 auf Rang 174 von 240 Handelspartnern Deutschlands. Ebenfalls 2013 wurden Waren im Wert von 10,9 Millionen Euro aus Burundi nach Deutschland eingeführt und Waren im Wert von 16 Millionen EUR aus Deutschland nach Burundi ausgeführt. Der deutsch-burundische Handel konzentriert sich auf den Import von Kaffee nach Deutschland, der neben Tee das wichtigste Exportgut Burundis darstellt. Nennenswerte deutsche Investitionen in Burundi gibt es nicht. Auch der Tourismus spielt kaum eine Rolle.


Kulturelle Beziehungen

Die kulturellen Beziehungen haben durch den Bürgerkrieg seit 1993 stark gelitten. Seit 2012 gab es Ansätze zur Belebung auch der kulturellen Zusammenarbeit: deutsche Filmwochen in den Jahren 2012 und 2013, Ball- und Trikotspenden für  Jugendfußballmannschaften, Ansätze zur Zusammenarbeit mit dem Nationalmuseum in Gitega im Jahr 2014 (Ausstellungskatalog). Aufgrund der innenpolitischen Unruhen im Zusammenhang mit der erneuten, von der Opposition als nicht verfassungskonform angesehenen Kandidatur von Staatspräsident Nkurunziza, fanden in den letzten Monaten jedoch keine kulturellen Aktivitäten mehr statt.  

Der Deutschunterricht wurde nach rund einem Jahr Unterbrechung Anfang 2012 wieder aufgenommen; es gibt eine Schule, die am PASCH-Programm zur Förderung der deutschen Sprache teilnimmt. Seit 1987 besteht in Bujumbura eine deutsch-burundische Freundschaftsgesellschaft.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Burundi ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit.
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