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Burundi

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Juli 2014

Politische Beziehungen

Die deutsch-burundischen Beziehungen sind freundschaftlich und gehen auf die Kolonialzeit des Deutschen Reiches (1896-1916) zurück. Deutschland war einer der ersten Partner der Entwicklungszusammenarbeit nach der Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1962 und genießt aufgrund seiner Verdienste für die Entwicklung Burundis einen guten Ruf. Aufgrund der langjährigen politischen Instabilität des Landes hatten die politischen Beziehungen seit 1993 an Intensität verloren. Die Botschaft Bujumbura musste im Dezember 1999 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Nachdem sich die Sicherheitslage nach den Wahlen von 2005 stark verbessert hatte, wurde die Botschaft im Jahr 2006 wiedereröffnet. 

Zentrales deutsches Interesse ist es, Burundi politisch und wirtschaftlich auf dem Weg der Versöhnung, der Demokratisierung und des Wiederaufbaus zu unterstützen. Die Entwicklungszusammenarbeit wurde seit 2002 wieder neu belebt. Nach der Verdoppelung der Mittel im Jahre 2009 wurde sie für den Zeitraum 2014/2015 auf mehr als 50 Millionen Euro erhöht. Burundi unterstützt Deutschland in multilateralen Gremien und insbesondere bei seinem Wunsch nach einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.


Entwicklungszusammenarbeit

Die 2002 wiederaufgenommene Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf den Bereich Wasserversorgung, Wassermanagement und Abwasserentsor­gung. Mittelfristig weitergeführt werden die begonnenen Maßnahmen zur Frie­denssicherung und Reintegration von Flüchtlingen und Ex-Kombattanten sowie reproduktive Gesundheit und Bekämpfung von HIV/AIDS. In der ersten Phase ging es darum, mit einer schnellen Umsetzung von Maßnahmen den politischen Neubeginn zu unterstützen und so als Friedensdividende sichtbar zu machen. Maßnahmen zur Reintegration der zurückkehrenden Flüchtlinge wurden inzwi­schen stark ausgeweitet. Neu aufgenommen wurde 2008 die Unterstützung der burundischen Polizei, um die Sicherheit im Lande für die Bevölkerung zu erhö­hen.

Die deutsche Entwicklungshilfe wurde in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht und beläuft sich 2014 auf gut 50 Millionen Euro, wobei der Wassersektor den Schwerpunkt bildet. Aber auch die Unterstützung des Energiebereichs stellt für das in dieser Hinsicht notorisch unterversorgte Land eine wichtige Stütze auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung dar. Im Jahr 2012 wurden zusätzlich einmalig rund 6 Mio. Euro für den Umwelt- und Agrarbereich, 3 Mio. Euro für Gesundheit sowie eine Mio. Euro für diverse andere Projekte gewährt. Bei einer internationalen Geberkonferenz 2012 in Genf entschlossen sich die Geber zu Unterstützungszusagen für Burundi in Höhe von insgesamt rd. 2,6 Mrd. USD für die nächsten Jahre. Zum langjährigen Schwerpunkt Wasser- und Sanitärversorgung kommen die 2013 beschlossenen neuen Schwerpunkte Dezentralisierung sowie reproduktive Gesundheit hinzu.Deutschland ist der größte Geber im Bereich der Familienplanung.


Wirtschaftliche Beziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind schwach ausgeprägt. Burundi liegt im Jahr 2013 auf Rang 174 von 240 Handelspartnern Deutschlands. Im Jahr 2012 wurden Warenim Wert von 0,2 Millionen US-Dollar aus Burundi nach Deutschland eingeführt und Waren im Wert von 15,5 Millionen US-Dollar aus Deutschland nach Burundi ausgeführt. Der deutsch-burundische Handel konzentriert sich auf den Import von Kaffee nach Deutschland, der neben Tee das wichtigste Exportgut Burundis darstellt. Nennenswerte deutsche Investitionen in Burundi gibt es nicht. Auch der Tourismus spielt bislang kaum eine Rolle.


Kulturelle Beziehungen

Die kulturellen Beziehungen haben durch den Bürgerkrieg seit 1993 stark gelit­ten. Im Jahr 2012 fand eine Serie von kulturellen und sonstigen Aktivitäten statt, vornehmlich in einer stark beachteten und im ganzen Land veranstalteten deutschen Filmwoche. Auf Grund der positiven Resonanz wurde im Herbst 2013 erneut eine Filmwoche organisiert. Der Deutschunterricht wurde nach rund einem Jahr Unterbrechung Anfang 2012 wieder aufgenommen; es gibt eine Schule, die am PASCH-Programm zur Förderung der deutschen Sprache teilnimmt. Seit 1987 besteht in Bujumbura eine deutsch-burundische Freundschaftsgesellschaft. 

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Burundi ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit.
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