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Burundi

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Dezember 2012

Politische Beziehungen

Die deutsch-burundischen Beziehungen sind freundschaftlich und gehen auf die Kolonialzeit des Deutschen Reiches (1896-1916) zurück. Deutschland war einer der ersten Partner der Entwicklungszusammenarbeit nach der Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1962 und genießt aufgrund seiner Verdienste für die Entwicklung Burundis einen guten Ruf. Aufgrund der langjährigen politischen Instabilität des Landes hatten die politischen Beziehungen seit 1993 an Intensität verloren. Die Botschaft Bujumbura musste im Dezember 1999 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Nachdem sich die Sicherheitslage nach den Wahlen von 2005 stark verbessert hatte, wurde sie im Jahr 2006 wiedereröffnet. Zentrales deutsches Interesse ist es, Burundi politisch und wirtschaftlich auf dem Weg der Versöhnung, der Demokratisierung und des Wiederaufbaus zu unterstützen. Die Entwicklungszusammenarbeit wurde seit 2002 wieder neu belebt. Nach der Verdoppelung der Mittel im Jahre 2009 wurde sie für den Zeitraum 2012/2013 auf nunmehr 27,5 Millionen Euro erhöht. Burundi unterstützt Deutschland in multilateralen Gremien und insbesondere bei seinem Wunsch nach einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.


Entwicklungszusammenarbeit

Die 2002 wiederaufgenommene Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf den Bereich Wasserversorgung, Wassermanagement und Abwasserentsor­gung. Mittelfristig weitergeführt werden die begonnenen Maßnahmen zur Frie­denssicherung und Reintegration von Flüchtlingen und Ex-Kombattanten sowie reproduktive Gesundheit und Bekämpfung von HIV/AIDS. In der ersten Phase ging es darum, mit einer schnellen Umsetzung von Maßnahmen den politischen Neubeginn zu unterstützen und so als Friedensdividende sichtbar zu machen. Maßnahmen zur Reintegration der zurückkehrenden Flüchtlinge wurden inzwi­schen stark ausgeweitet. Neu aufgenommen wurde 2008 die Unterstützung der burundischen Polizei, um die Sicherheit im Lande für die Bevölkerung zu erhö­hen. Die deutsche Entwicklungshilfe wurde kontinuierlich erhöht und beläuft sich seit 2011 auf rund 27,5 Millionen Euro, wobei der Wassersektor den Schwerpunkt bildet. Aber auch die Unterstützung des Energiebereichs stellt für das in dieser Hinsicht notorisch unterversorgte Land eine wichtige Stütze auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung dar. Im laufenden Jahr 2012 kamen einmalig weitere rund 10 Millionen Euro dazu (davon 6 Millionen für den Umwelt- und Agrarbereich, 3 Millionen Euro für Gesundheit sowie eine Million Euro für diverse Projekte). Bei der Geberkonferenz in Genf Ende Oktober wurde von der deutschen Delegation unter Vorbehalt eine Erhöhung der Zusage um fast 50 Prozent für 2013 angekündigt.

Deutschland ist zudem der größte Geber im Bereich der Familienplanung.


Wirtschaftliche Beziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind gering. Burundi liegt auf Rang 176 von 234 Handelspartnern Deutschlands. 2009 haben die deutschen Einfuhren 18 Millionen Euro, die deutsche Ausfuhren 10,1 Millionen Euro betragen, wobei sich die Einfuhren gegenüber 2008 stark erhöht haben, die Ausfuhren dagegen weiter gesunken sind. Der deutsch-burundische Handel konzentriert sich auf den Import von Kaffee nach Deutschland, der neben Tee das wichtigste Exportgut Burundis darstellt. Nennenswerte deutsche Investitionen in Burundi gibt es nicht. Auch der Tourismus spielt bislang kaum eine Rolle.


Kulturelle Beziehungen

Die kulturellen Beziehungen haben durch den Bürgerkrieg seit 1993 stark gelit­ten und sind gering. Im Jahr 2012 fand eine Serie von kulturellen und sonstigen Aktivitäten statt, vornehmlich in einer stark beachteten und im ganzen Land veranstalteten deutschen Filmwoche. Der Deutschunterricht wurde nach rund einem Jahr Anfang 2012 wieder aufgenommen; es gibt eine Schule, die am PASCH-Programm teilnimmt. Seit 1987 besteht in Bujumbura eine deutsch-burundische Freundschaftsgesellschaft. 

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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