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Burkina Faso

Wirtschaft

Stand: November 2016

Grundlagen

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Im Human Development Report 2015 liegt Burkina Faso auf Rang 183 von 188 Ländern. Die Mehrzahl der Millenium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen wurden bis 2015 trotz Fortschritten nicht erreicht.

Die Wirtschaft ist mit Ausnahme von Baumwollproduktion und Bergbau (insbesondere Gold), geprägt durch Subsistenzwirtschaft. Aufgrund geringer Diversifizierung ist das Land in hohem Maße abhängig von klimatischen Bedingungen und Weltmarktpreisen für Exportprodukte. Die Binnenlage bedingt gleichermaßen hohe Transportkosten und Abhängigkeit von der Stabilität in den Nachbarstaaten an der Küste, vor allem Côte d’Ivoire. Burkina Faso ist Mitglied der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft UEMOA sowie der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS.

Die Weltbank sah Burkina Faso in ihrer Veröffentlichung "Doing Business" 2016 auf Platz 146 von weltweit 190, der IWF bestätigte Burkina Faso erneut eine insgesamt gute makroökonomische Politik: 2015 wurde ein Wachstum von 4 Prozent erreicht, vor der innenpolitischen Krise im Oktober 2014 im Jahresdurchschnitt 5,7 Prozent. Durch verbesserte Finanzverwaltung konnte Burkina Faso auch seine Eigeneinnahmen wiederum steigern. 2014 lagen sowohl die Inflation mit -0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts als auch die Steuerquote von 17,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Rahmen der UEMOA-Konvergenzkriterien. 2015 lag die Inflation im Jahresdurchschnitt bei 0,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, das Haushaltsdefizit überschritt mit 3,7 Prozent das Ziel von 3,0 Prozent knapp.

Wirtschaftliche Entwicklung

Der politische Übergang bietet Chancen für eine dynamischere wirtschaftliche Entwicklung. Entscheidend wird sein, ob bzw. wie schnell der Privatsektor wieder Vertrauen in eine stabile Entwicklung fasst. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die erfolgreiche Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem IWF. Der IWF bescheinigte der Übergangsregierung im März 2015 ein solides Krisenmanagement. Im Juni 2014 stellten IWF und Weltbank unverändert ein gemäßigtes Überschuldungsrisiko fest, weshalb der IWF bereits 2013 Ausnahmegenehmigungen für nicht-konzessionäre Finanzierungen erteilte. Mit diesen sollen Vorhaben mit "positiver Rendite" finanziert werden, zum Beispiel ein neuer Flughafen für Ouagadougou, Straßen und ein Staudamm.

Von besonderer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung ist auch die nachhaltige Verwendung von Einnahmen aus dem Bergbau. Bereits seit Februar 2013 erfüllt Burkina Faso die Bedingungen der "Extractive Industries Transparency Initiative" (EITI). Im Mai 2014 wurde die Genehmigung für eine Mangan-Mine im Norden des Landes erteilt. Burkina Faso könnte mit dieser mittelfristig zum größten Mangan-Exporteur Afrikas aufsteigen.

Die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland sind gering ausgeprägt. Im Jahr 2014 lag Burkina Faso auf Rang 149 im Volumen des Außenhandels mit Deutschland. Der im August 2012 begonnene Bau einer Zementfabrik durch HeidelbergCement wurde Anfang 2015 abgeschlossen. Mit einem Gesamtumfang von rund 50 Millionen US-Dollar stellt das Projekt die bislang größte private Direktinvestition in die Industrie dar. Es wurde gemeinsam mit lokalen Partnern umgesetzt. Mittlerweile wurde die Anlage um einen eigenen Solarpark ergänzt, der langfristig die Stromversorgung sichern soll.  

An deutschen Firmen sind außerdem DenkPharma, B Braun sowie DHL und Allianz in Burkina Faso vertreten.

Umwelt

Ein Großteil der Wertschöpfung (Landwirtschaft, Viehzucht, Gold, Energie) hängt unmittelbar von natürlichen Ressourcen ab (etwa ein Drittel des BIP). Ökologische Nachhaltigkeit ist als Querschnittsthema in der burkinischen Entwicklungsstrategie verankert. Im April 2013 wurde ein Umweltschutzgesetz verabschiedet und die Nutzung von Plastiktüten ab 2015 verboten. Gemeinsam mit den Gebern engagiert sich die Regierung in verschiedenen Programmen zum Schutz von Ressourcen und deren nachhaltiger Bewirtschaftung.

Burkina Faso ist Mitglied der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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Burkina Faso ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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