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Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Die bilaterale entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit verschiedenen Staaten Lateinamerikas und der Karibik ist ein wichtiges Element der deutsch-lateinamerikanischen Beziehungen. Lateinamerika hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten bedeutende Entwicklungsfortschritte gemacht. Die regionale Wirtschaft ist gewachsen und effektive sozialpolitische Maßnahmen haben dazu beigetragen, die Armut zu bekämpfen. Dennoch birgt die Ungleichverteilung von Eigentum und Einkommen weiterhin Konfliktpotential.

Deutschland sieht die Schaffung einer auf sozialen Ausgleich zielenden Fiskal- und Steuerpolitik als maßgeblich für den sozialen Frieden und die Sicherung der Demokratie an. Um sich langfristig erfolgreich in die Weltmärkte und die Weltpolitik zu integrieren, ist es auch notwendig, soziale Sicherungssysteme zu festigen und eine Förderung des sozialen Dialogs voranzubringen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich seit über 50 Jahren erfolgreich in dieser Region und begleitet und unterstützt die Länder Lateinamerikas auf diesem Weg.

Schwerpunkte der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit

Bauern bei Wiederaufforstung, El Salvador

Bauern bei Wiederaufforstung, El Salvador
© GTZ / Richard Lord

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Bauern bei Wiederaufforstung, El Salvador

Bauern bei Wiederaufforstung, El Salvador

Im Vordergrund der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit mit Lateinamerika und der Karibik stehen unter dem übergreifenden Ziel der Armutsminderung der Umwelt- und Klimaschutz, Demokratie und Rechts­staatlichkeit sowie Wasserressourcen­management.

Die Kooperation mit anderen bilateralen Gebern, multilateralen Entwicklungsbanken und mit der Europäischen Union wird hierbei immer enger. Zugleich geht es darum, die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen für Entwicklung durch einen intensiven Dialog mit den Regierungen und der Zivilgesellschaft zu verbessern.

Deutschland setzt vermehrt auf die entwicklungspolitische Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung. So unterstützt Deutschland Berufsbildungsinstitutionen, um Jugendliche bei der Berufsorientierung und der Arbeitssuche zu beraten und die Berufsqualifizierung der insbesondere in Zentralamerika sehr jungen Bevölkerung zu stärken. Deutschland engagiert sich für die Einhaltung internationaler Arbeits- und Sozialstandards und setzt sich gleichzeitig für die Förderung von sozialer Verantwortung der Unternehmen ein. In Dreieckskooperationen trägt Deutschland dazu bei, dass fortgeschrittene Staaten Lateinamerikas zunehmend selbst Verantwortung in Drittländern übernehmen.


Stand 23.01.2013