Hauptinhalt

Portugal

Außenpolitik

Stand: Dezember 2014

Die portugiesische Außenpolitik hat drei Prioritäten: Die europäische Integration, die transatlantische Partnerschaft und die Beziehungen zu den portugiesischsprachigen Staaten, mit denen Portugal in der CPLP (Gemeinschaft portugiesischsprachiger Staaten) auch institutionell besonders verbunden ist.

Europäische Union

Portugal ist seit 1986 Mitglied der EG/heute EU (Europäische Union). Alle bisherigen Regierungen haben die wichtigen Projekte der europäischen Integration mitgestaltet. Portugal ist Teil der Schengen-Gruppe und gehört zu den Gründungsmitgliedern der Euro-Gruppe. Lissabon hat drei erfolgreiche EU-Präsidentschaften durchgeführt: 1992, 2000 (Lissabon-Strategie) und zuletzt 2007 (Lissabon-Vertrag). Portugal versteht sich als Europas Brücke nach Brasilien und in die lusophonen Staaten Afrikas.

Portugal erhielt im Mai 2011 Finanzhilfen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF). Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden Portugal Kredite in Höhe von 78 Mrd. Euro zugesagt.

Transatlantische Beziehungen, Sicherheitspolitik

Die Beziehungen Portugals zu Nordamerika haben einen besonderen Stellenwert, unter anderem wegen der Bedeutung der USA für die Sicherheit im Atlantik mit den portugiesischen Atlantikinselgruppen Azoren und Madeira und auch wegen der großen Kolonie von Auslandsportugiesen in den USA und Kanada. Portugal ist eines der Gründungsmitglieder der NATO (North Atlantic Treqay Organisation) und war im November 2010 Gastgeber des NATO-Gipfels. Portugal beteiligt sich an internationalen Missionen der EU, NATO und den VN.

Gemeinschaft portugiesischsprachiger Staaten

1996 wurde die Gemeinschaft portugiesischsprachiger Staaten (CPLP) gegründet. Mitglieder sind neben Portugal, das bis Juli 2010 die Präsidentschaft innehatte, Brasilien, Angola, Mosambik, Kapverden, São Tomé e Príncipe, Guinea-Bissau und Ost-Timor. Die CPLP hat sich gerade bei kulturellen Themen als erfolgreich erwiesen, zunehmend bemüht sich die CPLP auch um eine verstärkte Zusammenarbeit in wirtschaftlicher und zuletzt bei den Bemühungen zur Beilegung der Krise in Guinea-Bissau auch in politischer Hinsicht.

Beziehungen zu sonstigen Staaten

Positiv entwickeln sich die ökonomischen Beziehungen zu China, Indien, Russland sowie zum Maghreb und zum Nahen Osten. In jüngster Zeit ist Portugal zunehmend bemüht, seine Wirtschaftskontakte in Nordafrika auszubauen.

In Fragen der Immigration spielen die Beziehungen zur Ukraine, Brasilien und den früheren afrikanischen Kolonien eine besondere Rolle, aus denen die meisten Einwanderer (4,5 Prozent der Bevölkerung Portugals) stammen. Im Rahmen des in 2012 aufgelegten Visa-Gold-Programms („Wohlstandsimmigration“) wird die ganz überwiegende Zahl der Visen an chinesische Staatsbürger vergeben.

Innerhalb Europas haben die Beziehungen zum einzigen geografischen Nachbarn Spanien besondere Bedeutung. Spanien ist mit einem Anteil von rund 22 Prozent größter Handelspartner, die bilaterale Zusammenarbeit hat sich stark entwickelt. Historische Belastungen sind weitgehend überwunden. Neben den bilateralen Beziehungen zu Deutschland bestehen auch besonders intensive Beziehungen zu Frankreich (3. Handelspartner, 800.000 Auslandsportugiesen).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere