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Botsuana

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: April 2014

Bildungspolitik und Bildungssystem

Im Bildungsbereich liegt ein Schwerpunkt der botsuanischen Entwicklungspolitik. Das Land ist auf vielen Gebieten immer noch von ausländischen Fachkräften abhängig, insbesondere bei modernen Technologien, in der Leitung großer staatlicher Unternehmen und im Dienstleistungssektor.

Die Schulausbildung war bis 2007 in Botsuana kostenlos, als Schulgebühren im Sekundärschulbereich eingeführt wurden, die etwa 50 Euro pro Kind und Jahr betragen. Das Schulsystem wurde nach britischem Vorbild entwickelt. Neben staatlichen Schulen bestehen auch wenige private Einrichtungen. Setsuana ist die erste, Englisch die zweite offizielle Amtssprache. Englischunterricht wird deshalb an allen Schulen erteilt; im Sekundarschulbereich ist Englisch Unterrichtssprache. Weitere Fremdsprachen, wie Französisch, Chinesisch oder Spanisch werden hauptsächlich an Privatschulen gelehrt. Die Alliance Française unterhält ein Sprachkursangebot in der Hauptstadt Gaborone.

Mehr als 90 Prozent der Kinder ab 6 Jahren haben Zugang zur Grundschule; 63 Prozent besuchen eine weiterführende Schule. Die Analphabetenrate ist mit 8,8 Prozent im regionalen Vergleich niedrig. Ungeachtet der hohen Ausgaben für das Bildungssystem (mehr als 25% des Haushalts) lässt die Qualität des Schulunterrichts zu wünschen übrig. Die hohe Durchfallquote bei den Jahresabschlussprüfungen 2013 führte zu erheblicher Kritik.

Die Universität von Botsuana war lange die einzige des Landes (25.000 Studenten, nicht alle Fachbereiche werden angeboten). Im August 2012 wurde die "Botswana International University of Science and Technology" (BIUST) in Palapaye gegründet. Darüber hinaus gibt es noch das "Botsuana College of Agriculture", das Bachelorstudiengänge anbietet. 

Außerdem entsendet der Staat viele Studenten mit staatlichen Stipendien ins Ausland, in erster Linie nach Südafrika, aber auch in die USA, nach Großbritannien, China und Russland.

Kultur

Eigenständige kulturelle Überlieferungen finden sich in Volkstänzen und im Volksgesang. Die größte kulturelle Veranstaltung ist das alljährlich im April stattfindende Maitisong-Festival in der Hauptstadt Gaborone, zu dem Theater- und Musikgruppen aus dem ganzen südlichen Afrika anreisen. Daneben zieht das Kuru San Dance Festival im August jeden Jahres in der Nähe von D'kar in der Kalahari drei Tage lang Besucher an, welche sich von den traditionellen Tänzen und Gesängen der Buschleute (San) begeistern lassen.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.