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Botsuana

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Oktober 2014

Bildungspolitik und Bildungssystem

Im Bildungsbereich liegt ein Schwerpunkt der botsuanischen Entwicklungspolitik. Das Land ist auf vielen Gebieten immer noch von ausländischen Fachkräften abhängig, insbesondere bei modernen Technologien, in der Leitung großer staatlicher Unternehmen und im Dienstleistungssektor.

Die gesamte Schulausbildung in Botsuana war bis zum Jahr 2007, als Schulgebühren im Sekundärschulbereich eingeführt wurden, kostenlos. Seitdem betragen die Schulgebühren umgerechnet etwa 50 Euro pro Kind und Jahr. Das Schulsystem orientiert sich am britischem System. Neben staatlichen Schulen bestehen auch wenige private Einrichtungen. Setswana ist die erste, Englisch die zweite offizielle Amtssprache. Englischunterricht wird deshalb an allen Schulen erteilt. In den Grundschulen ist Setswana, im Sekundarschulbereich Englisch Unterrichtssprache. Weitere Fremdsprachen wie Französisch, Chinesisch oder Spanisch werden hauptsächlich an Privatschulen gelehrt. Die Alliance Française unterhält ein Sprachkursangebot in der Hauptstadt Gaborone.

Mehr als 90 Prozent der Kinder ab sechs Jahren haben Zugang zur Grundschule; 63 Prozent besuchen eine weiterführende Schule. Die Analphabetenrate ist mit 8,8 Prozent im regionalen Vergleich niedrig. Ungeachtet der hohen Ausgaben für das Bildungssystem (seit Jahren mehr als 25 Prozent des Haushalts) lässt die Qualität des Schulunterrichts zu wünschen übrig. Die hohe Durchfallquote bei den Jahresabschlussprüfungen 2013 führte zu erheblicher Kritik.

Die Universität von Botsuana war lange die einzige des Landes (25.000 Studenten, nicht alle Fachbereiche werden angeboten). Im August 2012 wurde die "Botswana International University of Science and Technology" (BIUST) in Palapaye gegründet. Darüber hinaus gibt es noch das "Botswana College of Agriculture", das Bachelorstudiengänge anbietet. 

Außerdem entsendet der Staat viele Studenten mit staatlichen Stipendien ins Ausland, in erster Linie nach Südafrika, aber auch in die USA, nach Großbritannien, China und Russland.

Kultur

Eigenständige kulturelle Überlieferungen finden sich in Volkstänzen und im Volksgesang. Die größte kulturelle Veranstaltung ist das alljährlich im April stattfindende Maitisong-Festival in der Hauptstadt Gaborone, zu dem Theater- und Musikgruppen aus dem ganzen südlichen Afrika anreisen. Daneben zieht das Kuru San Dance Festival im August jeden Jahres in der Nähe von D'kar in der Kalahari drei Tage lang Besucher an, welche sich von den traditionellen Tänzen und Gesängen der San begeistern lassen.

Großen Zuspruchs erfreut sich auch der jährlich von der Regierung ausgeschriebene Wettbewerb für bildende Künste und Kunstgewerbe.

Ende Juni 2014 wurde das Okavango-Delta von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen (als Nr. 1000). Schon seit mehreren Jahren stehen die Felsmalereien in den Tsodilo Hills im Nordwesten des Landes auf jener Liste.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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