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Botsuana

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: März 2015

Bildungspolitik und Bildungssystem

Im Bildungsbereich liegt ein Schwerpunkt der botsuanischen Entwicklungspolitik. Das Land ist auf vielen Gebieten immer noch von ausländischen Fachkräften abhängig, insbesondere bei modernen Technologien, in der Leitung großer staatlicher Unternehmen und im Dienstleistungssektor.

Das Schulwesen in Botsuana stellt die Regierung vor beträchtliche Herausforderungen. Obwohl das Bildungsministerium seit vielen Jahren den mit Abstand größten Anteil am staatlichen Haushalt zugewiesen bekommt (mehr als 25 Prozent), sind die Ergebnisse wenig zufriedenstellend. In den vergangenen Jahren führte die extrem hohe Durchfallquote bei den jährlichen Abschlussprüfungen der einzelnen Schulstufen zu erheblicher Kritik im Land.

Botsuana betreibt ein dreigliedriges Schulsystem: Grundschule, 1. Sekundarstufe, 2. Sekundarstufe mit Abschluss der Hochschulzugangsberechtigung. Die Beschulungsrate liegt heute im Grundschulbereich bei ca. 94 Prozent der Kinder in dieser Altersgruppe. Die Zahl der im Durchschnitt tatsächlich absolvierten Schuljahre konnte bis 2014 auf knapp 9 Jahre gesteigert werden. Dementsprechend liegt die Rate der Analphabeten im Lande bei nur etwa 8 Prozent. Die Unterrichtssprachen sind Setswana in den ersten Jahren der Grundschule, nachher überwiegend Englisch. An zahlreichen Privatschulen werden weitere Fremdsprachen unterrichtet (aber kein deutsch). In den nächsten Jahren konzentrieren sich die Bemühungen der Regierung auf deutliche Qualitätsverbesserung durch Reform des Schulsystems, angefangen bei besserer Versorgung mit vorschulischen Angeboten (Kindergarten).

Die Universität von Botsuana war lange die einzige des Landes (25.000 Studenten, nicht alle Fachbereiche werden angeboten). Im August 2012 wurde die "Botswana International University of Science and Technology" (BIUST) in Palapaye gegründet, die 2015 ihren Lehrbetrieb aufgenommen hat. Darüber hinaus gibt es noch das "Botswana College of Agriculture", das Bachelorstudiengänge anbietet. 

Außerdem entsendet der Staat viele Studenten mit staatlichen Stipendien ins Ausland, in erster Linie nach Südafrika, aber auch in die USA, nach Großbritannien, China und Russland.

Kultur

Eigenständige kulturelle Überlieferungen finden sich in Volkstänzen und im Volksgesang. Die größte kulturelle Veranstaltung ist das alljährlich im April stattfindende Maitisong-Festival in der Hauptstadt Gaborone, zu dem Theater- und Musikgruppen aus dem ganzen südlichen Afrika anreisen. Daneben zieht das Kuru San Dance Festival im August jeden Jahres in der Nähe von D'kar in der Kalahari drei Tage lang Besucher an, welche sich von den traditionellen Tänzen und Gesängen der San begeistern lassen.

Großen Zuspruchs erfreut sich auch der jährlich von der Regierung ausgeschriebene Wettbewerb für bildende Künste und Kunstgewerbe.

Ende Juni 2014 wurde das Okavango-Delta von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen (als Nr. 1000). Schon seit mehreren Jahren stehen die Felsmalereien in den Tsodilo Hills im Nordwesten des Landes auf jener Liste.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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