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Andorra

Außenpolitik

Stand: März 2014

Grundlinie der andorranischen Außenpolitik ist die Einbettung in internationale Organisationen (VN-Mitglied seit 1993, Europarat seit 1994, OSZE seit 1996, Beobachterstatus bei der WHO etc.).

Am 1.5.2004 wurden die Verhandlungen über eine zusätzliche Kooperationsvereinbarung zwischen dem Fürstentum Andorra und der Europäischen Union abgeschlossen. Die Übereinkunft stärkt die politischen Beziehungen und eröffnet Andorra die Möglichkeit der Teilhabe an Förderprogrammen. Insgesamt hat sich Andorra seit dem Beitritt Spaniens zur EU (1986) weiter gegenüber dem Ausland geöffnet.

Bilateral konzentriert sich das Land auch wegen der wirtschaftlichen Beziehungen auf die direkten Nachbarn Spanien und Frankreich. Die besondere Beziehung zu Spanien resultiert zudem aus der kulturellen und sprachlichen Nähe zu Katalonien und dem hohen Anteil spanisch-stämmiger Ausländer in der andorranischen Gesellschaft.

Außenpolitisch wird Andorra durch die beiden Staatsoberhäupter als „Kofürsten“ - dem Bischof von La Seu d'Urgell, derzeit Monsigneur Joan Enric Vives i Sicilia und dem Präsidenten der Französischen Republik, derzeit François Hollande - repräsentiert. Ihnen steht ein Veto-Recht in auswärtigen Angelegenheiten zu.

Andorra unterhält mit über 100 Staaten diplomatische Beziehungen.

Andorra besitzt kein eigenes Militär, die Landesverteidigung wird aufgrund des Vertrages vom 3. Juni 1993 von Spanien und Frankreich übernommen.

Die entwicklungspolitischen Prioritäten des Fürstentums Andorra liegen auf dem Schutz von Minderheiten und besonders verwundbaren Personengruppen, auf Wasserversorgung und auf nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Stand 31.03.2014