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Griechenland

Kultur und Bildung

Stand: November 2014

Bildung

Es besteht eine allgemeine neunjährige Schulpflicht, wobei über 90 Prozent eines Jahrgangs auch die Sekundarstufe II (Lyzeum) besuchen. Ausschlaggebend für die Vergabe der Studienplätze sind die Ergebnisse der Panhellenischen Prüfungen, der zentralen Hochschulzulassungsprüfung.

Derzeit gibt es in Griechenland 22 Hochschulen und 14 Technologische Ausbildungsinstitute (vergleichbar mit den deutschen Fachhochschulen). Der Übergang zur Universität ist wegen der starken Nachfrage nach Studienplätzen nur einem Teil der Abiturienten möglich. Der Mangel an den besonders nachgefragten Studienplätzen (Medizin, Rechts- und Ingenieurswissenschaften) zwingt auch weiterhin viele griechische Studenten, im Ausland (vor allem Großbritannien, Italien, Deutschland, Frankreich, USA) zu studieren. In Deutschland studieren  etwa 6.500 Studenten aus Griechenland. Vor allem das Interesse an grundständigen Studien und Aufbaustudiengängen ist - wohl auch im Zeichen der Krise - gewachsen, insbesondere in den Ingenieurs- und Rechtswissenschaften.

Private griechische Einrichtungen, die teilweise in Zusammenarbeit mit ausländischen Hochschulen verschiedene Studiengänge anbieten, haben großen Zulauf. Ihre Diplome werden vom griechischen Staat jedoch bisher nicht anerkannt. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom Oktober 2008, das eine solche Anerkennung verlangt, wurde bislang nicht umgesetzt.Englisch spielt als erste Fremdsprache die führende Rolle an griechischen Schulen. Englisch ist Pflichtfach in Grundschule, Gymnasium (7.-8. Klasse) und Lyzeum (9.-11. Klasse) . 1992 wurde für die weiterführenden Schulen die Einführung einer zweiten Fremdsprache beschlossen. Seitdem hatte das Unterrichtsfach Deutsch einen starken Zulauf erhalten.

Medien

In Griechenland besteht nach wie vor eine große Vielfalt an Tageszeitungen, Wochen- und Fachzeitschriften. Seit Jahren sinken allerdings Auflagenzahlen und Werbeeinnahmen. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Nachrichtenportale im Internet und Blogs. Mit der "Griechenland-Zeitung" existiert eine deutschsprachige Wochenzeitung von guter Qualität.

Im Juni 2013 wurde der staatliche Hörfunk- und Fernsehsender ERT  geschlossen. Dies führte zu einer innenpolitischen Belastungsprobe und zum Austritt der Partei DIM.AR aus der Koalitionsregierung. Im Juli 2013 trat das Gesetz über den neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender NERIT in Kraft, der bisHerbst 2013 in aufgebaut wurde. Ehemalige Mitarbeiter und Mitglieder der Gewerkschaften von ERT hielten monatelang die Hauptgebäude von ERT besetzt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Stand 17.11.2014

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