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Griechenland

Kultur und Bildung

Stand: März 2015

Bildung

Es besteht eine allgemeine neunjährige Schulpflicht, wobei über 90 Prozent eines Jahrgangs auch die Sekundarstufe II (Lyzeum) besuchen. Ausschlaggebend für die Vergabe der Studienplätze sind die Ergebnisse der Panhellenischen Prüfungen, der zentralen Hochschulzulassungsprüfung, die landesweit stattfindet (vergleichbar mit der deutschen Abiturprüfung) und den erfolgreichen Prüfungsteilnehmer dazu berechtigt, nach Vorlage der entsprechenden Hochschulzugangsbescheinigung, an einer Hochschule zu studieren.

Die neue griechische Regierunghat angekündigt, die Hochschulzulassungsbedingungen zu erleichtern. Derzeit gibt es in Griechenland 22 Hochschulen und 14 Technologische Ausbildungsinstitute (vergleichbar mit den deutschen Fachhochschulen). Der Übergang zur Universität ist wegen der starken Nachfrage nach Studienplätzen nur einem Teil der Abiturienten möglich. Der Mangel an den besonders nachgefragten Studienplätzen (Medizin, Rechts- und Ingenieurswissenschaften) zwingt auch weiterhin viele griechische Studenten, im Ausland (vor allem Großbritannien, Italien, Deutschland, Frankreich, USA) zu studieren. In Deutschland studieren  etwa 6.500 Studenten aus Griechenland. Vor allem das Interesse an grundständigen Studien und Aufbaustudiengängen ist - wohl auch im Zeichen der Krise - gewachsen, insbesondere in den Ingenieurs- und Rechtswissenschaften.

Private griechische Einrichtungen, die teilweise in Zusammenarbeit mit ausländischen Hochschulen verschiedene Studiengänge anbieten, haben großen Zulauf. Ihre Diplome werden vom griechischen Staat jedoch bisher nicht anerkannt. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom Oktober 2008, das eine solche Anerkennung verlangt, wurde bislang nicht umgesetzt.Englisch spielt als erste Fremdsprache die führende Rolle an griechischen Schulen, es ist Pflichtfach in Grundschule, Gymnasium (7.-8. Klasse) und Lyzeum (9.-11. Klasse). Seit 1992 wird anweiterführenden Schulen eine zweite Fremdsprache gelehrt, wobei Deutschunterricht einen starken Zulauf erhält. Allerdings fehlt es landesweit an genügend Deutschlehrern, um die Nachfrage zu befriedigen.  

Medien

In Griechenland besteht nach wie vor eine große Vielfalt an Tageszeitungen, Wochen- und Fachzeitschriften. Seit Jahren sinken allerdings Auflagenzahlen und Werbeeinnahmen. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Nachrichtenportale im Internet und Blogs. Mit der "Griechenland-Zeitung" existiert eine deutschsprachige Wochenzeitung von guter Qualität.

Die neue griechische Regierung hat angekündigt, den im Juni 2013 von der damaligen Regierung Samaras geschlossenen staatlichen Hörfunk- und Fernsehsender ERT wieder zu eröffnen. Die Mitarbeiter des Nachfolgesenders NERIT sollen dann wieder in den neugegründeten ERT integriert werden.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Stand 19.03.2015

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