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Tschad

Tschad: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Stand 21.12.2014
(Unverändert gültig seit: 15.10.2014)

Letzte Änderung: redaktionelle Änderung

Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht neben der erhöhten Gefahr terroristischer Gewaltakte, auch weiter das Risiko gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab. 

In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind auch Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.

Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.



Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung

Nach einer Reihe von Entführungen und extremistisch motivierten Vorfällen im nördlichen Kamerun und somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad (mehrere Entführungen von Personen verschiedener Staatsangehörigkeit, mutmaßlich von Anhängern der nigerianischen Terrororganisation „Boko Haram“ verübter Angriff auf einen Polizeistation in Kousseri, bewaffnete Auseinandersetzungen mit der kamerunischen Armee) besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun wurden zeitweilig geschlossen; das Grenzgebiet wird zurzeit stark kontrolliert.

Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.

Darüber hinaus sind seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik rund einhunderttausend Menschen, unter ihnen auch bewaffnete Angehörige der ehemaligen Rebellenformation Séléka, in den Süden des Tschad, insbesondere in den Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan geflüchtet. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen. 

Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun und in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor. Wegen möglicher Sicherheitsrisiken ist jedoch auch im Stadtgebiet von N´Djamena und in anderen Städten Vorsicht beim Besuch öffentlicher Plätze, Restaurants etc. geboten.

Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten.

Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben (http://service.diplo.de/registrierungav) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren.

Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden

Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen

Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.

Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.

An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.

Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten

Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena

Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.

Reisen im Land

Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden.

Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.

Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.

   

 Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:

www.auswaertiges-amt.de 


Allgemeine Reiseinformationen

Dem Auswärtigen Amt liegen darüber hinaus keine allgemeinen Reiseinformationen vor.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente 

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Nein

Anmerkungen:
Das Reisedokument muss bis zum Ende der Reise gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Tschad ein gültiges Einreisevisum, das bei der tschadischen Botschaft in Berlin beantragt werden muss.

Sonstige Hinweise

Bei der Einreise über den Flughafen N’Djamena ist darauf zu achten, ob die Passbehörden eine Aufforderung in den Pass stempeln, sich beim zuständigen Commissariat zu registrieren. Dieser Aufforderung ist ggfs. innerhalb von 24 Stunden nachzukommen.

Bei Einreise auf dem Landweg finden an der tschadisch-nigrischen Grenze häufig keine Grenzkontrollen statt. Mit eigenem Fahrzeug von dort einreisende Touristen sollten deshalb umgehend die nächste Präfektur oder Unterpräfektur aufsuchen, da bei Weiterreise ohne Einreisestempel die Gefahr der Festnahme wegen illegaler Einreise besteht.

Für alle Präfekturen im Lande ist eine Reiseerlaubnis („autorisation de circuler“) erforderlich. Die Reiseerlaubnis muss vor Einreise auf dem Landweg zusammen mit dem Visum bei der tschadischen Botschaft beantragt werden und wird vom Innenministerium auf Vorschlag des Tourismusministeriums erteilt. 

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes. 


Besondere Zollvorschriften

Besondere Zollvorschriften sind nicht bekannt. Gegenstände des täglichen Bedarfs dürfen eingeführt werden. Für die Ausfuhr von im Tschad erworbenen kunsthandwerklichen Gütern kann im Einzelfall eine Genehmigung verlangt werden, die beim Tourismusministerium zu beantragen ist. Die Ausfuhr von nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) geschützten Pflanzen und Tierarten ist untersagt, obwohl ihr Erwerb im Tschad häufig möglich ist.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Fotografieren ist nur mit einer beim Tourismusministerium zu beantragenden Fotografiererlaubnis gestattet. Die Durchsetzung dieser Vorschrift ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Im Einzelfall kann Fotografieren oder Filmen ohne Erlaubnis zur Festnahme und Beschlagnahmung des Fotoapparats oder der Kamera führen.


Medizinische Hinweise

Reisende sollten für den Tschad unbedingt eine zuverlässige Rückholversicherung und einen Auslands-Krankenversicherungsschutz abschließen.

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch indiziert.

Während der Trockenzeit (Dezember-April) kommt es in den Ländern des „Afrikanischen Meningitisgürtels“, wozu der Tschad gehört, regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Die Impfung mit dem 4-fach-Impfstoff wird allen Reisenden empfohlen. 

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus, Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff) und Tollwut empfohlen.

Malaria

Es besteht ganzjährig und im gesamten Land ein hohes Risiko für die fast ausschließlich vorkommende Malaria tropica. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Eine Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind in Deutschland verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

Weitere nur durch Mückenschutz vermeidbare Erkrankungen kommen vor.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.

Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen, die auch größere Ausmaße annehmen können. Die Cholera(schluck-)impfung bietet Schutz und kann bei Einreise auf dem Landewege gelegentlich gefordert werden. Bei besonderer Exposition kann eine Impfung sinnvoll sein (Arbeiten in Slums, Pflege Erkrankter und in Flüchtlingslagern). Für den normalen Reisenden und Touristen wäre sie aus medizinischen Gründen jedoch nicht notwendig.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch, ganz besonders abseits der großen Städte. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, im Tschad gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind – ebenso wie die Mitnahme einer gut ausgestatteten Reiseapotheke - dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.


Weltweite Terrorwarnung

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Deutschen Staats­ange­höri­gen wird empfohlen sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslands­aufenthalts in die Krisen­vor­sorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen.

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Bitte beachten Sie auch unsere Fragen und Antworten zum Thema "Sicherheitshinweise"

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