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Spanien

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: März 2014

Spanien ist ein an historischen Kulturschätzen ausgesprochen reiches Land. Von steinzeitlichen Höhlenmalereien über Zeugnisse der keltischen, phönizischen und römischen Epoche, der maurischen Periode und dem Mittelalter bis zu den Kunstschätzen der Neuzeit sind alle Elemente vorhanden, die das Land zu einem Anziehungspunkt für den kulturhistorisch interessierten Besucher machen.

Nicht weniger reichhaltig und lebendig ist die aktuelle Kunst- und Kulturszene. Dies gilt nicht nur für die Metropolen Madrid und Barcelona, sondern zunehmend auch für die übrigen Regionen. Die nach dem Ende der Diktatur 1975 erfolgte Öffnung Spaniens hat sehr schnell zu einer Internationalisierung gerade auch des Kulturlebens geführt. Dreimal bereits wurden spanische Städte als Kulturhauptstadt Europas ausgewählt (Madrid 1992, Santiago de Compostela 2000 und Salamanca 2002). 2016 wird mit San Sebastián erneut eine spanische Stadt Kulturhauptstadt Europas sein.

Kunst und Kultur werden aus öffentlichen Haushalten, durch private Stiftungen und von Mäzenen gefördert. Die öffentliche Hand hat aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise und wegen der daraus folgenden, notwendigen Sparmaßnahmen die Höhe der Zuwendungen deutlich herabsetzen oder sogar streichen müssen.

Eine besondere Rolle spielen die zahlreichen Festivals wie das Internationale Filmfestival von San Sebastián oder das Internationale Theaterfestival von Almagro, zu denen regelmäßig hervorragende Vertreter aller Sparten der Darstellenden Kunst aus dem Ausland nach Spanien kommen. Mit dem Prado-Museum, dem Museum für zeitgenössische Kunst "Centro de Arte Reina Sofía" und der Sammlung Thyssen-Bornemisza verfügt Madrid über Kunstbestände, die die Stadt zu einem der interessantesten Museumsstandorte weltweit machen. Eine bedeutende Kulturszene gibt es auch in Barcelona, Valencia, Sevilla, Bilbao (Guggenheim-Museum) und anderen Städten.

Im spanischen Schulsystem ist die Schulpflicht bis zum 16. Lebensjahr verankert. Die Kompetenzen in diesem Bereich sind seit dem Beginn der 80er Jahre überwiegend auf die Autonomen Gemeinschaften (vergleichbar den deutschen Bundesländern) übergeleitet worden. Gemäß Hochschulrahmengesetz vom April 2007 wurde das Studienangebot an den Hochschulen des Landes sukzessiv auf Studiengänge umgestellt, die sich an den Vorgaben zur Errichtung eines gemeinsamen Europäischen Hochschulraumes orientieren (Bologna-Kriterien).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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