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Spanien

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: März 2017

Spanien ist ein an historischen Kulturschätzen ausgesprochen reiches Land. Kulturerbe ist von steinzeitlichen Höhlenmalereien (weltberühmt sind die Höhlen von Altamira) über Zeugnisse der keltischen, phönizischen und römischen Epoche, der maurischen Periode und dem Mittelalter bis zu Kunstschätzen der Neuzeit vorhanden. Sehenswert ist das 2014 neu eröffnete Archäologische Museum in Madrid, das einen eindrucksvollen Überblick über sämtliche Zeitepochen und kulturellen Einflüsse auf der iberischen Halbinsel gibt.

Spanien verfügt über eine reichhaltige und lebendige ist die aktuelle Kunst- und Kulturszene sowohl in den Metropolen Madrid und Barcelona als zunehmend auch in den übrigen Regionen. Bereits viermal wurden spanische Städte als Kulturhauptstadt Europas ausgewählt: 1992 Madrid, 2000 Santiago de Compostela, 2002 Salamanca und 2016 San Sebastián (http://dss2016.eu/en/). Zwei „deutsche“ Museen ergänzen das hiesige Kulturangebot: Das Museo Wolf Vostell in Malpartida de Cáceres und das Centro de Artes Visuales in der Weltkulturerbestadt Cáceres, das die Sammlung der deutschen Galeristin Helga de Alvear präsentiert.

Kunst und Kultur werden aus öffentlichen Haushalten, durch private Stiftungen und von Mäzenen gefördert. Die öffentliche Hand hat aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise und wegen der notwendigen Sparmaßnahmen die Höhe der Zuwendungen deutlich herabgesetzt bzw. gestrichen und gleichzeitig die MwSt auf Kulturprodukte auf 21% angehoben. Generell hat Spanien eine geringere staatliche Förderung im Kultursektor als Deutschland. Viele wichtige Kunstzentren werden von privaten Stiftungen von Banken und Versicherungen betrieben (z.B. Caixa-Forum in Barcelona, Sevilla und Madrid, Ausstellungssäle der Versicherung MAPFRE, der Fundación March, und von Telefónica, etc.)

Bildende Künste

Besondere Förderung erfahren in Spanien Leuchtturmprojekte wie die zahlreichen Festivals zu denen regelmäßig hervorragende Vertreter aus dem Ausland nach Spanien kommen (z.B. Internationales Filmfestival San Sebastián, Internationales Theaterfestival Almagro, Festival de Otoño a Primavera, Madrid). Mit dem Prado-Museum, dem Museum für zeitgenössische Kunst "Centro de Arte Reina Sofía" und der Sammlung Thyssen-Bornemisza verfügt Madrid über bedeutende Kunstbestände von Weltruf. Ein wichtiger Zweig der Kulturindustrie, die unterschiedlichen Berechnungen zufolge zwischen 3,4 und 4% des BIP ausmacht und über einer halben Million Menschen Arbeit gibt, sind Kunstmessen wie ARCO, Summa, Estampa, JustMad, ArtMad, etc. Eine bedeutende Kulturszene gibt es auch in Barcelona, Valencia, Sevilla, Bilbao (Guggenheim-Museum), Málaga (Picasso-Museum, Ableger des Thyssen Museums und des Centre Pompidou) sowie anderen Städten.

Schulwesen

Im spanischen Rechtssystem ist die Schulpflicht bis zum 16. Lebensjahr verankert. Die Kompetenzen in diesem Bereich sind seit dem Beginn der 1980er Jahre überwiegend auf die Autonomen Gemeinschaften (vergleichbar den deutschen Bundesländern) übergetragen worden. Gemäß Hochschulrahmengesetz vom April 2007 wurde das Studienangebot an den Hochschulen des Landes sukzessiv auf Studiengänge umgestellt, die sich an den Vorgaben zur Errichtung eines gemeinsamen Europäischen Hochschulraumes orientieren (Bologna-Kriterien).  

Zu deutschen Kulturmittlern siehe „Bilaterale Beziehungen“.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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