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Förderung der Kompetenz der Unabhängigen Wahlkommission Afghanistans

Derzeit findet in Duschanbe, Tadschikistan, ein vom Auswärtigen Amt gefördertes Projekt im Bereich Wahlmanagement und Anti-Korruption statt. Ziel des von der Humboldt-Viadrina School of Governance geleiteten Projektes ist es, jene nationalen Organisationen in Afghanistan zu stärken, denen eine entscheidende Rolle im Demokratisierungsprozess des Landes zukommt. 

Gemeinsam mit der Unabhängigen Wahlkommission Afghanistans, der afghanischen Menschenrechtskommission, der Stiftung für Freie und Faire Wahlen und weiteren Vertretern der afghanischen Zivilgesellschaft werden derzeit Techniken der Korruptionsbekämpfung und Verfahren zur Verbesserung der Wahlorganisation erarbeitet. Weiterhin werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Wahlen in Afghanistan in den Fokus konstruktiver Diskussionen gerückt. 

„Zentrales Anliegen des Projektes ist es, gemeinsam mit den Teilnehmern zu beraten, wie die Durchführung von Wahlen in Afghanistan verbessert und der Aufbau von transparenten, gut geführten politischen Strukturen wirksam stabilisiert und vorangetrieben werden kann“, sagt Projekt-Leiterin Anna Haupt. Eines der Hauptprobleme, die sich in Afghanistan dabei stellen, ist die geringe Zusammenarbeit der Akteure, die massive Korruption und der weitgreifende Nepotismus.

Anvisiertes Ergebnis des neuntägigen Workshops ist ein von allen Teilnehmern getragener Plan für die Umsetzung gemeinsam verabredeter Maßnahmen zur Verbesserung der Lage in Afghanistan in ihren jeweiligen Kompetenz- und Zuständigkeitsbereichen. 

Demokratisierung Afghanistans unterstützen

Parlamentswahlen 2010: Verteilung von Wahlzetteln in Kandahar

Parlamentswahlen 2010: Verteilung von Wahlzetteln in Kandahar
© picture-alliance/landov

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Parlamentswahlen 2010: Verteilung von Wahlzetteln in Kandahar

Parlamentswahlen 2010: Verteilung von Wahlzetteln in Kandahar

Parlamentswahlen 2010: Verteilung von Wahlzetteln in Kandahar

Die Eröffnungsveranstaltung des Projektes wurde u. a. vom Vorsitzenden von „Transparency International“, Peter Eigen, als Schirmherr des Projektes und der Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance, Gesine Schwan, geleitet. „Wir freuen uns, dass wir auf diesem Wege die Demokratisierung Afghanistans unterstützen können und hoffen, diese Arbeit auch in weiteren Transformationsgesellschaften der Region fortzuführen.“, unterstrich die Präsidentin.

Der Workshop wird von internationalen Experten aus den Bereichen afghanisches Recht, Wahlprozesse und Korruption begleitet. Das Projekt wird aus Mitteln des Stabilitätspakts der für Afghanistan des Auswärtigen Amts finanziert und ist zunächst bis Februar 2012 befristet.


Stand 01.02.2012