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Tonga

Kultur- und Bildungspolitik, Medien

Stand: September 2013

Bildungswesen

In Tonga besteht eine allgemeine Schulpflicht vom 6. bis zum 14. Lebensjahr; die Ausbildung ist kostenlos. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 99 Prozent. Kirchliche und private Organisationen spielen eine wichtige Rolle im Erziehungssystem, besonders im Sekundarbereich. Im Tertiärbereich halten die 'Atenisi University, das Sia’atoutai Theological College, die University of Nations (religiöse Hochschule), das Teachers Training College und die Royal School of Science for Distance Learning (Einrichtung des Militärs) verschiedene Ausbildungsangebote bereit. Viele Tongaer studieren an der Universität des Südpazifik, die von 12 südpazifischen Staaten (darunter Tonga) gemeinsam betrieben wird und Einrichtungen in mehreren Pazifikstaaten unterhält.


Medien

Es gibt drei Wochenzeitungen in Tonga: The Tonga Chronicle (Kalonikali Tonga), Tonga Star sowie die in Auckland (Neuseeland) herausgegebene The Times of Tonga (Taimi ‘o Tonga). Kalonikali Tonga und The Times of Tonga sind beide zweisprachig, der Tonga Star hingegen ist nur englischsprachig. Daneben erscheinen die Monatszeitungen Kele’a (regierungskritisch), Taumu’a Lelei (herausgegeben von der katholischen Diözese), Tohi Fanongonongo (herausgegeben von der methodistischen Kirche Tongas) und ‘Ofa ki Tonga (herausgegeben von der Tokaikolo Fellowship) sowie die vierteljährlichen Zeitschriften Matangi Tonga und Eva.

Der staatliche Fernsehsender TV Tonga ist seit Juli 2000 landesweit auf Sendung. Der Privatsender Oceania Broadcasting Network (OBN) kann ebenfalls landesweit empfangen werden. Es gibt vier Rundfunksender, Radio Tonga ("The call of the Friendly Islands"), Christian Radio, Radio 2000 und, auf den Bereich der Inselgruppe Vava’u beschränkt, Radio Nuku’alofa.

Durch eine im Jahr 2003 erfolgte Verfassungsergänzung wurden der Regierung erweiterte Möglichkeiten zur Kontrolle der Presse gegeben. Diese Regelung ist jedoch durch höchstrichterliche Entscheidung inzwischen wieder aufgehoben werden.


Gesellschaftliche Verhältnisse

Die gesellschaftlichen Verhältnisse werden immer noch in bedeutendem Maß vom Königshaus und der Adelsklasse geprägt. Die Angehörigen des Adels haben einen gegenüber den übrigen Bürgern privilegierten Status, der nicht zuletzt im Wahlrecht Ausdruck findet. Hinzu kommt, dass die Adeligen einen Großteil des Landes besitzen. Gleichwohl ist es allen Bürgern möglich, im politischen System aufzusteigen und sogar Regierungsposten zu bekleiden. Ihr Einfluss hat sich nach der Wahlreform 2010 erhöht.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.