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Blick hinter die Kulissen der Diplomatie

Was tut das Auswärtige Amt im Krisenfall? Wie werden internationale Verträge übersetzt, und wie deckt man einen Tisch, wenn ein Staatsgast erwartet wird? Antworten auf diese und andere Fragen gab es beim Tag der offenen Tür 2011. Ein Angebot, das mehr als 8500 Besucher am Wochenende vom 21. und 22. August nutzten.

Zum "Staatsbesuch" eingeladen hatte die gesamte Bundesregierung mit allen Ministerien, dem Bundeskanzleramt und dem Bundespresseamt. 

Zahlreiche Angebote

Bei sommerlichen Temperaturen gab es im Auswärtigen Amt für die Gäste viele unterhaltsame und informative Angebote: Das diplomatische Klassenzimmer vermittelte die unterschiedlichen Arbeitsfelder des Auswärtigen Amts, im Weltsaal des Altbaus konnten die Gäste die gedeckte Tafel für ein Staatsbankett bewundern, und beim "Internationalen Frühschoppen" berichteten ausländische Korrespondenten, wie das Deutschlandbild in ihren Ländern aussieht.

Besucher beim Tag der offenen Tür im AA (2011)

Besucher beim Tag der offenen Tür im AA (2011)
© Photothek / Imo

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Besucher beim Tag der offenen Tür im AA (2011)

Besucher beim Tag der offenen Tür im AA (2011)

Besucher beim Tag der offenen Tür im AA (2011)

Außerdem stellte sich der Sprachendienst vor, und Interessierte konnten sich einen Überblick über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten im Auswärtigen Amt verschaffen.

Im Krisenfall

Zahlreiche Besucher zog es in den Keller: Dort befindet sich - hinter dicken Stahltüren - das Krisenreaktionszentrum, dessen Mitarbeiter einen Einblick von der Arbeit in Krisenfällen - wie Naturkatastrophen, Flugzeugabstürzen, Anschlägen oder politischen Unruhen - vermittelten. 

Die Stahltüren erinnern an die lange Geschichte des Altbaus am Werderschen Markt:  Denn früher waren dort, wo nun das Krisenreaktionszentrum ist,  die Tresorräume der Reichsbank, die bis 1945 in dem Gebäude untergebracht war. Später zogen das Zentralkomitee der SED und ab 1990 die erste frei gewählte DDR-Volkskammer ein. Seit 1999 beherbergt es das Auswärtige Amt.

Geschichte zum Angucken

60 Jahre ist es her, dass das Auswärtige Amt nach dem Zweiten Weltkrieg neugegründet wurde. Im Lichthof wurde aus diesem Anlass eine Ausstellung eröffnet, die Stationen aus "60 Jahren Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland" zeigt. Wichtige "Geschichtsstücke" präsentierte auch das Politische Archiv, das verschiedene Verträge ausstellte.

Fragen an den Minister

Besonders interessiert waren die Besucher natürlich an einem Blick ins Ministerbüro, das wie in den vergangenen Jahren geöffnet war. Am Sonntag nachmittag kam Außenminister Westerwelle dann schließlich selber vorbei, um die Besucher im Auswärtigen Amt zu begrüßen, Fragen zu beantworten und Autogramme zu geben.
Und - die Besucher konnten bei dieser Gelegenheit auch hautnah miterleben, wie er sich vor zahlreichen Fernsehkameras zur Situation in Libyen und anderen außenpolitischen Fragen äußerte.


Stand 22.08.2011

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