Hauptinhalt

AArtist in residence-Programm startet in die Saison 2017

Jedes Jahr erhalten drei Künstler die Möglichkeit, im vielleicht höchsten Atelier Berlins zu arbeiten und auszustellen: Das Dachstudio und die umlaufenden Terrassen auf dem Auswärtigen Amt werden so zu einer Plattform, auf der sich Kunst und Außenpolitik begegnen.

Ein weiter Horizont ist wichtig, für Diplomaten genauso wie für Künstler. Vom Dachatelier des Auswärtigen Amts geht der Blick über den Berliner Himmel bis an den Horizont. Der Ausblick ist aber nicht der einzige Grund, warum es sich lohnt, von hier aus in die Ferne zu schweifen. Die sechs Stockwerke darunter sind bis zum Rand gefüllt mit Außenpolitik: Rund um die Uhr gehen hier Drahtberichte ein, aus Shanghai, Kairo oder Buenos Aires. An den Konferenztischen diskutieren Experten die Sicherheitslage in Somalia oder organisieren Hilfslieferungen für den Nahen Osten. Mit dem AArtist in residence-Programm entsteht im Auswärtige Amt ein Raum für grenzüberschreitende Kunst am Knotenpunkt der deutschen Außenpolitik.

Kunst am Knotenpunkt der deutschen Außenpolitik

Um die Welt zu verstehen reicht politische Analyse allein nicht aus. Darum gehört es mit zu den Kernaufgaben der Außenpolitik, rund um den Globus die Koproduktion von Kunst und Wissen zu fördern, Kulturen zu vernetzen und über Grenzen hinweg Dialog zu ermöglichen. Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik bildet neben den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen die "dritte Säule" der deutschen Außenpolitik.

Blick ins Atelier, hier mit Arbeiten des schwedischen Künstlers Henrik Strömberg.

Blick ins Atelier, hier mit Arbeiten des schwedischen Künstlers Henrik Strömberg.
© Henrik Strömberg

Bild vergrößern
Blick ins Atelier, hier mit Arbeiten des schwedischen Künstlers Henrik Strömberg.

Blick ins Atelier, hier mit Arbeiten des schwedischen Künstlers Henrik Strömberg.

Blick ins Atelier, hier mit Arbeiten des schwedischen Künstlers Henrik Strömberg.

AArtist in residence ist das erste Residenzprogramm in einem deutschen Bundesministerium. Eine Jury aus unabhängigen Experten wählt jedes Jahr drei Künstlerinnen und Künstler aus, die für drei Monate in das Dachatelier des Auswärtigen Amts eingeladen werden. Die Residenz richtet sich vor allem an Künstler, die aus dem Ausland stammen oder die sich in ihrer Arbeit intensiv mit globalen Themen auseinandersetzen. Am Ende des Arbeitsaufenthalts findet sowohl eine Ausstellung im Auswärtigen Amt, als auch in der Galerie des Künstlers statt. Der Arbeitsaufenthalt wird außerdem mit einem Stipendium unterstützt.

Der Berliner Kunstbetrieb zieht mittlerweile Menschen aus der ganzen Welt an. Für sein Residenzprogramm arbeitet das Auswärtige Amt darum eng mit dem Landesverband Berliner Galerien zusammen.

Die Artist in Residence-Stipendiaten 2017:

Der deutsch-libanesische Künstler Said Baalbaki  erlebte als Kind den libanesischen Bürgerkrieg. Heimat als Sehnsuchtsort und gleichzeitig als Ort der Zerstörung und des Schreckens  - in seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit Fragen nach Identität und Erinnerung in einer Zeit globaler Konflikte.

Beatrice Minda

Beatrice Minda
© photothek.net

Bild vergrößern
Beatrice Minda

Beatrice Minda

Beatrice Minda

Beatrice Minda wuchs als Tochter rumänischer Immigranten in München auf. Mit ihren Fotografien erkundet sie die Innenräume von Privathäusern und Wohnungen in verschiedenen Ländern. Mit der Kamera spürt sie in den Räumen die Ablagerungen von historischen Konflikten und verschwundenen Traditionen auf. Nach Fotoserien in Rumänien und Iran widmet sie sich in ihrem aktuellen Projekt Kolonialhäusern in Myanmar.

Henrik Strömberg wurde in Schweden geboren und zog kreuz und quer durch Europa, bevor er sich in Berlin niederließ. In seinen Fotografien und Collagen kombiniert er ganz verschiedene Objekte und Strukturen. Dabei entstehen Bilder, die man nicht eindeutig lesen und zuordnen kann. So kommt immer wieder die Frage auf, was Bilder in unserer Wahrnehmung jeweils bedeuten können.

Henrik Strömberg arbeitete vom 1. Februar 2017 bis Ende April 2017 im Atelier, ihm folgte Said Baalbaki von 1. Mai 2017 bis Ende Juli 2017. Abschließend nutzt Beatrice Minda vom 1. September 2017 bis Ende November 2017 das Atelier auf dem Dach des Auswärtigen Amts.

Die Midissage von Beatrice Minda findet am Dienstag, 10.10.2017, um 18:30 Uhr statt. Anmeldungen sind bis zum 06.10.2017 an 607-veranstaltung@diplo.de möglich.

Darüber hinaus werden am 19.10.2017 und am 26.10.2017 jeweils um 16 Uhr Atelierbesuche angeboten. Eine vorherige Anmeldung an AArtist@diplo.de ist erforderlich.

Weitere Informationen:

Informationen zum Programm "AArtist in residence" (PDF, 397 KB)

Ausschreibung: "AArtist in residence 2018" (PDF, 88 KB)

www.berliner-galerien.de

Stipendiaten 2017:

Stipendiaten 2016:

Kurzinformation über die Stipendiaten 2016 (PDF, 213 KB)

Broschüre "AArtist in residence 2016" (PDF, 2 MB)


Stand 12.07.2017

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise und Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere