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Die deutsch-französische Zusammenarbeit
Unterzeichnung der Gründungsurkunde des deutsch-französischen Jugendwerks 1963
© picture-alliance/Rohwedder
Deutschland und Frankreich haben sich im Rahmen des 12. Deutsch-Französischen Ministerrates am 4. Februar 2010 in Paris gemeinsame Ziele für Vertiefung der Zusammenarbeit in den kommenden zehn Jahren gegeben. Die Kabinette beider Regierungen beschlossen eine "Deutsch-Französische Agenda 2020" mit insgesamt 80 Projektvorschlägen.
Innerhalb der Zusammenarbeit mit den 27 EU-Mitgliedsstaaten nimmt die deutsch-französische Partnerschaft durch ihre Geschichte, ihre Intensität und ihre besondere institutionelle Ausgestaltung eine herausgehobene Stellung ein. Die deutsch-französische Aussöhnung und der Aufbau einer Partnerschaft waren unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg Kern und Ausgangspunkt des europäischen Einigungsprozesses.
Deutsch-französische Kosultationen im Jahr 1963
© BPA
Grundlage der Partnerschaft: Der Élysée-Vertrag
1963 wurde die bilaterale Zusammenarbeit mit dem Elysée-Vertrag auf eine eigene vertragliche Grundlage gestellt. Auf allen Ebenen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entwickelten sich vielfältige und enge Beziehungen.
Am 22. Januar 2013 jährt sich der Elysée-Vertrag zum 50. Mal. Aus Anlass dieses Jubiläums gaben Bundeskanzlerin Merkel und der französische Staatspräsident Hollande am 22. September 2012 in Ludwigsburg den Startschuss für ein "Deutsch-Französisches Jahr". An gleicher Stelle hatte Charles de Gaulle fünfzig Jahre zuvor seine berühmte "Rede an die deutsche Jugend gehalten". Zusammen mit der Versöhnungsmesse vom 8. Juli 1952 war sie der Ausgangspunkt für die beispiellose Entwicklung der deutsch-französischen Freundschaft nach dem Zweiten Weltkrieg.
Mit dem "Deutsch-Französischen Jahr" wird die ganze Breite der Beziehungen gefeiert. Allein in Deutschland stehen Hunderte von Veranstaltungen dazu an.
Antrittsbesuch des französischen Staatspräsidenten François Hollande bei Bundeskanzlerin Angela Merkel, 15. Mai 2012
© picture alliance / dpa
Deutsch-französische Ministerräte
Schon in der Gemeinsamen Erklärung zum 40. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags vom 22. Januar 2003 wurde beschlossen, die seit dem Elysée-Vertrag von 1963 halbjährlich stattfindenden Regierungskonsultationen (Gipfel) künftig in Form von gemeinsamen Ministerräten abzuhalten.
Die Ministerräte bieten die Möglichkeit, die deutsch-französische Zusammenarbeit auf höchster politischer Ebene zu koordinieren. Dazu werden jeweils Schwerpunktthemen festgelegt (in der Regel zwei pro Ministerrat: ein Thema mit eher wirtschaftlicher Ausrichtung, das andere mit Bezug auf die Zivilgesellschaft in beiden Ländern).
Ein einzigartiges Netzwerk an gemeinsamen Strukturen
Am Rande des G20-Gipfels 2011 in Cannes
© picture-alliance/dpa
Heute ist das Netzwerk gemeinsamer deutsch-französischer Strukturen und Institutionen einzigartig. Es wird auch getragen von einem über Jahrzehnte hinweg aufgebauten Bestand enger persönlicher Bindungen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern beider Länder: diese kommen in zahlreichen Städte- und Regionalpartnerschaften zum Ausdruck.
Diese Bindungen gilt es besonders bei der jüngeren Generation zu bewahren. Daher sind neben der politischen Zusammenarbeit gerade auch gesellschaftspolitische Initiativen, zum Beispiel in der Sprachenförderung, beim Jugendaustausch oder im Bildungssektor weiterhin von hoher Wichtigkeit.
Weiterführende Links
- Beziehungen zu Deutschland
- Deutschland-Zentrum Paris (CIDAL)
- Deutsche Botschaft Paris
- FplusD - deutsch-französisches Sprachenportal
- Adressbuch der deutsch-französischen Partnerschaft
- Deutsch-Französisches Jugendwerk
- Website der Deutsch-Französischen Hochschule
