Hauptinhalt

Kroatien

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Februar 2017

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Kroatien sind sehr eng. Ein wichtiges Element dieser Beziehungen ist die große Zahl an Kroaten, die in Deutschland leben (rund 300.000 Personen) sowie früheren Gastarbeitern, die zwischenzeitlich nach Kroatien zurückgekehrt sind. Zudem besuchen jedes Jahr rund zwei Millionen deutsche Touristen Kroatien. Auch in wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und technischer Hinsicht bestehen enge Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Wechselseitige Besuche auf politischer Ebene finden regelmäßig statt. Zuletzt war Staatsminister Roth am 16. und 17. Januar 2017 zu einem offiziellen Besuch in Zagreb. Davor empfing Bundesaußenminister Steinmeier den kroatischen Außenminister Stier am 14. Dezember 2016 zu dessen Antrittsbesuch in Berlin. Der kroatische Ministerpräsident Plenković war am 12. Dezember 2016 zu Gast bei Bundeskanzlerin Merkel. Bundesaußenminister Steinmeier hatte Kroatien am 30. April 2015 besucht. Im März 2015 erfolgte in Berlin ein offizieller Besuch der kroatischen Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović.

Die Gemischten Kommissionen Bayerns und Baden-Württembergs mit Kroatien treffen sich regelmäßig. Wechselseitige Besuche von Mitgliedern des Bundestags, von Ministerpräsidenten und Mitgliedern der Landtage bzw. von Angehörigen des kroatischen Parlaments sowie regelmäßige Kontakte von Fachbeamten, Unternehmensvertretern, Wissenschaftlern, Studenten und interessierten Bürgern führen zu einem regen Austausch auf allen Ebenen.Auch nach dem Beitritt zur Europäischen Union unterstützt Deutschland Kroatien in zahlreichen Projekten bei der Festigung marktwirtschaftlicher Strukturen, der Modernisierung der Verwaltung, der Reform der Justiz und dem Ausbau von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Dies geschieht hauptsächlich durch Beratungs- und Ausbildungsmaßnahmen, die Ausarbeitung von Studien, Besuchsreisen und Hospitationen kroatischer Beamter, Unternehmensmitarbeiter und anderer Fachleute in Deutschland. Mit deutscher Hilfe wurden in der Vergangenheit auch humanitäre Maßnahmen durchgeführt: dazu zählen die Reparatur kriegszerstörter Häuser, der Wiederaufbau und die Modernisierung der Infrastruktur sowie die Räumung von Minen.

Wirtschaftsbeziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind ausgesprochen eng: Deutschland ist Kroatiens größter Handelspartner, gefolgt von Italien, Slowenien und Österreich; bei den ausländischen Direktinvestitionen nimmt Deutschland nach den Niederlanden und Österreich den dritten Platz ein. Neben größeren deutschen Investitionen u.a. durch DAX-Konzerne haben zahlreiche mittelständische deutsche Unternehmen Tochterfirmen in Kroatien gegründet. Deutsche Urlauber stellten 2015 mit 2,13 Millionen Touristen (+6,8 %) das zahlenmäßig größte Kontingent an Besuchern Kroatiens.

Ein Abkommen über den gegenseitigen Schutz von Investitionen trat im August 2000 in Kraft, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung im Dezember 2006.

Seit 2003 ist in Kroatien eine Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer mit über 350 registrierten Unternehmen tätig. Darüber hinaus ist Germany Trade and Invest mit einem Büro vertreten.

Kulturelle Beziehungen

Grundlage der bilateralen kulturellen Kooperation ist das deutsch-kroatische Kulturabkommen vom 26.08.1994, das seit dem 23.01.1998 in Kraft ist. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind die Mobilitätsförderung im Bereich der Wissenschaft und der Hochschulen sowie der Erhalt bzw. weitere Ausbau der starken Stellung der deutschen Sprache im kroatischen Bildungswesen (rund 30 Prozent aller kroatischen Schüler lernen Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache). In Kroatien sind das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA-Koordinator für das Deutsche Sprachdiplom und acht weitere Programmlehrer an kroatischen Gymnasien) tätig.

Im Jahr 2004 wurde die Deutsche Internationale Schule in Zagreb (DISZ) gegründet. Sie führt vom Kindergarten bis zum Abitur und kooperiert im Eurocampus eng mit der Französischen Schule Zagreb.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere